Gabalier versetzt Impfgegnern einen Tiefschlag

Das ist ein wirklich schwerer Schlag für die vereinigte Impfgegnerschaft des gesamten deutschsprachigen Raums. Andreas Gabalier hat sich, nachdem er zunächst in einem Interview bei uns Ende November eine Corona Impfung dezidiert ausschloss, nun doch für den Pieks entschieden. Dabei war man sich in diesen Kreisen so sicher, dass der Andi nicht umfallen, sondern vielmehr zu einer Ikone des Widerstands aufsteigen würde. Viele Schwurbler haben sich schon am Heldenplatz gesehen, gemeinsam Volks Rock-´n´-Roll-Lieder trällernd und sich vor Freude auf die belederhosten Schenkel klopfend.
Nur die ganz Schlichten klammern sich noch an den letzten Strohhalm und behaupten, dass ihr Andi von dunklen Mächten wie der WHO, Bill Gates oder Soros unter Druck gesetzt, wenn nicht gar erpresst wurde und nur unter der Androhung fürchterlichster Dinge letztlich nach heldenhaftem Kampf eingeknickt sei. Ich gebe ja zu, dass derartige Verschwörungstheorien dem Leben einen Sinn, eine Bedeutung, wenn nicht gar etwas Göttliches geben können. Aber ich muss euch enttäuschen: es ist viel simpler. Andreas Gabalier hat sich die Sache einfach nochmal überlegt und ist zu dem Schluss gekommen – und er sagt das ja auch in seinem Video – dass die Impfung der einzige Weg aus der Coronakrise ist.
Und das ist gut so. Denn natürlich ist Gabalier ein Meinungsbildner, einer auf dessen Urteil man etwas gibt. Durch sein „Ja zur Impfung“ wird die Bereitschaft zu selbiger noch einmal um ein paar Prozent ansteigen. So manche Partei wird sich im Übrigen demnächst auch überlegen müssen, wie sie aus dieser Impfverweigerer-Sackgasse rauskommt. Aber das ist eine andere Geschichte.
Die Zustimmung zur Impfung steigt ohnehin von Woche zu Woche an. Schließlich sind weltweit bereits mehr als 30 Millionen Menschen geimpft worden und – zur Enttäuschung mancher – nicht wie die Fliegen gestorben. Ja, und schon bald wird auch in Österreich jeder einen kennen, der geimpft wurde – und Gott sei Dank noch lebt.

Autor: Robert Eichenauer, 17.01.2021