Erste Hilfe für Tiere: Für alle „(Not-)Felle“ gerüstet
Auf eine Scherbe getreten, eine Zecke eingefangen oder etwas Giftiges gefressen: Genau wie bei uns Menschen kann auch bei unseren Vierbeinern schnell etwas passieren. Umso besser, wenn für solche Fälle eine kleine Hausapotheke bereitsteht und man weiß, was im Ernstfall zu tun ist.
Erste-Hilfe-Set für Haustiere
Zur Grundausstattung gehören ausreichend Verbandsmaterial, Fixierpflaster, Schere, Einmalhandschuhe und die griffbereiten Kontaktdaten des Tierarztes. Auch eine Pinzette oder Zeckenzange, sterile Kochsalzlösung zum Spülen kleiner Wunden und ein digitales Fieberthermometer sind sinnvoll. Praktisch sind fertig zusammengestellte Erste-Hilfe-Kits, die u. a. im Tierfachhandel erhältlich sind. Für Hunde kann außerdem eine Maulschlinge hilfreich sein, da Tiere unter Schmerzen zuschnappen können. Achtung: Keinesfalls bei Atemnot, Erbrechen oder Bewusstlosigkeit anlegen. Bei Auslandsreisen sollte man zudem rechtzeitig den Impfstatus und den notwendigen Parasitenschutz überprüfen.
Vergiftung bei Hund und Katze erkennen
Plötzliches Zittern, Krämpfe, starkes Speicheln, Erbrechen oder ein schwankender Gang können auf eine Vergiftung hindeuten. Besteht der Verdacht, dass Hund oder Katze etwas Giftiges aufgenommen haben, sollte sofort ein Tierarzt kontaktiert werden, auch wenn noch keine Symptome auftreten. Aktivkohle kann bei bestimmten Vergiftungen helfen, darf aber nur nach tierärztlicher Anweisung verabreicht werden. Keinesfalls sollte man eigenmächtig Erbrechen auslösen oder Hausmittel einsetzen.
Wissen, was zu tun ist
Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann am WIFI Salzburg einen Kurs zum Thema „Erste Hilfe am Tier“ absolvieren. Dabei geht es darum, Notfälle frühzeitig zu erkennen und im Ernstfall richtig zu reagieren. Denn bei schweren Verletzungen, Vergiftungen oder Atemnot zählt oft jede Minute. Erste Hilfe kann Leben retten, ersetzt aber niemals die tierärztliche Versorgung.