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Ein Surfer geht vom Strand in das Meer.
Ericeira, Peniche & Nazaré in Portugal gelten als Surf-Hotspots in Europa.
Ericeira, Peniche & Nazaré in Portugal gelten als Surf-Hotspots in Europa.
iStock.com/Rob Cumberland

Surfen in Europa: Die besten Spots und Strände

23.03.2026 um 16:14, Sandra Eder
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Für einen Surftrip muss es nicht ans andere Ende der Welt gehen. Auch zwischen Atlantik, Nordsee und Afrika warten Spots mit Wellen, Surfer-Szene und Natur.

Junge sonnengebräunte Wellenreiter an den Stränden von Hawaii oder Australien. Dieses Bild entsteht bei vielen sofort, wenn sie ans Surfen denken. Doch was lange als lässige Nischensportart für eine kleine eingeschworene Szene galt, hat sich in den vergangenen Jahren spürbar gewandelt. Surfurlaube erleben einen regelrechten Hype. Die Begeisterung kennt dabei kein Alter – und auch die Reiseziele sind vielfältiger geworden.

Portugal

Das Land am Atlantik gilt als europäischer Hotspot der Szene. Anfänger und erfahrene Surfer, junge Familien und sportliche Wellenjäger treffen hier aufeinander. „Das Land hat für jedes Level geeignete Spots zu bieten. Auch sportbegeisterte Familien sind dort richtig“, erklärt Sophia Edler-Retter. Die Reise- und Surf-Expertin stellt für das Grazer Reisebüro Retter Reisen seit vielen Jahren Angebote für Wellenreiter zusammen. Portugal eignet sich zum einen aufgrund der idealen Bedingungen während der Sommerferien für Kinder. Zum anderen kann man dort Aktiv- und Badeurlaub super verbinden. Sophias Insidertipp: Ericeira. Das Städtchen wurde als eines der wenigen „World Surfing Reserves“ weltweit ausgezeichnet und bietet eine unglaubliche Dichte an Surfspots, Camps und Hotelangeboten. Pluspunkt ist die einfache Anreise: Von Lissabon ist man mit dem Mietwagen in einer Stunde vor Ort. Außerdem hat Ericeira eine charmante Altstadt mit Cafés, Restaurants und Geschäften. Wer mobil ist, kann einen Tagesausflug nach Nazaré einplanen. Der Ort an der Westküste ist berühmt für die höchsten surfbaren Wellen der Welt (bis zu 30 Meter hoch). Ins Wasser wagen sich hier nur echte Profis. Das Zuschauen ist umso spektakulärer.

Zwei Surfer laufen mit ihren Brettern in das Meer.
Portugal hat für alle Altersgruppen und Surf-Level passende Bedingungen zu bieten.

Spanien

Während es erfahrene Surfer häufig ins Baskenland in die Gegend um Zarautz zieht, bietet sich für Einsteiger ein Urlaub in San Sebastián an. Neben den Stränden wartet eine Stadt mit ursprünglichem Charakter und einem lebendigen Nachtleben. Reiseexpertin Sophia Edler-Retter hat aber noch einen weiteren Spanien-Tipp parat: Corralejo auf Fuerteventura. Konstante Winde und verlässliche Wellen machen die Kanareninsel das ganze Jahr über zu einer Top-Destination. „Ein super Reiseziel zum Beispiel für die Herbstferien.“ Corralejo selbst punktet mit einer lebendigen Bar- und Restaurantszene. Wer nach der Session Bewegung an Land sucht, findet im Parque Natural de las Dunas de Corralejo ein beeindruckendes Dünengebiet, das sich für Wanderausflüge eignet.

Frankreich

Die französische Atlantikküste zwischen Soulac-sur-Mer und Biarritz ist Europas Antwort auf Hawaii. Kraftvolle Beachbreaks, Surfshops und eine lebendige Gastro-Szene prägen die Region. Während im Süden bei Hossegor der Lifestyle-Faktor besonders hoch ist, bietet sich der etwas ruhigere Ort Seignosse für Anfänger aller Altersgruppen an. Hier zeigt sich: Surfcamp-Urlaube sind nicht nur etwas für Mittzwanziger. Wer gerne Profis beim Wellenritt beobachtet, sollte einen Besuch in Biarritz auf die Bucketlist setzen: Die Stadt ist Austragungsort zahlreicher Weltmeisterschaften.

Ein weiter Strand mit goldenem Sand.
Auch in Frankreich finden sich jede Menge Strände mit surfbaren Wellen.

Marokko

Rund 20 Kilometer nördlich der Stadt Agadir liegt das Herz der marokkanischen Surfszene: Taghazout punktet mit entspannten Vibes, bunten Cafés, Yogastudios und Surf-Stränden. „Perfekt für junge Reisende, die Backpacker-Vibes zu leistbaren Preisen suchen“, rät Edler-Retter. Die beste Reisezeit: Oktober bis April. Perfekt für die Semesterferien.

England

Der südwestlichste Zipfel Großbritanniens bekommt verlässlich „Swell“ (im nautischen Kontext: langlebige Wasserwellen) ab. Kein Wunder, dass sich hier inmitten einer malerischen Kulisse wie aus einem Rosamunde-Pilcher-Film eine lebhafte Surfszene entwickelt hat. Wer die wunderschöne Landschaft drumherum genießen will, sollte über einen Roadtrip durch Cornwall nachdenken. Die Küstenstraße eröffnet immer wieder fantastische Ausblicke und die Möglichkeit, Wellen vorab zu checken.

Newquay in England aus der Vogelperspektive.
In England finden sich im Südwesten gute Surf-Spots. Zum Beispiel in Newquay.

Dänemark

Wer das Abenteuer sucht, ist in Klitmøller richtig. Kitesurfer und Wellenreiter haben das verschlafene Fischerörtchen in der Region Nordjylland zum Leben erweckt und es liebevoll „Cold Hawaii“ getauft. Der Ort liegt umgeben von Dünen, Heideflächen, Fjorden und kleinen Wäldern. Die eigentliche Surfsaison beginnt hier im Winter: Das Wasser ist zwar kalt, die Wellen sind dafür größer und beständiger. Perfekt für Surfenthusiasten, die etwas Neues ausprobieren wollen.

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