Der richtige Umgang mit fettiger Haut

Viele Menschen kämpfen tagtäglich mit der Tatsache, dass ihre Haut einen übermäßigen Fettfilm bildet. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern kann auch zu unreiner Haut und Entzündungen führen. Wer unter fettiger Haut leidet, sollte sich umso sorgfältiger um eine gute Pflege kümmern. Wie das im Detail aussieht und was die besten Mittel gegen fettige Haut sind, erfahren Sie hier.
Autor: Weekend Online, 07.09.2022 um 13:22 Uhr

Warum haben manche Menschen besonders fettige Haut?

Dafür gibt es mehrere Gründe. Oft ist es eine Frage der genetischen Veranlagung, aber auch hormonelle Veränderungen können zu einer Überproduktion von Talg (hauteigenen Ölen) führen. Dies ist zum Beispiel während der Pubertät oder einer Schwangerschaft der Fall. Außerdem können bestimmte Medikamente wie die Antibabypille eine ähnliche Wirkung haben.

Die Überproduktion von Talg begünstigt auch die Bildung von Mitessern und Pickeln. Der Talg vermischt sich mit abgestorbenen Hautzellen und Schmutz und verstopft die Poren. In der Folge können sich Bakterien unkontrolliert vermehren und zu Entzündungen der Haut führen.

Wann sollte ich meine Haut untersuchen lassen?

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Haut fettiger ist als sonst, sollten Sie sie unbedingt von einem Dermatologen untersuchen lassen. Dasselbe gilt, wenn die Veränderungen von anderen Symptomen wie Rötungen, Juckreiz oder Mitessern begleitet werden. Sie können ein Anzeichen für Hauterkrankungen wie Akne sein. Für eine erste Hautanalyse können sie dabei auch auf die Angebote von Online-Dermatologen wie FORMEL Skin zurückgreifen.

Die richtige Pflege für fettige Hauttypen

Die Pflege von fettiger Haut erfordert etwas mehr Geduld und Regelmäßigkeit als die anderer Hauttypen. Aber es lohnt sich, denn nur eine gut gepflegte Haut kann auf Dauer wirklich schön und gesund werden.

Die Reinigung ist das A und O, wenn es um die Pflege fettiger Haut geht. Es ist wichtig, das Gesicht zweimal am Tag, morgens und abends, zu reinigen. Hierfür eignen sich am besten milde Reinigungsprodukte, die die Haut nicht zusätzlich reizen. Besonders geeignet sind Reinigungsmilch oder -gel. Auf Seife sollten Sie verzichten, da diese die Haut zu sehr austrocknet und so die Talgproduktion noch mehr anregt.

Nach der Reinigung sollte ein sogenanntes Tonic verwendet werden, das die Poren wieder verschließt und den pH-Wert der Haut ausgleicht. Danach können Sie eine Pflegecreme auf Ihr Gesicht auftragen. Am besten verwenden Sie eine leichte Tagescreme mit wenig Fettgehalt am Morgen. Am Abend können Sie eine etwas reichhaltigere Nachtcreme verwenden. Auch wenn es nicht so schneit, benötigt auch fettige Haut eine Feuchtigkeitspflege – die Haut gleicht den Feuchtigkeitsverlust durch eine erhöhte Talgproduktion aus.

Neben der Reinigung und Pflege ist bei fettiger Haut auch ein regelmäßiges Peeling wichtig. Es entfernt abgestorbene Hautzellen und sorgt dafür, dass die Poren nicht so leicht verstopfen.

Medizinische Wirkstoffe gegen fettige Haut

Der am häufigsten verwendete Wirkstoff gegen fettige Haut ist Salicylsäure. Sie hat eine entzündungshemmende Wirkung und hilft der Haut, abgestorbene Zellen leichter abzustoßen. Die Folge: Die Poren werden und die Haut erscheint weniger glänzend. Am besten verwenden Sie zunächst Produkte, die nur eine geringe Konzentration an Salicylsäure enthalten, da der Wirkstoff recht aggressiv sein kann. Wenn die Haut dies nicht gut verträgt, sollten Sie auf ein Produkt mit einer geringeren Konzentration umsteigen oder die Anwendung ganz einstellen.

Ein weiterer häufig verwendeter Wirkstoff ist Zink. Es hat eine talgregulierende Wirkung und hilft so, die Fettigkeit der Haut zu reduzieren. Außerdem hat es eine entzündungshemmende Wirkung und ist daher auch zur Behandlung von Pickeln geeignet.

Retinol ist ein weiterer wirksamer Wirkstoff gegen fettige Haut. Er hat einen Peeling-Effekt und hilft der Haut, sich schneller zu erneuern. Dadurch werden abgestorbene Hautzellen entfernt und die Poren weniger verstopft.

Wenn Sie sehr fettige Haut haben, können Sie auch Produkte verwenden, die Azelainsäure enthalten. Diese Substanz hat eine antibakterielle Wirkung und hilft, die Talgproduktion zu reduzieren.

Wie wichtig sind Lifestyle und Ernährung bei fettiger Haut?

Neben der richtigen Hautpflege sind auch eine gesunde Lebensweise und eine ausgewogene Ernährung wichtig für fettige Haut. Zigarettenrauch, Umweltverschmutzung und zu viel Sonnenlicht können die Haut schädigen und sie anfälliger für Unreinheiten machen. Daher sollten Sie diese Dinge so weit wie möglich vermeiden.

Eine ausgewogene Ernährung ist ebenfalls wichtig für die Gesundheit Ihrer Haut. Der Verzehr von viel Obst und Gemüse hilft, die Haut mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen zu versorgen. Außerdem sollten Sie ausreichend Wasser trinken, da dies hilft, Giftstoffe aus dem Körper zu schwemmen.

Wenn Sie sehr fettige Haut haben, sollten Sie auf Lebensmittel verzichten, die viel Fett oder Zucker enthalten. Diese können die Talgproduktion anregen und die Haut noch fettiger machen. Milchprodukte, frittierte Lebensmittel und Süßigkeiten sollten daher nur in Maßen konsumiert werden.

Zum Schluss sollten Sie darauf achten, dass Sie ausreichend schlafen. Das gibt Ihrer Haut Zeit, sich zu regenerieren, und hilft, Stress abzubauen, der ebenfalls Unreinheiten auslösen kann.