Die 10 schlimmsten Energie-Räuber im Alltag

Wer ständig müde ist, sollte seinen Tagesablauf genau beobachten – womöglich versteckt sich darin der eine oder andere Energiekiller.
Autor: Simone Reitmeier, 23.05.2022 um 13:42 Uhr

1. Schlechter Schlaf: Zu wenig oder zu viel

Nicht nur zu wenig, auch zu viel Schlaf kann Energie für den nächsten Tag rauben. Glaubt man jüngsten Studien, ist die optimale Schlafdauer für Erwachsene sieben Stunden pro Nacht. Das gilt als Mittelwert, manche kommen mit mehr oder weniger Schlaf aus – den idealen Wert ermittelt man zum Beispiel mit einem Schlaftagebuch. Wer seine individuell passende Zeit gefunden hat, sollte zudem darauf achten, eine Schlafroutine zu entwickeln. Das heißt: In etwa zur selben Zeit ins Bett gehen und Aufstehen.

2. Zucker: Süßes zum Frühstück

Donut, Nutella-Brot oder Schoko-Müsli geben dem Körper am Morgen zwar schnell Energie – dieser Zustand hält aber nur wenige Stunden an. Dann folgt das Tief mit Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Besser ist ein ausgewogenes Frühstück mit Vollkornbrot, Haferflocken, Obst, Käse und Ei.

Süßes zum Frühstück | Credit: iStock.com/Eivaisla

3. Zu viel Koffein und/oder Energydrinks

Ähnlich wie Süßes helfen Kaffee und Energydrinks schnell mit einem Energieschub aus, dieser hält jedoch nicht lange an und es folgt verstärkte Müdigkeit. Zudem wirkt sich der hohe Koffeingehalt auf die Schlafqualität und den Blutdruck aus. Medizinischen Studien zufolge verträgt ein Erwachsener über den Tag verteilt 400 mg Koffein, das sind in etwa vier Tassen Kaffee. Mehr sollten es nicht sein.

4. Zu wenig Wasser oder Nahrung

Zu wenige oder falsche Nahrungsmittel sowie zu wenig Wasser können sich negativ auf das Energielevel auswirken. Pro Tag braucht ein erwachsener Mensch in etwa 1.700 bis 2.300 Kilokalorien – je nach Geschlecht, Alter, Gewicht und Energieverbrauch. In punkto Wasser sollte man versuchen, pro Tag zwei bis drei Liter zu sich zu nehmen, damit der Körper ausreichend versorgt ist. Vermeiden oder auf ein vernünftiges Maß reduzieren sollte man Fertigprodukte, Soft Drinks, Fast Food, verarbeitetes Fleisch, Kohlenhydrate und Süßigkeiten.

Wasser mit Geschmack | Credit: iStock.com/tbralnina

5. Zu wenig Bewegung

Wer während der Arbeit lange sitzt oder in einer bestimmten Position verharrt, signalisiert dem Körper, dass eine Ruhephase vorliegt. Die Folge: Man wird müde. Am besten steht man regelmäßig auf, streckt sich ordentlich durch und dreht in der Mittagspause eine kurze Runde im Freien oder durch das Büro. Regelmäßiger Sport (mindestens 2-mal die Woche) vor oder nach der Arbeit regt zudem Kreislauf, Durchblutung und Stoffwechsel an.

6. Ständiges Grübeln: Das Gedankenkarussell

Reicht das Geld? Bin ich im Job gut genug? Schafft mein Kind die Matura? Hätte ich dies oder das besser nicht gesagt/getan? Wer sich ständig mit Sorgen, Ängsten, Befürchtungen und schlechtem Gewissen herumschlägt, braucht immens viel Energie. Das kann mitunter zu Erschöpfungszuständen, chronischen Verspannungen und diffusen Schmerzen führen. Tipp: Hinterfragen Sie Probleme, versuchen Sie Lösungen zu finden, probieren Sie Entspannungstechniken aus und wenn nichts davon hilft, ziehen Sie einen Arzt zu Rate.

7. Dauerstress und Zeitdruck

Steht man ständig unter Strom und/oder kämpft man regelmäßig gegen Überlastung, sind Energie und auch Motivation in kürzester Zeit zunichte. Erschöpfung macht sich trotz ausreichend Schlaf und gesunder Ernährung breit. Dem kann man mit To-do-Listen, Pausen und Prioritäten setzen entgegenwirken.

Zu viele Aufgaben, zu viel Stress | Credit: iStock.com/grinvalds

8. Langeweile

Nicht nur ein Burn-out-, auch ein Bore-out-Syndrom ist ein echter Energiefresser. Wer im Job jeden Tag das Gleiche macht und auch im Privatleben mit Langeweile konfrontiert ist, sollte schleunigst probieren, diese Routinen zu durchbrechen. Bitten Sie im Beruf um neue Aufgaben und probieren Sie neue Hobbies aus – das wirkt wahre Wunder gegen ein Bore-out.

9. Prokrastination

Unliebsame Aufgaben ständig aufzuschieben, nagt am Energiehaushalt, denn die „To-dos“ geistern ständig in Hinterkopf herum. Gegen „Aufschieberitis“ gibt es zwei Rezepte: Entweder versucht man, Unerledigtes mit etwas Spaßigem zu verbinden oder „Augen zu und durch“. Danach fühlt man sich garantiert besser.

Prokrastination | Credit: iStock.com/Pheelings Media

10. Multitasking

Mehrere Dinge gleichzeitig machen zu können, gilt heutzutage als Talent. In Wahrheit wird das Gehirn dabei aber enorm strapaziert, man wird schneller müde und in der Regel unproduktiv. Daher gilt: Fertigen Sie To-do-Listen an, erledigen Sie Aufgaben der Reihe nach und setzen Sie Prioritäten.