Häufiges Händewaschen: 6 Tipps für schöne Hände

Unsere Hände sind vielen äußerlichen Einflüssen ausgesetzt, werden tagtäglich beansprucht und schnell in Mitleidenschaft gezogen. Kein Wunder, denn unsere Haut am Handrücken ist besonders dünn und besitzt nur wenig Fettgewebe in der Unterhaut, wodurch sie besonders empfindlich ist.

Neben Kälte, Hitze, Heizungsluft und UV-Licht werden unsere Hände aufgrund der aktuell verstärkten Hygienemaßnahmen - ständiges Händewaschen mit Wasser und Seife sowie Desinfizieren - extrem trocken und rissig. Oft kommt noch eine Röte oder ein Brennen an den trockenen Stellen hinzu, weil Ihre Hände gereizt sind. Grund: Ihre natürliche Hautschutzbarriere ist strapaziert, und die Feuchtigkeitsreserven dieser Hautpartie sind erschöpft. Mit der richtigen Handpflege wie feuchtigkeitsspendenden Handcremes, Masken und Co. kann die Haut wieder mit Feuchtigkeit versorgt werden. Dem Austrocknen Ihrer Hände können Sie effektiv vorbeugen, in dem Sie regelmäßig auf eine optimale Handpflege achten.

Die Extraportion Pflege

Noch vor Anzeichen möglicher Hautschäden sollten Sie Ihre Hände pflegen. Dabei sollten Sie bei der Handpflege Ihre Fingernägel nicht vergessen. Pflegen Sie nämlich Ihre Nägel mit, verhornt die Nagelhaut nicht so stark, die Nägel reißen nicht so schnell ein und sind allgemein fester. Massieren Sie dafür die Handcreme - alternativ eignen sich auch Nagelöle - auf die Haut, die Nägel und Nagelränder ein. Eine gute Handcreme sollte Folgendes beinhalten:

  • Kamillenextrakt: Beruhigt die Haut.
  • Feuchthaltestoffe wie Glycerin und Urea: Binden Feuchtigkeit und erhöhen die Elastizität der Haut.
  • Olivenöl und Sheabutter: Liefern Fettsäuren, die unser Haut regenerieren.

6 Tipps zur ausgewogenen Handpflege

Weitere Dinge, die unsere Hände schonen:

1. Handschuhe

Tragen Sie beim Hausputz oder bei der Gartenarbeit immer Handschuhe, damit Ihre Hände vor sämtlichen Inhaltsstoffen - wie jenen in Putzmitteln - geschützt werden, und die Nägel nicht einreißen.

2. Lauwarmes Wasser

Waschen Sie Ihre Hände nie mit heißem, sondern mit lauwarmem Wasser. Ersteres entzieht der Haut Fett und Feuchtigkeit. Zudem zerstört ständiges Händewaschen mit Seife die schützende Fettschicht der Hände. Zur optimalen Handpflege verwenden Sie lieber pH-neutrale Seife oder Waschöle.

3. Peeling

Für ein angenehmes Hautgefühl und die optimale Pflege sorgen Handpeelings. Dabei werden trockene Hautschuppen entfernt. Besonders bei spröder Haut bewirkt ein Peeling wahre Wunder. Cremen Sie danach Ihre Hände dick ein, damit sie nicht austrocknen.

4. Verwöhnmaske

Balsam für Ihre Hände sind auch eine Handmaske und ein Handbad. Sie verringern raue und rissige Stellen und geben der Haut ausreichend Pflege.

5. Massage

Gönnen Sie sich eine Handmassage. Handmassagen fördern die Durchblutung und geben Ihnen danach ein angenehmes Gefühl.

6. Pflege anpassen

Je nach Jahreszeiten sollten Sie nicht nur Ihre Gesichtspflegeprodukte überdenken und anpassen, sondern auch bei der Handpflege die äußeren Umstände wie Wetter und Temperatur berücksichtigen. Greifen Sie im Winter eher zu fetthaltigeren Handcremes als im Sommer.

Allgemeiner Tipp: Tagsüber eignen sich am besten Handcremes, die schnell einziehen und einen Lichtschutzfaktor beinhalten. Nachts ist eine reichhaltige Handpflege optimal.

Rezept für eine DIY-Handcreme

Zutaten

  • 150 g Kokosöl
  • 100 g Kakaobutter
  • 20 g Sheabutter
  • 50 ml Mandelöl
  • 2 EL Speisestärke

Anleitung

Erhitzen Sie das Kokosöl, die Kakaobutter, die Sheabutter und das Mandelöl im Wasserbad und warten Sie, bis alles flüssig ist. Nehmen Sie den Topf mit den Zutaten aus dem Wasserbad und fügen Sie die Speisestärke hinzu. Verrühren Sie alles kurz mit dem Handrührgerät bis eine homogene Masse entsteht. Lassen Sie die Mischung abkühlen. Wenn die Masse beginnt fest zu werden, mit dem Handrührgerät aufschlagen. Sobald die Creme die Konsistenz von Schlag hat, ist sie abfüllbereit. Füllen Sie die fertige Handcreme in ein heiß ausgespültes Gefäß und verschließen Sie es gut.

Autor: Izabela Lovric , 07.07.2020