Ribisel: kleine Beere, großer Genuss

Ribisel – oder Johannisbeeren – sind wahre Vitaminbomben. Sie schmecken nicht nur fruchtig gut, sondern versorgen uns auch mit Mineral- und Ballaststoffen. Wir zeigen Ihnen, für welche Süßspeisen die Beeren am besten geeignet sind.
Autor: Pia Kulmesch, 29.06.2022 um 11:25 Uhr

Die Ribisel ist rund um den „Johannistag“ Ende Juni reif, weswegen sie auch Johannisbeere genannt wird. Ob rot, schwarz oder weiß – die kleinen Beeren begeistern uns mit ihrem Geschmack und erfrischen uns im Hochsommer. Die Früchtchen stammen aus der Familie der Stachelbeergewächse und sind auch optisch ein Eyecatcher, weswegen sie gerne als Dekoration von Torten, Kuchen oder anderen Süßspeisen verwendet werden. Dabei sind die Beeren viel zu gut, um sie nur als Deko zu verwenden.

Kleine Vitaminbomben

Schwarze und rote Ribisel können in puncto Vitamin C-Gehalt mit den Zitrusfrüchten verglichen werden. Schwarze Ribisel haben einen höheren Vitamin C-Gehalt als die rote Sorte. Außerdem liefern Johannisbeeren Vitamin A und E sowie Ballaststoffe, die die Verdauung anregen. Die Früchte versorgen uns auch mit wichtigen Inhaltsstoffen wie etwa Kalium, Kalzium, Phosphor und Eisen.

Beeriges Glück im Sommer und Winter

Ab in den Garten und genießen: die süß-sauren roten Sommer-Perlen schmecken schon frisch vom Strauch hervorragend! Die schwarzen Vertreter der Johannisbeere enthalten etwas weniger Säure und haben ein leicht herbes Aroma. Die weißen Früchte hingegen sind mild-säuerlich und sehr aromatisch.
Wandert die Beere nicht direkt vom Strauch in den Mund, sondern in den Korb, lassen sich daraus wahre Köstlichkeiten zaubern. Wie beispielsweise Gelee und Marmelade. Selbst zur Weihnachtszeit kann man dann in den Genuss der sommerlichen Früchtchen kommen und die Marmelade für die Verarbeitung von Keksen gebrauchen. Man kann die Ribisel aber auch einfach einfrieren, nach Lust und Laune aus dem Tiefkühlschrank holen und sie das ganze Jahr über genießen.

Fruchtgenuss im Glas oder in der Schale

Äußerst beliebt ist auch der Ribisel-Saft: rote, schwarze und weiße Johannisbeeren sind dafür geeignet. Einfach mit Wasser aufkochen, den Saft durch ein Safttuch seihen und pro Liter Saft mit 400 g Zucker verrühren, kochen lassen und nur noch in Flaschen füllen. Verdünnt mit Wasser oder lieber mit spritzigem Mineralwasser sorgt der Saft für den idealen Frischekick! Ribisel sind übrigens auch in Kombination mit Milch ein Genuss. Dafür die gewaschenen Früchtchen zusammen mit Milch und etwas Honig pürieren.
Besonders gut machen sich die Beeren aber auch in der Schale: ob im Eisbecher, als Müsli- oder Obstsalat-Zutat – Gaumenfreude ist garantiert!

Süß-saure Mehlspeisen

Darf’s am Nachmittag zum Kaffee eine schmackhafte Mehlspeise sein? Ribisel-Kuchen mit Baiserhaube oder mit Streusel sind echte Klassiker.
Auch Ribisel-Torten mit Joghurt oder Topfen sind wahre Köstlichkeiten – die Beeren dazu entweder als Ganzes oder in pürierter Form zur Creme hinzufügen.

Beliebte Desserts

Wer jetzt schon richtig Lust auf Ribisel bekommen hat, aber für den noch nicht die richtige Idee dabei gewesen ist, wird vielleicht jetzt fündig. Denn aus den roten, schwarzen und weißen Früchtchen lassen sich die kreativsten Desserts zaubern. So etwa Rote Grütze mit Zimt, Beeren mit Mascarponehaube, ein Topfenauflauf mit Ribisel oder ein eisgekühlter Johannisbeersorbet. Der Kreativität in der Küche sind bekanntlich keine Grenzen gesetzt – wir wünschen guten Appetit!

Tags