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AuPair-Mädchen in Amerika | Credit: iStock.com/Maridav
Was macht man eigentlich genau als AuPair?
Was macht man eigentlich genau als AuPair?
iStock.com/Maridav

AuPair: der Traum vom Leben in Amerika

16.03.2023 um 14:02, Artikel von Passion-Autor: Cara Krist
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Als AuPair nach Amerika – davon träumen viele junge Menschen. Was es dabei zu beachten gilt und wie man diesen Traum in die Realität umsetzt.

Auch wenn der „American Dream“ lange nicht mehr das ist, was er einmal war, zieht es immer noch ganz viele junge Menschen in die Vereinigten Staaten. Vor allem nach dem Schulabschluss legen viele ein sogenanntes Gap-Year ein und arbeiten als AuPair in Amerika. Doch was ist das eigentlich genau und wie funktioniert das alles?

Was versteht man unter AuPair?

Der Begriff AuPair findet seinen Ursprung im Französischen und bedeutet „auf Gegenseitigkeit“. Er ist sowohl die Kurzform für das jeweilige Nomen „der AuPair-Junge“ oder „das AuPair-Mädchen“, als auch ein Adjektiv. Es handelt sich bei AuPair-Jungen/Mädchen um Jugendliche oder junge Erwachsene, die meist in einem fremden Land, bei einer Gastfamilie leben, deren Kinder betreuen und leichte Hausarbeit verrichten. Als Vergütung werden von der Familie die Unterkunft, Verpflegung und ein kleines Taschengeld gezahlt. Ziel des Aufenthalts ist natürlich auch ein Austausch von Kultur und Sprache der jeweiligen Parteien.

AuPairs gibt es schon seit dem 18. Jahrhundert in der Schweiz, wo wohlhabende Familien ihre Kinder ins Ausland schickten, um deren Bildung zu verbessern.

AuPair spielt mit zwei Mädchen | Credit: iStock.com/fizkes
Ein AuPair hilft im Haushalt und bei der Kindererziehung

Doch was macht man eigentlich als AuPair?

Der Aufgabenbereich beschränkt sich hauptsächlich auf die Kinderbetreuung. Wie diese aussieht, variiert bei den verschiedenen Gastfamilien jedoch sehr stark. Auch leichte Hausarbeiten können übernommen werden, jedoch nur solange diese kindbezogen sind. Dazu zählt beispielsweise das Waschen der Wäsche, die Zubereitung von kleinen Mahlzeiten für die Kinder oder das Ein- und Ausräumen des Geschirrspülers. Der Arbeitsumfang ist laut Gesetz auf maximal 45 Stunden pro Woche und zehn am Tag beschränkt, welche von der Familie mit 195,75 $ pro Woche vergütet werden muss. Zusätzlich muss das AuPair mindestens eineinhalb Tage pro Woche durchgehend frei haben und darf sich 14 Tage bezahlten Urlaub nehmen, der vorzugsweise zum Reisen genutzt wird.

Gut zu wissen ist auch, dass ein Aufenthalt als AuPair in den USA im besten Fall über eine Agentur vermittelt werden soll. Neben dem Visum gibt es versicherungstechnisch sehr viel zu bedenken, weshalb die Organisation auf eigene Faust weniger ratsam ist. Eine Agentur begleitet die Jugendlichen dann von der Suche nach der richtigen Gastfamilie bis zum Ende des Aufenthalts. 

Freiheitsstatue im Sommer | Credit: iStock.com/bloodua
Als AuPair lernt man auch andere Kulturen kennen

Und wie findet man die richtige Familie?

Das hört sich erstmal nicht so leicht an. Man ist Tausende Kilometer voneinander entfernt und kann natürlich kein persönliches Bewerbungsgespräch führen. Bei den meisten Agenturen funktioniert es allerdings genau wie bei Datingapps. AuPairs wie Gastfamilien erstellen ein eigenes Profil auf der jeweiligen Website. Dort finden sich persönliche Informationen, Lebensläufe und Empfehlungen. Anhand von persönlichen Präferenzen können die Familien dann die AuPair-Profile herausfiltern, die ihren Anforderungen entsprechen und ihre Favoriten anfragen. Dann liegt es an den jungen Erwachsenen, zu entscheiden, ob sie diese näher kennenlernen möchten.

Ist das der Fall, kommt es nach einigen E-Mails meist zu einem Videotelefonat, indem sich erst einmal oberflächlich kennengelernt wird. Wie beim Dating verabredet man sich entweder zum nächsten Treffen oder sucht weiter nach dem richtigen Partner für das Abenteuer Amerika. Dabei wird immer wieder geraten, keinesfalls nach einem Staat zu suchen, sondern einer Familie. Natürlich haben Staaten wie Kalifornien, New York und Florida einen größeren Reiz als Iowa oder Idaho, die den meisten nicht einem bekannt sind. Letztendlich muss man jedoch bedenken, dass man mit der Familie ein oder sogar zwei Jahre verbringen wird und eine schöne Umgebung eine schlechte Beziehung nicht aushaltbar machen kann.

Ein junger Mann spielt mit einem Kleinkind | Credit: iStock.com/Arsenii Palivoda
Am wichtigsten ist die Gastfamilie, um sich als AuPair wohlzufühlen

Viele Eindrücke sammeln

Sobald die richtige Familie gefunden ist, fehlt nur noch das Visum. Und schon ist man bereit zum Abflug und für das größte Abenteuer seines Lebens. Natürlich heißt AuPair sein nicht nur Reisen und Freunde finden. Man darf den Arbeitsaufwand und vor allem die emotionalen Anstrengungen nicht unterschätzen. Am Ende geht man aber mit einer gestärkten Persönlichkeit wieder zurück nach Hause.

Zur Autorin

Cara Krist liest leidenschaftlich gerne und hat für Leseratten den einen oder anderen vielversprechenden (Geheim) Tipp auf Lager! Auf www.weekend.at stellt sie uns ihre Empfehlungen vor.

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