Kurios: Reparaturbonus auch für Vibratoren

Am 26.April 2022 startete der neue, österreichische Reparaturbonus für defekte Geräte (wir berichteten). Maximal 200 Euro, oder aber 50% der Reparatur können geltend gemacht werden und werden zurückerstattet. Aber an was denkt man da? Klar: Smartphones, Fernseher, Waschmaschinen und andere Elektrogeräte. Ein Blick in die genauen Reparaturbedingungen fördert aber ein sehr skurriles Gerät zutage.

Vibrator kaputt? Auf zur Reparatur!

Im Hauptpunkt "Körper, Fitness und Gesundheit" gibt es den Unterpunkt "Medizinische Geräte und Wohlbefinden". Ja und dort findet sich auch der Vibrator als förderfähiges Gerät. Neben dem Zahnhygieneset und dem Treppenlift, alles in ein und derselben Kategorie. Die genaue Liste aller förderfähigen Geräte gibt es hier.

Der Teufel steckt im Detail

Aber kann ich jetzt mit dem defekten Vibrator einfach in das nächste "Spezialgeschäft" gehen und um Reparatur ansuchen? Leider ist es beim neuen Reparaturbonus nicht so einfach. Auf der Website muss man einen Reparaturbon erstellen und einen Partnerbetrieb suchen. Bei dem kann man dann das gewünschte Gerät reparieren lassen. Wir haben natürlich nach einem Vibrator-Reparateur gesucht und wurden fündig!

Im Umkreis um 8010 Graz spuckt unsere Suche drei Betriebe aus. Wir erreichen Christoph Absenger (absenger.net) aus Gleisdorf sofort und fragen nach. Herr Absenger weiß anfänglich nichts von seinem Glück, wir erklären, dass er als Vibrator-Reparaturwerkstatt angezeigt wird. Im Laufe des Gesprächs stellt sich heraus, dass er tatsächlich alles was mit Strom und Batterien arbeitet repariert und unser Telefonat endet mit den Worten: "Vibrator, kein Problem, einfach herbringen!". Das nennen wir Flexibilität.

Die Moral der Geschichte: Sollten Sie tatsächlich einen Vibrator zur Reparatur bringen wollen ist es ratsam den angezeigten Betrieb vorher anzurufen und nachzufragen ob das Sex-Toy tatsächlich dort auch repariert wird.

Autor: Lukas Steinberger-Weiß, 28.04.2022