Bonanza: Innsbrucks Goldgrube für Elektroklänge

Das Bonanza open air in Innsbruck findet diesen Samstag das dritte Jahr in Folge statt. Und noch nie war das Interesse auch nur annähernd so groß wie heuer. Mehr als 5.400 Zusagen auf Facebook sind es bereits, die Veranstalter rechnen letztlich mit "deutlich mehr als 3.000" Festivalgängern. Grund für den Ansturm dürften neben dem ansprechenden Lineup auch die Wetterprognosen sein - bis zu 35 Grad werden erwartet.

Auf der Driving Range im Innpark in der Rossau werden neben dem Hamburger Miyagi und dem Berliner DJ und Produzenten Thyladomid auch das britische Duo Mount Kimbie zu hören sein. Die Londoner Mount Kimbie werden zumeist dem Dubstep zugerechnet, auf ihrem schönen Zweitling "Cold Spring Fault Less Youth" präsentierten sie einen betörenden Mix aus House, Pop und Lounge-Folk. Auch der deutsche DJ und Produzent Nick Curly, Inbegriff des "Sound of Mannheim", macht dem Festival seine Aufwartung und wird es mit deep groovenden Techhouse bespielen.

"Sonnendeck" als Basislager

Musikalischen Freiraum ganz ohne Konsumzwang zu schaffen, war einst das primäre Bonanza-Ziel, seitdem werden ungewöhnliche Orte bespielt. Basislager ist das "Sonnendeck" hinter der Hauptuni. "Innsbruck, die Stadt der Verbote, sollte das bekommen, was wir so oft in fernen Städten suchten", heißt es auf der Website.

Der Vereinsname ist übrigens nicht als Hommage an die gleichnamige TV-Serie gedacht. Bonanza, ist auch auf Wikipedia nachzulesen, bezeichnet eine Goldgrube, einen Glücksfall. Und ein solcher könnte das Festival werden. Bei der Zusammenstellung des Line-ups wurde deutlich weniger Richtung Mainstream geschielt als noch im Jahr zuvor.

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Autor: Alexandra Nagiller, 02.07.2015