ESC 2015: Schweden gewinnt, Österreich unter den Schlusslichtern

Lange wurde auf diesen Abend hingefiebert und selbst das eher bescheidene Wetter der letzten Tage konnte die grandiose Stimmung beim sechzigsten Song Contest in Wien nicht trüben. Millionen Fans verfolgten die Live-Show im TV, rund 10.000 Besucher zählte die Stadthalle selbst. Über 25.000 Einheimische und Touristen trotzten den herbstlichen Temperaturen und feierten beim Public Viewing am Rathausplatz mit. Ein wenig zu viel für die Polizei, sie ließ den Platz sogar kurzerhand wegen zu großem Andrang sperren.

ESC: Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Russland, Schweden und Italien

Italien war nicht nur das meist-gegoogelte Land des ESC 2015, sondern konnte sich letztendlich auch über den dritten Platz freuen. Russlands Polina Gagarina lag zwischenzeitlich am ersten Platz, konnte ihn aber nicht gegen die schwedische Konkurrenz verteidigen.

Im Vorfeld galt Måns Zelmerlöw als ganz großer Favorit. Er ging mit einem Disco-Pop-Song an den Start und hat damit wenig überraschend den Geschmack vieler Länder getroffen: Er sang sich in die Herzen der Zuschauer und an den ersten Platz. Erstmals war als Ehrengast auch Australien dabei und tastete sich bei der Punktevergabe (12 Punkte aus Österreich!) zeitweise gefährlich an die europäische Konkurrenz heran.

Österreich konnte an Conchita Wursts sensationellen Erfolg im letzten Jahr leider nicht annähernd anschließen. Die "Makemakes" mussten sich mit mehr als nur enttäuschenden null Punkten mit einem der letzten Plätze abfinden. Auch Deutschlands Ann Sophie blieb weit abgeschlagen zurück. Die Sängerin, die in den letzten Tagen krankheitsbedingt viele Termine absagen musste, teilt sich mit den Österreichern den letzten Platz.

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Autor: Maria Zelenko, 23.05.2015