Welcher Grill passt zu welchem Grillgut?

Wenn passionierte Grillmeister über ihr geliebtes kulinarisches Hobby zu fachsimpeln beginnen, kommt neben dem perfekten Grillgut so gut wie immer auch der dafür ideale Grill zur Sprache. Denn hinsichtlich der Frage, ob nun etwa auf einem klassischen Holzkohlegrill, mithilfe eines komfortablen Gasgrills oder durch den Einsatz eines modernen Holzpelletgrills die köstlichsten Grillspezialitäten gelingen, besteht alles andere als Einigkeit. Wir haben uns daher eine Reihe unterschiedlicher Modelle im Detail angesehen und wagen uns an eine Empfehlung, für welches Gericht diese am besten geeignet sein könnten.

Offenes Feuer

Für Grillpuristen ist beispielsweise der traditionelle Holzkohlegrill nach wie vor das Maß aller Dinge. Sie schätzen insbesondere das ursprünglich rauchige Grillaroma, das die über glühenden Kohlen und offenem Feuer gerösteten Grillleckereien annehmen. Wachsender Beliebtheit erfreut sich in unseren Breiten außerdem eine aus den USA stammende Version des Holzkohlegrills – der Smoker. Selbiger arbeitet mit einem Luftzugsystem, durch das das Grillgut von einem Barbecue-Rauch umschlossen und indirekt sanft gegart wird. Der Smoker ist perfekt für die Zubereitung von Spareribs, Hähnchen oder Pute geeignet, da das Fleisch in seinem Inneren saftig und zart bleibt. Außerdem besteht die Möglichkeit, dem Grillgut über sogenannte Räucherchips aus Zedern-, Apfel- oder Kirschholz eine zusätzliche aromatische Note zu verleihen.

Unkompliziert

Wer sich an der intensiveren Rauchentwicklung, die das Holzkohlegrillen mit sich bringt, stört, oder wem der Prozess des Anfeuerns zu mühsam ist, der sollte wiederum auf einen Gasgrill setzen. Ein solcher springt auf Knopfdruck an und erlaubt ein stufenloses Regulieren der Temperatur, die zudem auf einem nahezu konstant gleichbleibenden Level gehalten werden kann, wodurch Garzeit und -zustand einfacher abgeschätzt werden können. Ein Gasgrill ist daher die ideale Wahl für das Grillen von Fischen. Denn Fisch ist deutlich hitzeempfindlicher als Fleisch und sollte nicht länger als ca. 20 Minuten bei einer Temperatur zwischen 160 und 180 Grad gegrillt werden. Mit einem Gasgrill mit Temperaturanzeige lässt sich diese deutlich leichter einstellen und kontrollieren, was ein Austrocknen des Fischs verhindert und ihn außen knusprig und innen zart schmecken lässt.

Eine junge Frau mit blonden Haaren öffnet einen Holzpelletgrill im Garten und inspiziert das Grillgut

Modern

Eine konstante Grilltemperatur ist für das Gelingen von Bratwürsten ebenfalls von entscheidender Wichtigkeit. Grillfreunde, die zudem bei deren Zubereitung nicht auf ein elegantes Holzaroma verzichten möchten, sollten daher über die Anschaffung eines modernen Holzpelletgrills nachdenken. Diese können präzise, etwa über das Smartphone, gesteuert werden und ermöglichen ein gleichmäßiges Grillen. Darüber hinaus kann mit ihnen auch gegart, gebraten, geschmort und sogar gebacken werden.

Für Steakfreunde

Abschließend werfen wir noch einen Blick auf die Königsdisziplin der Fleischkultur: Ein saftiges Steak lässt das Herz jedes Fleischgourmets höherschlagen. Der Beefer wurde ausschließlich dafür konzipiert, um ein Steak in Vollendung grillen zu können. Die keramischen Hochleistungsbrenner arbeiten dafür exklusiv mit Oberhitze und erzeugen Temperaturen von über 800 Grad. Durch die dadurch in Gang gesetzten biochemischen Reaktionen erhält das Fleisch ein unvergessliches Aroma. Ferner bilden die Steaks außen eine knusprige Kruste aus, während sie innen eine butterweiche Konsistenz aufweisen. Die heruntertropfenden Fleischsäfte gehen dabei ebenfalls nicht verloren, sondern werden in einer Gastroschale aufgefangen und bilden anschließend die Basis für eine schmackhafte Sauce.

Ein Beefer-Hochleistungsofen hinter einem Glas Bier und einem rohen Steak auf einem Gartentisch
Autor: Stefan Kohlmaier, 06.05.2021