Wendig und gelenkig: Der Körperbau der Katzen

Es sind Zahlen, die jeden Fan staunen lassen: Das Skelett der Katze verfügt über rund 244 Knochen und 500 frei bewegliche Muskeln, dazu flexible Gelenke und robuste Beine, die einem Leben zwischen Anpirschen, Jagen, Springen und Spielen perfekt angepasst sind. Je nach Rasse hat die Katze im Schnitt sogar circa 40 Knochen mehr als wir Menschen. Das macht sie zu unangefochtenen Meistern geschmeidiger Bewegungen.

Kaum ein Spalt zu schmal

Die Schultern der Katze sind schlichtweg durch Bänder mit dem Skelett verbunden, wodurch sie einen schmalen Brustkorb hat. Ein strategischer Vorteil, wenn sie sich verstecken oder flüchten will: Blitzschnell macht sie sich dünn oder flach und entwischt auf diese Weise noch durch Nischen, die gerade einmal etwas breiter oder höher als ein Türspalt sind.

Besitzer haben häufig Gelegenheit, all das im Zusammenleben zu beobachten. So auch ich, wenn ich meiner Britisch Kurzhaar Katze Corona dabei zusehe, wie sie gekonnt in kleinste Hohlräume abtaucht, aus dem Stand zu weiten oder hohen Sprüngen ansetzt, ihr Futter elegant mit der Pfote vom Napf ins Maul befördert oder sogar Wasser aus meinem Glas trinkt.

Feinmotorische Bewegungen

Der besondere Aufbau ihres Skeletts ermöglicht der Katze erst all diese genannten Kunstgriffe. Es ist flexibel genug, dass es einen gröberen Sturz abfedern kann (etwa durch die Drehung vor dem Aufprall). Der differenzierte Aufbau ihrer hohen, robusten Beine befähigt sie, feinmotorische Bewegungen durchzuführen.

Vor einem offenen Kamin schläft eine Katze auf dem Bauch ihrer Besitzerin | Credit: iStock.com/ilona75

Kleiner Muskelprotz

Auch, wenn man es vielen Vierbeinern nicht ansieht: Die im Verhältnis zu ihrer Körpergröße hohen Sprünge, die Spitzengeschwindigkeiten, die sie beim Jagen erreicht, aber auch die Körperspannung beim Lauern und Anpirschen - all das verdankt sie der Muskulatur ihrer Hinterbeine. Wesentliche Voraussetzungen, damit die Katze artgerecht leben kann.

So bleibt ihr Bewegungsapparat gesund

Wie können wir unsere Katze dabei unterstützen, lange gesund und fit zu bleiben?

  • Artgerechte Ernährung: Jeder Besitzer kann bestätigen, das Katzen dank ihres untrüglichen Geschmackssinns nur „Gutes“ fressen, d.h. kein abgelaufenes Futter oder abgestandenes Wasser
  • Bewegung und Spiel: Regelmäßige Spieleinheiten mit der Katze (vor allem dann, wenn sie in der Wohnung gehalten wird) fördern nicht nur ihre natürliche Intelligenz, sondern halten auch ihren Bewegungsapparat in Schwung
  • Ungestörte Ruhe: Respektieren, wenn die Katze ihre Ruhe haben will. Schließlich ist sie kein Spitzensportler. Wenn sie ausgeruht ist, kommt sie ganz von selbst wieder
  • Gefahren reduzieren: Balkone und Fenster absichern, um Stürze in die Tiefe zu verhindern

Wer diese Grundsätze nur etwas beherzigt, macht nicht nur seiner Katze eine große Freude, sondern kann sich in der Regel lange Jahre an den geschmeidigen Bewegungen seines Vierbeiners erfreuen.

Zur Autorin

Sie lieben Katzen? Dann geht es Ihnen wie "Passion Author" Lilli Platzer, die uns in ihren Anekdoten an ihrem abwechslungsreichen Alltag mit ihrem flauschigen Vierbeiner teilhaben lässt. Und dabei mit ihren Erlebnissen so manchem Katzenbesitzer aus der Seele spricht.

Autor: Online Promotion, 11.11.2021