10 plastikfreie Beauty-Alternativen für Ihr Badezimmer

Die Faustregel heißt: bewusster konsumieren. Neue Beauty-Produkte sind verlockend, doch bevor Sie sich das nächste Mal etwas kaufen, achten Sie auf die Verpackung und die Inhaltsstoffe. Brauchen Sie die neuen Design-Kosmetikpinsel, die zehnte Flasche Gesichtswasser oder fünf verschiedene Duschgel-Sorten in Plastiktuben? Nicht wirklich. Wenn Sie Ihren eigenen Konsum überdenken und reduzieren, schonen Sie nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt.

10 plastikfreie Beauty-Alternativen

1. DIY-Gesichtswasser

Sich ein Gesichtswasser herzustellen ist super einfach, günstig und umweltschonend. Anschließend füllen Sie es in eine Glasflasche, die sich immer wieder verwenden lässt.

Zutaten:

  • 3 EL Ringelblumenblüten
  • 2 EL Kamillenblüten
  • 3 EL Aloe Vera Saft
  • 1 Tropfen Minzöl

Zubereitung:

Stellen Sie zwei Teetassen, zwei Teefilter aus Papier, eine kleine Teekanne und einen Schneebesen bereit. Spülen Sie Kanne und Tasse heiß aus. Nun je einen Teefilter in eine Tasse geben und mit Ringelblumenblüten befüllen. Den anderen mit Kamillenblüten befüllen. In die Tasse mit den Kamillenblüten etwa 50 ml kochendes Wasser, in die Tasse mit den Ringelblumenblüten 70 ml dazugeben. Lassen Sie den aufgebrühten Tee etwa 15 Minuten ziehen, bis ein schöner starker Sud entstanden ist. Anschließend wringen Sie die Teefilter gut aus und entfernen Sie sie aus den Tassen. Teepartikel aus dem Sud entfernen. Nun schütten Sie den Sud der zwei Tassen in die Teekanne und vermengen das Ganze mit drei Esslöffel Aloe Vera-Saft und ein bis zwei Tropfen Minzöl. Mit einem Schneebesen aufschlagen. Das fertige Gemisch können Sie in ein Glasfläschen abfüllen und im Kühlschrank lagern. Das Gesichtswasser lässt sich auch gut auf gereizte Hautpartien auftragen und wirkt beruhigend.

2. Wiederverwendbare Kosmetikpads

Wattepads kosten meist nur ein paar Cent, sind jedoch immer in Plastik verpackt, sorgen für viel Müll und bestehen selbst ebenfalls aus Plastik oder Papier. Für Ihre Pflegeroutine können Sie auf wiederverwendbare und waschbare Kosmetikpads umsteigen oder direkt zum altbekannten Waschlappen greifen, um zusätzlichen Abfall zu vermeiden.

3. Plastikfreies Klopapier und Taschentücher

Auch Klopapier ist meist in Plastik verpackt. Mittlerweile gibt es bereits einige Unternehmen, die naturbelassenes Hygienepapier produzieren und ganz ohne Plastikverpackung auskommen - etwa "Smooth Panda", deren Produkte aus 100 Prozent Bambus bestehen.

4. Umweltfreundliche Wattestäbchen

Wattestäbchen lassen sich ebenfalls ganz einfach durch eine plastikfreie Variante ersetzen. Q-Tips aus reiner Bio-Baumwollwatte mit Papierschaft finden Sie mittlerweile in jedem Drogeriemarkt. Statt 25 Cent kosten sie 95 Cent.

5. Plastikfreie Zahnputztabletten & selbstgemachte Zahnpasta

Zahnpasta kennen wir eigentlich nur aus der Plastiktube. Der Nachteil: die Pasta enthält Mikroplastik, das durch den Abfluss direkt in unsere Gewässer gelangt. Versuchen Sie einfach mal Ihre Zahnpasta selbst zu machen. Dafür nehmen Sie eine Messerspitze Kurkuma und vermischen es mit einem Teelöffel Kokosöl. Anschließend mit der Paste Ihre Zähne putzen. Neben der eigenen Produktion gibt es eine weitere Alternative zur Plastik-Tube: Zahnputztabletten. Diese werden im Mund weich und lassen sich einfach und genauso effektiv anwenden. Nur noch mit der Zahnbürste ran, fertig!

6. Holz-Kosmetikpinsel

Viele Kosmetik-Pinsel bestehen an Stiel und Borsten aus Kunststoff. Das ist unökologisch und kann unter Umständen auch hautschädigend sein. Billige Plastik-Pinsel nutzen sich zudem schnell ab. Ersetzen Sie Ihre Schminkutensilien besser durch nachhaltige Holz-Varianten.

8. Menstruationstasse

Ganz klar: Wir benötigen Binden und Tampons. Doch besonders diese Hygiene-Artikel sorgen für viel Müll. Statt Tampons könnten Sie es mit einer Menstruationstasse versuchen. Sie hat gleich mehrere Vorteile gegenüber Tampons und Binden:

  • Keine unangenehmen Gerüche, da ein luftdichter Abschluss nach außen gebildet wird
  • Die Tasse wird mit kochendem Wasser gereinigt und alle Bakterien und Pilze werden so abgetötet (sehr hygienisch)
  • Kann viele Stunden ohne Ausleeren getragen werden
  • Weniger starke bis gar keine Regelschmerzen mehr
  • Viel weniger Müll: Vier Cups können jeweils etwa zehn Jahre getragen werden und stehen rund 17.000 Binden und Tampons gegenüber, die einmal verwendet und dann weggeworfen werden.

9. Mikroplastik weglassen

Unsichtbare Plastikteilchen finden sich in vielen Duschgels, Peelings, Lippenstiften und Sonnencremes. Kläranlagen schaffen es oft nicht, die mikroskopisch kleinen Teile aus dem Wasser herauszufiltern. So gelangen sie direkt in das Grundwasser und richten bei Mensch und Tier Schaden an. Anhand dieser Bezeichnungen erkennen Sie Plastik in Kosmetik:

  • Acrylate Copolymer (AC)
  • Acrylate Crosspolymer (ACS)
  • Dimethiconol Methicone Polyamide (PA,Nylon)
  • Polyacrylate (PA)
  • Polymethylmethacrylate (PMMA)
  • Polyquaternium (PQ)
  • Polyethylene (PE)
  • Polyethyleneglycol (PEG)*
  • Polyethyleneterepthalate (PET)
  • Polypropylene (PP)
  • Polypropyleneglycol (PPG)*
  • Polystyrene (PS)
  • Polyurethane (PUR)
  • Siloxane

10. Natürliche Alleskönner: Kokosöl und Natron

Kokosöl eignet sich für gefühlt alles. Damit können Sie Ölziehen für weißere Zähne und gegen Mundgeruch, es eignet sich für Haut- und Haarpflege oder auch zur Herstellung von Deo, Peeling und Zahnpasta. Ein vielseitiger natürlicher Alleskönner, der mittlerweile überall relativ günstig erhältlich ist. Ist Ihnen das Öl zu feucht, können Sie sich auch mit Natron von Kopf bis Fuß pflegen.

Autor: Izabela Lovric, 04.08.2020