Salzburg im Herbst: Unvergessliche Freizeiterlebnisse

Wie kaum eine andere Stadt lässt sich Salzburg mit allen Sinnen genießen: musikalisch, literarisch, filmisch und kulinarisch. Noch stimmungsvoller vor herbstlicher Kulisse, wenn die großen Feste des Sommers gefeiert sind.
Autor: Ute Daniela Rossbacher, 22.09.2022 um 07:21 Uhr

Die Sehenswürdigkeiten in Salzburg sprechen für sich und müssen kaum noch genannt werden, so bekannt, wie sie sind! Aber die Magie, die von ihnen ausgeht, wandelt sich im Laufe eines Kalenderjahres.

Herbstliche Tipps für Salzburg-Fans

Wenn der Herbst die rund 156.000 Menschen zählende Stadt in sein Farbspiel hüllt, lassen sich wohl vertraute Plätze oder Orte auf neue Art entdecken. Ein paar unvergessliche Freizeiterlebnisse für Liebhaberinnen und Liebhaber der Festspielmetropole, die gerne entschleunigt genießen - ganz gleich, ob es sich dabei um literarische Schätze, bewegende Klänge oder ein mit Liebe gebrautes Bier handelt.

Die Getreidegasse in Salzburg | Credit: iStock.com/RomanBabakin

Mit beruhigenden Klängen durch die Stadt

Für Anhängerinnen und Anhänger Wolfgang Amadeus Mozarts (1756 – 1791) führen alle Wege in die Salzburger Getreidegasse, wo die unnachahmliche Geschichte des einstigen Wunderkindes begann.

Wer - erfüllt von den Eindrücken, die er vom Geburtshaus mitgenommen hat - noch weiter in den Erinnerungen an die Musik des Komponisten schwelgen möchte, stellt sich am besten vor Antritt des Altstadt-Rundgangs eine persönliche Liste an Lieblingsstücken für den MP3-Player zusammen, die als musikalische Begleitung dienen; beispielsweise die berühmten Mozart-Arien in der Interpretation von Cecilia Bartoli und Bryn Terfel.

Auf der Suche nach stimmungsvollen Alternativen wird man bei den zahlreichen renommierten Musikerinnen und Musikern fündig, die am Mozarteum studiert haben - darunter der aus Gran Canaria stammende Lautenist und Theorbenvirtuose Carlos Oramas, der mit seinen Interpretationen der Werke des Venezianer Komponisten Johann Hieronymus Kapsberger (um 1580 - 1651) die perfekte Untermalung für entschleunigte Rundgänge durch Salzburg bietet.

Mozarts Geburtshaus | Credit: iStock.com/alexsl

Mit Wissensdurst in die Brauerlebniswelt

Wahre Kennerinnen und -kenner wissen, dass Bier dort am besten schmeckt, wo es gebraut wird – gemäß dem Grundsatz: Ein gutes Bier soll nicht reisen! Wie schön, dass das nicht umgekehrt gilt, und Fans des kulinarischen Kulturguts auf direktem Weg in die Brauerei fahren können.

Wie viel mehr ein Brauhaus sein kann, beweist die Stiegl Brauerlebniswelt eindrucksvoll. Auf 5.000 Quadratmeter lässt sich dort - multivisuell aufbereitet - die Geschichte der Braukunst studieren und das Sudhaus besichtigen, in dem pro Stunde 90.000 Flaschen (!) Bier abgefüllt werden. Zum Ausklang des gelungenen Ausstellungserlebnisses geht es in das Bräustüberl, das den Gaumen mit heimischen Spezialitäten und bierigen Genüssen aus dem Hause Stiegl verwöhnt.

Foto: ©Bazzoka

Mit guten Büchern ins Café

Nirgendwo lesen sich die melancholischen Gedichte von Georg Trakl, die intensive Prosa von Thomas Bernhard oder die Romane der einstigen Wahlbürger Stefan Zweig oder Peter Handke eindrücklicher als in einem der ehrwürdigen Cafés oder Parks im Herzen Salzburgs an verhangenen Herbsttagen. Noch schöner: Nach literarischer Stärkung bei Kaffee und Kuchen die Straßen, Wege und Plätze aufsuchen, auf denen die Schriftsteller einst gewandelt sind.

Salzburg im Herbst | Credit: iStock.com/kurkul

Auf den Spuren Hollywoods

Lange Zeit blieb in Österreich der weltweite Siegeszug des Leinwandklassikers „The Sound of Music“ nahezu unbemerkt. So zählt der Film in Asien und den USA nicht nur zum alljährlichen Pflichtprogramm zu Jahresende, sondern wird auch immer wieder neu verfilmt, zuletzt als Neu-Adaption für das amerikanische Fernsehen mit der Country-Sängerin Carrie Underwood in der Rolle der Maria.

Neben der bewegenden Biografie der Familie Trapp, die stellvertretend für so viele Schicksale der Jahre vor dem Zweiten Weltkrieg steht, sind es vor allem die originalen Schauplätze Salzburgs, die die mitreißenden Auftritte von Julie Andrews unvergessen machen. Ob das Stift Nonnberg, die Felsenreitschule oder der Mirabellgarten - wer den Film gesehen hat, wird die weltweite Salzburg-Sehnsucht, die so viele Menschen anlockt, mit neuen Augen sehen.

Der Mirabellgarten in Salzburg im Herbst | Credit: iStock.com/Elena Odareeva

Ohne Termine durch Parks, Alleen und Gärten

Gerade die letzten Oktobertage oder die Zeit um Allerheiligen verleihen Salzburg eine besondere Aura, die all jene, die ihren Gedanken nachhängen oder in sich gehen wollen, in ihren Bann zieht. Gerade noch rechtzeitig, bevor ab Mitte des Monats die Adventmärkte ihre Pforten öffnen, findet man wohltuende Ruhe im Mirabellgarten, in der Hellbrunner Allee oder auf dem Mönchs- oder Kapuzinerberg. Wer von dort den Weg Richtung Franziskischlössl einschlägt, wird mit einem wunderschönen Ausblick auf die Stadt beschenkt.

Der Kapuzinerberg

Foto: ©iStock.com/GEOLEE

Mit der Kamera Richtung Abenddämmerung

Einmal im herbstlichen Salzburg unterwegs, lohnt es sich gar nicht, das Smartphone oder die Kamera wieder einzustecken, so viele Motive bieten sich im matten Glanz an. Fotografie-Fans bevorzugen die frühen Morgen- oder Abendstunden, wenn der Pulsschlag der Stadt noch oder schon wieder wohltuend ruhig ist. Vor allem entlang der Salzach-Promenade, in der Getreidegasse oder an einem der Friedhöfe kommen um diese Zeit des Tages Geist und Körper zu ihrem Recht auf Entspannung, bevor es zu einem entspannten Abendessen mit Bier-Begleitung geht.

Salzburg in der Dämmerung

Foto: ©iStock.com/zakaz86

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