Schulstart: Was Kinder jetzt brauchen

Wer seinen Kindern den Schulstart erleichtern will, vertraut auf das Zusammenspiel folgender Faktoren. Denn meist liegt es an einem oder mehreren von ihnen, wenn es zu Lernproblemen und schlechten Noten kommt.
Autor: Ute Daniela Rossbacher, 25.08.2022 um 14:26 Uhr

Jedes dritte Kind über zehn Jahren in Österreich leidet stark unter Stress, bis zu 25 Prozent der Schülerinnen und Schüler gehen ohne Frühstück in die Schule, mit durchschnittlich knapp acht Stunden schlafen heimische Kinder und Jugendliche um eine Stunde zu wenig, um morgens völlig ausgeruht zu sein. Müdigkeit, Gereiztheit, Mangelerscheinungen und akuter Leistungsabfall können die chronischen Begleiterscheinungen sein.

Zu den Ursachen für diese Entwicklung zählt häufig Überforderung infolge unrealistischer Zielsetzungen auf Seiten aller Beteiligten. Umso wichtiger ist es daher, Kinder unterstützend durch den schulischen Alltag, der ohnehin bereits von vielfältigen Eindrücken und Herausforderungen geprägt ist, zu begleiten.

So wird die Schule zum Erfolg

Die folgenden Tipps und Hilfestellungen halten die Lernkurve und -motivation hoch, fördern die mentale und körperliche Gesundheit von Kindern und Jugendlichen und entlasten am Ende auch die Eltern.

Gezielte Vorbereitung

Schneller und effektiver voran kommen jene, die um ihre Stärken und Schwächen beim Lernen wissen. Etwa, was man tun muss, um sich das Erlernte besonders gut einzuprägen, in welcher Umgebung oder unter welchen Voraussetzungen man leichter lernt oder welche Aussichten einen motivieren, sich zu überwinden bzw. dranzubleiben.

Wie man das alles am besten herausfindet? Im Rahmen eines Lernturbos oder eines Lerntechnik-Seminars, wie sie zum Beispiel das LernQuadrat zusätzlich zu seinen Nachhilfekursen anbietet. Eltern und ihre Kinder bekommen praktische Tipps und Tricks, nach denen sich der Schulalltag konstruktiv gestalten lässt, Lernziele realistisch definieren und mögliche Probleme rechtzeitig eindämmen lassen.

Junge schreibt im Unterricht mit | Credit: iStock.com/BrianAJackson

Nachhaltige Nachhilfe

Zeigt sich, dass die Lernerfolge leichter mit Nachhilfe erreicht werden können, ist es wichtig, sich an Profis zu wenden, die sie individuell an die Bedürfnisse des Kindes oder Jugendlichen anpassen können und dazu im Vorfeld im Rahmen eines Beratungsgesprächs die wichtigsten Punkte abklären, um gemeinsam eine zielführende und erfolgversprechende Lösung zu finden.

Wichtig ist es, die Nachhilfe regelmäßig in Anspruch zu nehmen, um einen dauerhaften Erfolg zu erzielen. Vor allem sollte man mit der Entscheidung nicht zu lange warten, sondern eher früher als später aktiv werden.

Gesunde Ernährung

Bedenkt man, dass die Ernährung unser persönlicher Treibstoff ist, der uns am Laufen hält, motiviert es umso mehr, seinem Körper und Geist alle erforderlichen Nährstoffe zuzuführen, die für die nötige Leistungsfähigkeit sorgen. Das gilt einmal mehr für Kinder im Wachstum. Obst und Gemüse sollten täglich auf dem Speiseplan stehen. Nüsse als Snacks zwischendurch fördern Nervenstärke und Konzentrationsfähigkeit.

Mädchen und Junge bei der gemeinsamen Schuljause | Credit: iStock.com/Maryna Andriichenko

Genügend Flüssigkeit

Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren sollten mindestens 1 bis 1,5 Liter trinken – bei sommerlichen Temperaturen oder körperlicher Anstrengung entsprechend mehr. Der Einfluss von Flüssigkeitszufuhr auf den Lernerfolg kann gar nicht hoch genug bewertet werden, fördert er unmittelbar und direkt Konzentrations- und Leistungsfähigkeit.

Wasser bzw. Mineralwasser wirken auf das Gehirn, das immerhin zu 75 Prozent aus Wasser besteht, wie ein Energieturbo, vor allem, wenn es regelmäßig über den Tag verteilt getrunken wird. Wem geschmacklich nach Abwechslung ist, der behilft sich am besten mit frischen Früchten, die sich - gefroren in Eiswürfelform - als kleiner Erfrischungskick eignen.

Mädchen trinkt ein Glas Wasser | Credit: iStock.com/fizkes

Gesunder Schlaf

Im Schnitt schlafen Österreichs Kinder pro Nacht knapp acht Stunden – nicht genug aus Sicht von Expertinnen und Experten, vor allem, wenn der Schlaf durch Smartphone-Nutzung, hohen Fernsehkonsum oder schwere Kost unmittelbar vor dem Zu-Bett-Gehen erschwert wird.

Um sich während der Nachtstunden zu erholen und neue Kräfte zu tanken, sind neun Stunden Schlaf optimal. Unterstützung für die ungestörte Nachtruhe sind Rituale, die das Einschlafen erleichtern: Vor dem geöffneten Fenster noch ein paar Mal tief ein- und ausatmen, ein paar Seiten lesen oder die Höhepunkte des Tages in einem Tagebuch festhalten sorgen ebenso für eine ruhige Nacht wie das völlige Abdunkeln des Raumes. Smartphones oder störende Lichtreflexe elektronischer Geräte sollten möglichst nicht auf Höhe des Kopfes liegen.

Mutter deckt ihre schlafende Tochter zu | Credit: iStock.com/fizkes

Ausreichend Bewegung

Wer sich täglich wenigstens 30 bis 45 Minuten an der frischen Luft bewegt, erweist auch seiner Gedächtnis- und Konzentrationsleistung einen Bärendienst.

Kinder beim Herumtollen vor herbstlicher Kulisse | Credit: iStock.com/evgenyatamanenko

Gutes Licht und günstigen Standort

Für optimale Lernergebnisse sind Lichtverhältnisse förderlich, die weder blenden noch zu düster wirken. Leistungshemmend sind einsame Lichtinseln, die von Dunkelheit umgeben sind. Für warme Lichtakzente sorgen Deckenfluter, die Räume optimal ausleuchten und für ein wohltuendes Spiel von Licht und Schatten sorgen.

Nicht zu unterschätzen sind auch die Sitzposition und der Blickwinkel in der persönlichen Arbeitsumgebung. Mit dem Rücken zur Wand sitzt es sich buchstäblich sicherer. Ausgerichtet sollte der Schreibtisch rechtwinkelig zum Fenster sein – das ermöglicht einem immer auch noch einen Seitenblick auf die Straße oder ins Grüne. Wer dazu das Seine im Kinderzimmer beitragen will, bekommt hilfreiche Tipps im LernQuadrat.

Schülerin während des Unterrichts | Credit: iStock.com/Ridofranz

Kleine Belohnungen

Gerade, wenn die nachmittäglichen Lerneinheiten etwas Überwindung kosten, ist es motivationssteigernd, wenn man sich auf eine Belohnung zwischendurch freuen kann, etwa, nachdem man seine Mathematikaufgaben fertig gemacht oder die Vorbereitung auf die mündliche Prüfung abgeschlossen hat. Das kann von einer Süßigkeit bis zum Hören des Lieblingssongs reichen.

Mädchen hört via Kopfhörer Musik | Credit: iStock.com/Deagreez

Ungestörte Pausen

Was bei dem noch so gut organisierten Lernpensum auf keinen Fall fehlen sollte? Die Pausen! Sie helfen, seinen Kopf auszulüften, die Muskeln zu lockern und seine Augen ein wenig auszuruhen. Deshalb sollten dafür unbedingt der Arbeitsplatz verlassen werden, der Raum stoßgelüftet und die Jause – möglichst ohne Ablenkung durch Handy und Co. – Bissen für Bissen genossen werden. Ideal ist die Phase auch, um sich im Freien die Beine zu vertreten.

Junges Mädchen beim Laufen | Credit: iStock.com/Hakase_

Lerngruppen

Nicht jede und jedem ist es gegeben, im stillen Kämmerchen über Stunden konsequent alleine Aufgaben zu machen und sich auf Schularbeiten vorzubereiten. Eine Lerngemeinschaft mit anderen zu bilden – unterstützt durch eine WhatsApp-Gruppe – und sich beispielsweise einen Nachmittag in der Woche zu treffen kann die Freude am Lernen fördern. Welche spielerischen Akzente außerdem dazu beitragen, verrät das LernQuadrat in seinen Tipps.

Mehrere Schülerinnen und Schüler beim gemeinsamen Lernen | Credit: iStock.com/SbytovaMN