Luxus Limited: Kitzbühel will Reichen den Strom abdrehen

Beheizte Pools, Dauerbeleuchtung und andere Strom-Verschwende-Späßchen sind – gerade jetzt – alles andere als lustig. Geht es nach der Kitzbüheler Stadtregierung, soll den Luxus-„Energieräubern“ der Stecker gezogen werden.
Autor: Conny Engl, 08.09.2022 um 15:00 Uhr

Luxus-Immobilien gibt es im Nobel-Skiort Kitzbühel in Tirol wie Sand am Meer. Beheizte Einfahrten, Pools und Dachrinnen sind hier keine Ausnahmen. Gegen diese enorme Stromverschwendung – gerade im Winter –  will Bürgermeister Klaus Winkler nun vorgehen.

Es kann nicht sein, dass die normalen Bürger Strom einsparen müssen, wo es nur noch wenig Einsparpotenzial gibt, und andere vergeuden die Energie. – Bürgermeister Klaus Winkler (ÖVP) gegenüber der „Tiroler Tageszeitung“

Externe Experten sollen helfen

Wie genau die Stromeinsparungs-Maßnahmen für Reiche aussehen soll, ist noch nicht klar. Kitzbühel will nun einen Plan erstellen und prüft derzeit rechtliche Möglichkeiten. Außerdem hole man sich auch externe Hilfe: „Wir werden ein professionelles Energie-Management beauftragen“, so Winkler. Schon diesen Winter könnte sich der Luxus-Urlaub für Touristen als auch für Zweitwohnbesitzer nicht mehr ganz so luxuriös anfühlen.

Im Rahmen eines Energie-Gipfels im Rathaus ging es auch noch um weitere Einsparungsmöglichkeiten bei verschiedensten Betrieben und im öffentlichen Raum. Besprochen wurde etwa, mehr Photovoltaikanlagen zu errichten oder mehr Energie aus biologischen Abfällen zu gewinnen.