Grippesaison 2020/2021: Die wichtigsten Infos

Dass wir Eltern unsere Kinder in diesen Tagen mit einem guten Gefühl in Schule und Kindergarten schicken, könnte man nicht behaupten. Zumal in Herbst und Winter nun ohnehin Schnupfennasen häufiger werden und, sobald der Winter mal so richtig läuft, auch die Grippe wieder vor der Tür steht und drohend anklopft.

Kein guter Zeitpunkt für die Grippewelle

Selbst in normalen Zeiten ist eine Grippe bzw. ein grippaler Infekt für die Kinder unangenehm und für die Eltern lästig. Vor allem aber sind die Kids – nachgewiesenermaßen – ein großer Faktor in der Verbreitung des Influenza-Virus. Und wenn wir im Corona-Winter 2020/21 eines genau nicht brauchen können, sind das zusätzliche Grippe-Fälle vor allem bei den Risikogruppen, als bei älteren Menschen und solchen mit Vorerkrankungen.

Viele kommen recht glimpflich davon, liegen vielleicht ein paar Tage flach, aber kaum mehr. Vor allem ältere Menschen sind hingegen oft diejenigen, die es ausbaden müssen. Umso wichtiger ist es, zur Covid-Plage nicht auch noch ein Grippe-Hoch kommen zu lassen.

Nachfrage steigt

Obwohl die Influenza-Impfungen im kostenfreien Kinderimpfprogramm zusätzliche Kontingente zu regulär in Österreich verfügbaren Impfstoffdosen darstellen, muss befürchtet werden, dass die Nachfrage an Influenza-Impfstoffen bei Kindern höher als das Angebot ist“, sind sich die Experten des Gesundheits- und Sozialministeriums im Klaren. Österreich gehört traditionell zu den Grippe-Impf-Muffeln, aber heuer deutet sich eben schon früh an, dass dies 2020 anders ist.

Für den bestmöglichen Schutz werden erstmals grippegeimpfte Kinder zweimal im Abstand von vier Wochen geimpft, idealerweise einmal im Oktober und einmal im November, sodass der Schutz rechtzeitig wirkt. Das Ziel ist, möglichst viele Kinder zumindest mit einer Dosis zu versorgen. Grund: Nach erfolgter Erstimpfung reicht in den nächsten Jahren eine Dosis pro Jahr aus.

Effektiver Schutz

„Modellrechnungen ergaben, dass bereits eine 20-prozentige Durchimpfung von Schulkindern mit einem besseren Gemeinschafts-Schutz vor schwerem Verlauf durch Influenza für über 60-Jährige einhergeht als eine Impfung von 90% von Seniorinnen und Senioren“, betont das Ministerium: „Dies ist insbesondere in der Influenza-Saison 2020/2021 von hoher Wichtigkeit, um eine Reduktion von hospitalisierten Influenzapatienten in Zeiten der COVID-19-Pandemie zu erreichen und damit die Belastung des Gesundheitssystems zu reduzieren, Co-Infektionen zu vermeiden und Diagnosen zu erleichtern.“

Das heißt: Eine Grippe-Impfung für Kinder schützt vor allem ältere Mitmenschen und solche mit einem angeschlagenen Immunsystem.

Autor: Philipp Eitzinger , 28.09.2020