Warum bin ich Single? Die 10 häufigsten Ursachen

„Warum nur bin ich Single?“ Leider: Eine einfache Antwort gibt es nicht. Vielmehr sind es viele verschiedene Faktoren, die zusammenkommen, wenn es ums Zusammenkommen geht. Guido Gebauer wollte es aber doch ein wenig genauer wissen. In einer groß angelegten Umfrage hat er sich für die Datingplattform Gleichklang bei Singles umgehört. Zehn Gründe sind es, die Alleinstehende ganz besonders oft für ihre Partnerlosigkeit identifizieren. Und: Männer und Frauen ticken hier keineswegs gleich.

Sind Frauen die besseren Singles?

Spannenderweise sind es unter den Singles eher die Männer, die sich nach einer neuen Partnerschaft sehnen. Frauen zeigen sich mit ihrer Zeit alleine eher zufrieden als Männer. Erstmal Single, schaffen sie es leichter andere Prioritäten als eine Partnerschaft zu entwickeln. Auf der anderen Seite würden sie Gebauer zufolge häufiger durch zu hohe Ansprüche oder negative Erfahrungen aus der Vergangenheit blockiert. Hindernisse, der Wunsch nach sexuellen Abenteuern und Gehemmtheit nennen Männer als häufigste Hürden am Weg in den Hafen der Partnerschaft.

Die 10 häufigsten Ursachen fürs Single-Dasein

Statistisch gesehen geben Singles am häufigsten einen der folgenden zehn Gründe an:

  1. Zufall: Den häufigsten Grund für eine Partnerlosigkeit sehen Singles im Zufall. Single, weil es das Schicksal so will? Psychologe Gebauer sieht in der vagen Begründung eher eine Art Ratlosigkeit der Befragten über die Ursachen ihres Single-Daseins. /li>
  2. Vorerfahrungen und Befürchtungen: „Gebranntes Kind scheut das Feuer“ lautet ein Sprichwort. Viele Singles geben an, in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht zu haben oder Liebeskummer zu fürchten.
  3. Hohe Ansprüche: Hohe Ansprüche sind nicht per se etwas Negatives. Sich nicht aus Bequemlichkeit oder Torschlusspanik zu binden, ist sogar durchaus erstrebenswert. Wer aber den Eindruck hat, dass zu hohe Ansprüche die Partnersuche erschwerten, sollte sie kritisch hinterfragen.
  4. Gehemmtheit: Mehr als die Hälfte der Männer gibt an, sich nicht attraktiv, gehemmt oder nicht liebenswürdig zu finden. Wer mit sich selbst nicht im Reinen ist, tut sich auch vergleichsweise schwer auf andere zuzugehen.
  5. Zufriedenheit mit dem Single-Dasein: Wer als Sinlge glücklich ist, hat wohl wenig Grund, an diesem Zustand etwas zu ändern. Psychologe Gebauer warnt jedoch: Auch glückliche Singles sollten sich fragen, ob sie einer Partnerschaft dauerhaft aus dem Weg gehen wollen.
  6. Andere Prioritäten: Ob Kinder, Beruf oder Hobbys: Manche Menschen haben andere Ziele, als eine Partnerschaft – und das ist völlig in Ordnung. Der Psychologe empfiehlt dennoch, in sich hineinzuhören und die eigenen Bedürfnisse nach Beziehung zu reflektieren. Werden die Prioritäten nur als Schutzschild vorgeschoben?
  7. Fehlende romantische Gefühle: Wenn’s nicht funkt, funkt’s nicht: Dieser Ansicht sind auch 43 Prozent der Frauen und mehr als ein Drittel der Männer. Generell keine Liebesgefühle entwickeln zu können oder sich erst gar nicht zu verlieben wird dabei als schwerwiegendstes Problem gesehen.
  8. Barrieren und Hindernisse: Das fehlende Glück bei der Partnersuche begründen vor allem Männer mit Barrieren und Hindernissen. Häufig genannt werden dafür gesundheitliche Probleme oder berufliche Erfolgslosigkeit, die im Weg stünden.
  9. Sexuelle Schwierigkeiten oder Asexualität: Erst auf Platz 8 wird Sex, bzw. besser gesagt die mangelnde Lust auf Sex, zum Thema. Sexuelle Schwierigkeit und Asexualität müssen einer Beziehung nicht zwangsläufig im Weg stehen.
  10. Polygamer Wunsch nach unverbindlichem Sex: Der Wunsch nach sexuellem Abenteuer ist bei Männern doppelt so oft Beziehungs-Hindernis wie bei Frauen. Unverbindlicher Sex steht bei 20 Prozent der Männer und zehn Prozent der Frauen hoch im Kurs.

Der Selbsttest

Aus den Ergebnissen der Studie hat Gebauer einen Selbsttest entwickelt, mit dem Singles herausfinden können, was sie in der Partnersuche hemmt. Wer den Test ausfüllt, erhält in der Auswertung Handlungsempfehlungen, um seine Beziehungs-Chancen zu erhöhen.

>>> Selbsttest: Warum bin ich Single?

    Autor: Stefanie Hermann, 26.01.2022