ARD verschiebt den Tatort: Das ist der Grund
Für Millionen Tatort-Fans gehört der Sonntagabend um 20.15 Uhr zu den Fixpunkten im Fernsehprogramm. Am kommenden Sonntag, dem 6. September, müssen sich die Zuschauer allerdings fünf Minuten länger gedulden. Der Saarbrücker „Tatort: Das Ende der Nacht“ beginnt im Ersten ausnahmsweise erst um 20.20 Uhr. Grund dafür ist die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, die auch am Abend für umfangreiche Sonderberichterstattung sorgt.
Tatort beginnt fünf Minuten später
Normalerweise fällt im Ersten jeden Sonntag um 20.15 Uhr der Startschuss für den Tatort. Diesmal beginnt der Krimi jedoch erst um 20.20 Uhr. Ausgestrahlt wird „Das Ende der Nacht“ aus Saarbrücken mit Vladimir Burlakov als Leo Hölzer und Daniel Sträßer als Adam Schürk.
Die ARD hat für die Verschiebung einen klaren Grund: Die um 20 Uhr beginnende „Tagesschau“ wird an diesem Abend um fünf Minuten verlängert. Statt der üblichen Viertelstunde stehen damit auch die aktuellen Entwicklungen rund um die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt stärker im Mittelpunkt.
Der Tatort läuft anschließend bis 21.50 Uhr. Direkt danach folgt mit den „Tagesthemen extra“ eine weitere Sondersendung zur Wahl. Um 22 Uhr übernimmt schließlich „Caren Miosga“, ehe um 23 Uhr die regulären „Tagesthemen“ folgen.
Landtagswahl verändert das Programm
In Sachsen-Anhalt wird am 6. September ein neuer Landtag gewählt. Rund 1,69 Millionen Menschen sind nach Angaben des Landes wahlberechtigt. Die Abstimmung dürfte nicht nur für das Bundesland selbst, sondern auch bundespolitisch mit großer Aufmerksamkeit verfolgt werden.
Die ARD beginnt ihre Wahlberichterstattung bereits um 17.40 Uhr. Hochrechnungen, Analysen und Reaktionen aus Magdeburg bestimmen damit über mehrere Stunden das Programm im Ersten.
Für Tatort-Fans bedeutet das zwar nur eine Verschiebung um fünf Minuten, ungewöhnlich ist die Änderung dennoch. Der Start um 20.15 Uhr gehört seit Jahrzehnten zu den bekanntesten festen Sendezeiten im deutschen Fernsehen.
Auch das ZDF reagiert auf die Wahl
Nicht nur die ARD räumt der Landtagswahl viel Platz ein. Auch das ZDF ändert sein Programm. Bereits ab 17.40 Uhr berichtet der Sender live aus dem Wahlstudio in Magdeburg. Um 19 Uhr folgt eine verlängerte „heute“-Ausgabe mit Schwerpunkt Sachsen-Anhalt.
Am späteren Abend steht die Wahl erneut im Mittelpunkt. Das „heute journal“ beginnt um 21.45 Uhr, danach folgt um 22.15 Uhr eine Sonderausgabe von „maybrit illner“. Dort sollen das Wahlergebnis, mögliche Mehrheiten und die Folgen für die Bundespolitik diskutiert werden.
MDR berichtet bis in den späten Abend
Besonders ausführlich berichtet erwartungsgemäß der für Sachsen-Anhalt zuständige MDR. Um 21.45 Uhr beginnt dort „MDR aktuell extra: Landtagswahl in Sachsen-Anhalt“. Die einstündige Sondersendung beschäftigt sich unter anderem mit Hochrechnungen, Sitzverteilung und politischen Reaktionen.
Um 22.45 Uhr folgt die Dokumentation „Volksparteien ohne Volk – Im Osten gescheitert?“. Darin geht es um das schwindende Vertrauen in CDU und SPD in Ostdeutschland und die politischen Veränderungen der vergangenen Jahre.