6 unglaubliche Effekte! Singen macht gesund

Umfragen zufolge wird am häufigsten und liebsten im Auto und unter der Dusche gesungen, auch von Menschen, die sich selbst nicht unbedingt als musikalisch bezeichnen würden. Und das ist auch gar nicht ausschlaggebend. Entscheidend sind vielmehr die positiven Effekte, die Singen auf unsere körperliche und seelische Gesundheit hat. Hier sechs gute Gründe, Singen zu einem täglichen Ritual zu machen!

1. Stärkt das Immunsystem

Der amerikanische Forscher Robert Beck konnte nachweisen, dass Singen das Immunsystem stärkt. Wer täglich ein paar Lieder singt, kann demzufolge sogar Erkältungen und Infektionen vorbeugen.

2. Sorgt für inneres Gleichgewicht

Schnelllebigkeit, künstliches Licht und unregelmäßige Ess- und Schlafgewohnheiten können den Organismus aus dem Lot bringen. In seinen Studien konnte Prof. Dr. Maximilian Moser zeigen, dass Singen dabei hilft, sein inneres Gleichgewicht wiederzufinden. Das Um und Auf dabei ist die Atemtechnik. Vokaltöne etwa bewirken, dass man tiefer atmet sowie die Atemzüge pro Minute von 16 - 20 auf 2 - 6 verringert. Ideal, um nach stressigen Tagen zur Ruhe zu kommen.

3. Kräftigt das Herz

Vokaltöne oder Mantra-Singen haben eine positive Auswirkung auf unsere Atemfrequenz. Untersuchungen ergaben, dass allein durch den gleichmäßigen Laut „Aaaah“ die Schwingungen der Herzfrequenz gesteigert werden können. Ein kleines Wort mit großer Wirkung, bedenkt man, dass Herzinfarkte und Schlaganfälle letztlich durch einen Mangel an Schwingungen im Herzen verursacht werden!

Mit Hilfe der richtigen Technik lässt sich das Stimmvolumen deutlich verbessern | Credit: iStock.com/rtem Ermilov

4. Fördert soziale Kompetenz

Dass Singen insbesondere die emotionale Intelligenz und soziale Fähigkeiten fördert sowie Aggressionen und damit Gewaltbereitschaft mindert, lässt sich am Beispiel von Kindern belegen. Einen Zusammenhang konnten die Hirnforscher und Neurobiologen Prof. Joachim Bauer und Prof. Gerald Hüther aufzeigen. Letzterer ist überzeugt: „Wer die natürliche Fähigkeit zu singen, nicht entwickeln könne, habe definitiv Nachteile im Leben."

5. Schützt vor Demenz

Bei Erwachsenen wiederum hilft Singen, geistig fit und lernfähig zu bleiben. Auch bei der Behandlung von Demenzkranken und Schlaganfall-Patienten mit Sprachverlust wurden durch Singunterricht zahlreiche positive Effekte erzielt.

6. Fördert das Selbstbewusstsein

Der Soziologe und Psychologe Karl Adamek sah im Singen einen Weg zur Selbsterkenntnis. Er war überzeugt: Durch Singen werden das Selbstbewusstsein und die Intuition gefördert und damit die Problemlösungskompetenz gestärkt.

Kleines Gesangstraining

Für all diejenigen, die Lust bekommen haben, durch Gesangstraining ihre Atemtechnik und ihren stimmlichen Ausdruck zu verbessern, ein paar kleine Übungen:

  • Zwerchfelltraining: Abwechselnd schnelles Wiederholen von p, t, k und f, s, sch
  • Hecheln: Unverkrampft die Zunge rausstrecken und gsch, gsch, gsch wiederholen (als wollte man jemanden verscheuchen)
  • Lippenflattern: Nachahmen eines Autos, Rasenmähers oder Hubschraubers
  • Aufwärmen der Stimme: Kinderlieder summen oder Mantras wie OM, A-U-M oder SRI RAM JAI singen

Zur Autorin

Mit Hingabe studiert Valentina Ammerer Philosophie in Salzburg. Und nicht nur das! Als Ausgleich hat die Studentin das Singen entdeckt - und damit die wunderbare Welt der Musik und ihrer heilsamen Wirkung. In ihren Beiträgen für www.weekend.at gibt sie ihre Tipps und Empfehlungen an unsere Leserinnen und Leser weiter.

Autor: Valentina Ammerer, 01.06.2021