Manu Delagos famoses Wechselspiel der Elemente

Den Menschen neue musikalische Erfahrungen bieten: Dieser Leitsatz des Tiroler Multiinstrumentalisten Manu Delago kommt auf seinem Anfang April präsentierten Album „Silver Kobalt“ stärker zum Ausdruck denn je. Inspiriert von Kollaborationen mit Björk, Anoushka Shankar oder Cinematic Orchestra hat der gebürtige Innsbrucker ein Werk erschaffen, das von Kritikern weltweit hochgelobt wird. Kein Wunder also, dass Tickets für die bis Ende Mai laufende Europa-Tour mit insgesamt 40 Auftritten heiß begehrt sind.

Dabei stellt Delago seine Konzertbesucher durchaus auf die Probe. Wer nur sanfte Hang-Klänge wie auf seinen ersten Alben erwartet, wird rasch erkennen, dass der Wahl-Londoner seinen musikalischen Kosmos in vielerlei Hinsicht erweitert hat. Zwar spielt das UFO-förmige Schweizer Klangwunder – mittlerweile so etwas wie Delagos Markenzeichen – noch immer eine zentrale Rolle. Aber gleichzeitig setzt der Tiroler mehr als je zuvor auf elektronische Sounds, experimentiert mit außergewöhnlichen Instrumenten und entlockt selbst Magneten surreale Klänge.

Gemeinsam mit Isa Kurz (Gesang, Geige, Piano), Chris Norz (Schlagzeug, Percussion, Xylosynth) und Christof Dienz (Fagott, Synths) bietet Manu Delago ein famoses Wechselspiel der Elemente. Mal ruhig und berührend wie bei der ersten Single des Albums „Disgustingly Beautiful“, mal laut und furios wie bei „Down to the Summit“ oder dem Techno-Track „Almost Thirty“.

Nach Konzerten in Wattens und Landeck tritt die Band am Samstag, 18. April, im VZ Komma in Wörgl auf. Es folgen weitere Österreich-Termine in Klagenfurt, Graz und Wien, bevor es für das Quartett weiter geht nach Polen, Großbritannien und Deutschland.

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Autor: Alexandra Nagiller, 16.04.2015