Stimmungsaufheller: Mit Safran gegen Herbsttief

Das edle Gewürz Safran wird nicht nur im goldenen Morgenlicht geerntet, auch seinen Preis hat es mit dem kostbaren Metall gemein – und ist eine unbezahlbare Waffe im Kampf gegen (leichtere) saisonale Stimmungstiefs. Spanische Wissenschaftler haben nämlich bewiesen, dass das teuerste Gewürz der Welt nicht nur Backwerke und exotische Gerichte orange erleuchten lässt, sondern auch wie ein Psychopharmakon die Konzentration von Serotonin und Dopamin erhöht, was sich positiv auf das Glücksgefühl auswirken und die Stimmung aufhellen kann. Wer sich im Herbst und Winter also stets müde und angeschlagen fühlt, von Nervosität und Sorgen überfallen wird, sollte unbedingt seine Speisen mit dem Extrakt aus den goldenen Fäden würzen. Dabei sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt: Ob Reis, Risotto, Nudeln, Polenta oder Fleisch & Fisch – mit Safran lässt sich alles veredeln.

Safran-Tee

Da Safran aber nicht unbedingt jedermanns Geschmacksnerven erfreut, kann man seinen Stimmungsaufheller auch alleine als Tee genießen. Dazu einfach eine Tasse Schwarztee (oder Früchtetee) mit zwei bis drei fein geriebenen Safranfäden verfeinern und gut verrühren. Alternativ kann man die Fäden im Ganzen in den Teefilter legen. Wer es extravaganter mag, kann auch zu Aromatees greifen und am richtigen Geschmack experimentieren.

Facts

  • Ein Kilo Safran kann bis zu 30.000 Euro kosten.
  • Für ein Gramm Safran braucht man 150 Blüten, die in mühsamer Handarbeit geerntet werden.
  • Frisch getrockneter Safran hat kaum Geschmack, das Gewürz muss erst reifen.
  • 20 Gramm Safran – auf einmal konsumiert – können einen Menschen töten.
  • Mehr als 5 Gramm können Koliken, Haut- und Schleimhautblutungen, Schwindel und Magenverstimmungen auslösen.
  • Bis zu 95 Prozent des Safrans stammen aus dem Iran.
Autor: Mirela Nowak-Karijasevic , 30.09.2020