So können Männer die Wechseljahre umgehen!

Anders als beim weiblichen Geschlecht ist der Wechsel bei Männern noch immer ein Tabuthema und das „Klimakterium virile“ wird totgeschwiegen. Während die weibliche Hormonproduktion relativ rapide abnimmt, schleicht sich dieser Prozess bei Männern langsam an, sodass Beschwerden nicht eindeutig in Erscheinung treten.

Ähnlich wie bei Frauen

Das männliche Geschlecht bleibt zwar bis ins hohe Alter zeugungsfähig, doch vor einer Abnahme der Libido, Erektionsstörungen, Leistungs- und Motivationsverlust, Stimmungsschwankungen, Schweißausbrüche, Nervosität und Depression bleit kein Mann verschont. Auch körperliche Veränderungen kommen ans Tageslicht, wie die Zunahme der Fett- und Abnahme der Muskelmasse sowie Haarausfall. Grundsätzlich sind viele Symptome denen der Frauen sehr ähnlich.

Die rebellische Midlife Crisis

Aus dieser Belastung heraus tritt auch die berühmte „Midlife Crisis“ zwischen 40 und 50 Jahren ein, die vielmehr mit Männern als mit Frauen in Verbindung gebracht wird, obwohl sie beide Geschlechter betrifft. In dieser Phase haben sie das Gefühl, alles bereits erlebt zu haben und keinen Höhepunkten mehr entgegenzulächeln – so, als würde das Leben von nun an bergab gehen. Torschlusspanik ist dabei kein Einzelfall und führt viele Männer dazu, zu rebellieren, Gefahren einzugehen und sich zwanghaft wieder jung zu fühlen. Die generelle Unzufriedenheit nährt den Drang, das Leben wieder auf den Kopf zu stellen.

Dagegen kann man(n) etwas tun!

Grund für die Andropause ist der absinkende Testosteronspiegel, den Männer jedoch mit einem besseren Lebensstil verbessern können. Neben einer eiweißreichen und zuckerarmen Ernährung, hilft auch regelmäßiges Ausdauer- und Krafttraining, die negativen Konsequenzen gering zu halten. Sex bewirkt ebenfalls eine rege Produktion des männlichen Hormons, sollte daher nicht vermieden werden, auch wenn die Lust oft fehlt. Alkohol sollte jedoch vermieden werden, denn dieser senkt den Testosteronspiegel bereits bei geringsten Mengen.

Auch Frauen können umgehen!

Natürlich gibt es auch für das weibliche Geschlecht Abhilfe, denn auch sie können ihre Wechseljahre umgehen, ohne dabei auf eine künstliche Hormonersatztherapie zurückzugreifen, die ihr Krebsrisiko erhöhen könnte. Wie auch bei den Männern ist ein gesunder Lebensstil vonnöten sowie eine phytoöstrogenhaltige Ernährung. Vor allem Sojabohnen, Sonnenblumen- und Kürbiskerne, Hülsenfrüchte, Salbei, Vollgetreide sowie Bier und Wein enthalten die „weiblichen“ Hormone. Weiter sollten Frauen Gemüse und Obst wie Brokkoli, Oliven, Erbsen, Bohnen, Erdbeeren und Cranberry in ihren Speisen einbeziehen.

Autor: Andreea Iosa, 18.04.2017