Katzenstudie überrascht: So riesig ist das Revier deiner Katze
- Katze in Österreich: Revier ist größer als gedacht
- Österreichs Katzen sind nachts besonders ruhig
- Kater beanspruchen fast doppelt so viel Platz
- Kastration bremst den Bewegungsdrang der Kater kaum
- Stadtkatzen haben deutlich kleinere Reviere
- Schweiz vor Österreich: So weit laufen Katzen täglich
- Katzen bleiben ihrem Lieblingsplatz treu
Österreichs Katzen lassen es in der Nacht vergleichsweise ruhig angehen, beanspruchen aber trotzdem erstaunlich viel Platz. Eine internationale GPS-Studie von Weenect zeigt jetzt, wie groß das Revier einer Katze in Österreich tatsächlich ist. Dafür sind Trackingdaten von insgesamt 952 Freigängerkatzen aus zehn Ländern ausgewertet worden. Das überraschende Ergebnis: Österreichische Katzen haben ein überdurchschnittlich großes Revier, sind nachts aber seltener unterwegs als ihre Artgenossen in allen anderen untersuchten Ländern.
Katzenstudie: Österreich auf einen Blick
- Revier: rund 16.908 Quadratmeter
- Tagesstrecke: 743 Meter
- Nachts unterwegs: 62,9 Prozent
- Kastriert: 93,8 Prozent
- Untersuchte Katzen in Österreich: 97
Katze in Österreich: Revier ist größer als gedacht
Von den ursprünglich rund 1.000 untersuchten Tieren sind 952 Datensätze in die finale Analyse eingeflossen. Jede Katze ist über vier Wochen per GPS beobachtet worden. Insgesamt sind so 24.088 Tagesaufzeichnungen entstanden. Für Österreich liegen Daten von 97 Katzen vor. Ihr mittleres Revier umfasst rund 16.908 Quadratmeter und liegt damit über dem europäischen Vergleichswert von rund 14.900 Quadratmetern. Ruhige Nächte bedeuten bei Österreichs Freigängern also keineswegs, dass sie sich tagsüber nur rund ums Haus bewegen.
Österreichs Katzen sind nachts besonders ruhig
Bei Einbruch der Dunkelheit zeigt sich ein deutlicher Unterschied zu den anderen Ländern. Nur 62,9 Prozent der österreichischen Katzen sind während des vierwöchigen Beobachtungszeitraums mindestens einmal nachts draußen gewesen. Das ist der niedrigste Wert unter allen zehn untersuchten Ländern. Am anderen Ende der Statistik stehen die USA: Dort ist jede erfasste Katze zumindest einmal nachts unterwegs gewesen. Auch bei den GPS-Alarmen landet Österreich mit einem Median von nur 0,7 Alarmen pro Tag auf dem niedrigsten Wert. Der Median der gesamten Studie liegt bei 1,4 Alarmen.
Kater beanspruchen fast doppelt so viel Platz
Entscheidend für das Streifverhalten ist laut Studie vor allem das Geschlecht. Eine typische Katzendame nutzt ein Revier von rund 10.700 Quadratmetern, ein typischer Kater kommt dagegen auf etwa 20.000 Quadratmeter. Kater gehen zudem im Median rund zweimal täglich hinaus, Katzen etwa 1,2-mal. Kastrierte Kater legen laut Datensatz noch immer rund 59 Prozent mehr Strecke zurück als kastrierte Katzen.
Wie groß ist das Revier einer Katze?
Katzendame: rund 10.700 m²
Kater: rund 20.000 m²
Ein typischer Kater nutzt damit laut Studie ein fast doppelt so großes Revier wie eine Katzendame.
Kastration bremst den Bewegungsdrang der Kater kaum
Überraschend gering fällt dagegen der Unterschied zwischen kastrierten und unkastrierten Katern aus. Unkastrierte Kater legen im Median lediglich rund zehn Prozent mehr Strecke zurück. In Österreich sind 93,8 Prozent der untersuchten Katzen kastriert, der höchste Anteil aller zehn Länder. Der Studiendurchschnitt beträgt 85,4 Prozent.
Stadtkatzen haben deutlich kleinere Reviere
Nicht nur Geschlecht und Land spielen eine Rolle. Auch die Umgebung beeinflusst die Größe des Katzenreviers. In Städten umfasst das durchschnittliche Revier rund 11.200 Quadratmeter. In Vororten sind es rund 16.100 Quadratmeter, auf dem Land etwa 16.500 Quadratmeter. Damit verfügen Stadtkatzen über ein rund 30 bis 40 Prozent kleineres Revier.
Schweiz vor Österreich: So weit laufen Katzen täglich
Auch bei den täglich zurückgelegten Strecken gibt es große Länderunterschiede. Schweizer Katzen führen die Statistik mit einer medianen Tagesdistanz von 1.275 Metern an. Deutschland folgt mit 1.263 Metern. Eine Katze in Österreich legt im Schnitt 743 Meter pro Tag zurück. Besonders gemütlich zeigen sich französische Fellnasen mit 575 Metern und Spanien mit lediglich 547 Metern.
Katzen bleiben ihrem Lieblingsplatz treu
Trotz aller Streifzüge sind Katzen ausgeprägte Gewohnheitstiere. Insgesamt sind mehr als 1.000 regelmäßig besuchte Orte außerhalb des Zuhauses erfasst worden. 62,5 Prozent der Katzen haben genau einen solchen festen Ort. Nur drei Prozent suchen regelmäßig drei oder mehr Plätze auf. Einzelne besonders aktive Tiere wechseln sogar zwischen bis zu elf verschiedenen Orten. Gleichzeitig verbringt die typische Katze im Median 92 Prozent ihrer beobachteten Zeit in der Nähe ihres Zuhauses.
FAQ: Revier und Streifverhalten von Katzen
Wie groß ist das Revier einer Katze in Österreich?
Das mittlere Revier der untersuchten Katzen in Österreich umfasst rund 16.908 Quadratmeter. Für Österreich sind 97 Katzen in der GPS-Studie ausgewertet worden.
Haben Kater größere Reviere als Katzen?
Ja. Ein typischer Kater nutzt laut Studie ein Revier von rund 20.000 Quadratmetern. Bei Katzendamen sind es rund 10.700 Quadratmeter.
Wie weit läuft eine Katze in Österreich pro Tag?
Eine untersuchte Katze in Österreich legt im Median rund 743 Meter pro Tag zurück. Schweizer Katzen kommen im Vergleich auf 1.275 Meter.
Sind Katzen nachts weit unterwegs?
In Österreich sind 62,9 Prozent der untersuchten Katzen während des vierwöchigen Beobachtungszeitraums zumindest einmal nachts draußen gewesen. Das ist der niedrigste Wert der zehn untersuchten Länder.
Haben Stadtkatzen kleinere Reviere?
Laut Studie ja. Das Revier liegt in Städten bei rund 11.200 Quadratmetern, in Vororten bei 16.100 Quadratmetern und auf dem Land bei rund 16.500 Quadratmetern.
Quellen und weiterführende Informationen