Wow, tausende Bücher! Der Tolino vision 4 HD im Test

Ich kann mich noch gut an die Diskussionen erinnern, als die ersten E-Reader auf den Markt kamen. Da prophezeiten manche den Tod des gedruckten Buches und wetterten gegen die neue Technik. Jaja das war einmal - mittlerweile sind die E-Reader als praktische Erweiterung zum Buch zu sehen, vor allem wenn es in den Urlaub geht, denn wer nimmt schon gerne zehn Bücher im Koffer mit? Auf einen E-Reader passen tausende Bücher, mehr als man im Urlaub überhaupt lesen kann, und er ist leichter als so manches Smartphone. Einfach praktisch. Thalia ist mit seiner Tolino-Reihe einer der großen Player am Markt und hat mir den neuesten Tolino vision 4 HD zum Testen gesandt.

Gut verarbeitet - aber!

Zuerst zu den äußeren Werten. Der vision 4HD ist sehr schön verarbeitet und wirkt extrem hochwertig. Sehr minimalistisch kommt er daher - ein Home Button, ein Power Button und der Knopf für das Smart-Light - mehr nicht. In der Box liegt ein praktisches USB-Kabel bei, das sich beidseitig einstecken lässt. Ist aber kein USB-Typ C, sondern noch micro-USB. Leider trüben die beiden Buttons auf der Oberseite den ersten sehr positiven Eindruck. Sowohl der Power-Button als auch der Schalter für das Licht haben einen extrem schlechten Druckpunkt, und damit ist es schwer, haptisch zu erfühlen, ob man den Knopf gedrückt hat oder nicht. Man wird zwar die Knöpfe nicht so oft brauchen - trotzdem finde ich es schade bei dem sonst so hochwertigen vision 4 HD. Die 8GB Speicher bieten Platz für tausende Bücher, denn ein eBook hat rund 1MB Größe. Speichererweiterung bietet der vision 4 HD keine, aber das wird auch meiner Meinung nach nie nötig sein.

Wasser ist nicht tödlich!

Der vision 4 HD ist wasserdicht und überlebt auch, wenn er untertaucht. Laut Thalia bis zu 30 Minuten und bis zu einem Meter Wassertiefe im Süßwasser. Also Badewanne und Badesee sind kein Problem - im Meer würde ich es allerdings nicht wagen den vision einzutauchen. Spontane Regenschauer am Strand sind aber mit dem vision 4 HD kein Problem mehr. Extrem sinnvoll, wie ich meine, denn unsere geliebte Technik ist viel zu oft wasserscheu.

Das Display - wie ein Buch!

Das E-Ink Display ist extrem scharf und bietet eine Auflösung von 300ppi (Zum Vergleich: Moderne Smartphones haben rund 400ppi). Noch dazu lässt sich eine smarte Hintergrundbeleuchtung aktivieren, die je nach Tageszeit die Augen schont - extrem praktisch. Das Display verbraucht übrigens nur bei Bilderwechsel oder Umblättern Strom, deswegen hält der Akku ewig. Hab ihn am Anfang meines Tests vor ein paar Wochen voll aufgeladen und jetzt immer noch knapp 50 Prozent. Sehr sympathisch finde ich auch, dass sich der Tolino nicht komplett ausschaltet, sondern wortwörtlich in den Schlafmodus wechselt. Das sieht dann so aus:

Software - etwas kompliziert!

Die Software des vision 4 HD ist simpel, aber manchmal etwas kompliziert. Nach Erstellung des Thalia-Kundonkontos wird die Bibliothek angezeigt - darunter können neue Bücher erworben werden. Über Wlan kann außerdem im Internet gesurft werden, bei einem Schwarz-Weiß Display allerdings nicht das große Vergnügen. Manche Schritte in der Software sind unlogisch, im Großen und Ganzen lässt sich der Tolino aber problemlos bedienen, blättert sehr schnell um und hat viele Einstellungsmöglichkeiten.

Fazit

Der Tolino vision 4 HD ist sicher einer der besten E-Reader, den ich je in Händen gehalten habe. Perfekte Verarbeitung, wasserfest, smartes Hintergrundlicht, ein offenes System (anders als beim Internet-Riesen Amazon), schnelles Blättern, eine tolle Akkulaufzeit und ein handliches Gerät. Nachholbedarf gibt es bei den physischen Tasten auf der Oberseite, die haben einen fürchterlichen Druckpunkt! Ich vergebe für den Tolino vision 4 HD 8 von 10 Tech-Blog Bewertungspunkten. Wer einen topmodernen E-Reader sucht, wird hier definitiv fündig und hat den Bonus der Wasserfestigkeit. Preislich ist er zwar mit 179.- Euro teurer als andere Geräte, aber er kann auch wirklich viel und ist sehr komfortabel.

Hinweis: Der Tolino vision 4 HD wurde mir von Thalia für einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung gestellt.

Bis zum nächsten Mal!

Weekend-Redakteur Lukas Steinberger ist ein Technik-Freak sondergleichen. Wobei ihn die Bezeichnung „Nerd“ nicht beleidigt, sondern ehrt. Er saugt alle Neuheiten in sich auf und ist immer am neuesten Stand, liebt Computerspiele, beschäftigt sich ausführlich mit den neuesten Smartphones und den dazugehörigen Gadgets und ist ein Experte für Unterhaltungselektronik. In seinem Blog testet er Spiele, Konsolen, Smartphones, Gadgets und vieles mehr und lässt die Leser an seiner Faszination für die spannende Technik-Welt teilhaben.

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Autor: Lukas Steinberger-Weiß, 07.07.2017