Warum essen wir an manchen Tagen ununterbrochen?

Sind Sie auch manchmal „hyper-hungrig“ und essen pausenlos? Das kommt nicht von ungefähr, denn Essanfälle haben spezielle, wissenschaftlich belegte Ursachen, die uns alle ab und an begleiten.
Autor: Andreea Iosa, 09.10.2015 um 10:38 Uhr

Oft können wir uns selbst nicht verstehen, warum der Heißhunger nicht aufhören will, obwohl wir bereits den ganzen Tag schon mampfen. Besonders Frauen schieben das oft auf ihre Hormone (was aufgrund des Progesteron-Hormons häufig auch zutrifft), doch es sind oft ganz andere Ursachen, die unseren Hunger fördern.

Zu wenig Schlaf

Wer zu wenig schläft, fühlt sich am nächsten Tag sehr wahrscheinlich nicht nur müde, sondern auch hungrig und nimmt dann im Durchschnitt 248 Kalorien mehr zu sich als üblich. Auch greift man viel lieber zu Fast Food und Süßgetränken, wenn man müde ist. Wer ein chronischer Wenig-Schläfer ist, könnte Forschern zufolge schwer übergewichtig werden, da Stress die Balance der „Hunger-Hormone“ Ghrelin und Leptin stört, die für unser Sattheits- oder Hungergefühl zuständig sind.

Zu viele Kohlenhydrate

Wenn Sie in der Früh bereits mit großem Hunger aufstehen, überlegen Sie, was Sie letzten Abend gegessen haben. Wahrscheinlich eine große Menge an Kohlenhydraten, die Ihr Zuckerlevel hochgespusht hat. Kohlenhydrate bestehen aus kleinen Molekülen, die schnell verdaut und von der Leber in Zucker umgewandelt werden. Der Zuckerspiegel sinkt jedoch genauso rapide wie er ansteigt, was am nächsten Tag den Heißhunger auf Süßes begünstigt. Und schon werden wieder die Hunger-Hormone freigesetzt!

Hangover durch Party

Eine durchzechte Nacht verursacht nicht nur Kopfweh, sondern auch Heißhungerattacken. Studien zufolge senken schon drei Gläser Wein den Leptin-Spiegel, der normalerweise Hunger in Zaum hält.

Nicht genügend Wasser

Wer nicht genügend Wasser trinkt, missinterpretiert den Durst als Hunger. Bei Dehydration kann der Hypothalamus nicht mehr zwischen beiden unterscheiden, sodass wir oft zu einem Snack greifen, obwohl wir eigentlich durstig sind.