Einfach zu haben: Sind Bikini-Fotos in sozialen Medien okay?

Immer mehr junge Menschen – vor allem Mädchen – posieren auf Instagram und Co. in knappen Sommer-Outfits. Freizügige Fotos empfindet man mittlerweile als ganz normal. Welche und ob Gefahren dahinter lauern, daran scheiden sich die Geister.
Autor: Brigittes Family-Blog, 29.08.2017 um 11:50 Uhr

Früher war alles ganz einfach: Schminken durfte man sich zum ersten Mal frühestens in der Oberstufe. In Bikini oder Badehose zeigten wir uns höchstens im Freibad oder beim Schwimm-Unterricht – und das war den meisten von unseren Klassenkolleginnen und –kollegen schon megapeinlich! Die Zeiten haben sich aber geändert: Heute ist es cool, durch knackige Fotos möglichst viele Follower und Likes zu bekommen. Das gelingt dadurch, sich so hübsch wie möglich und gerne auch halbnackt zu präsentieren. Bestätigung zu bekommen – auch von fremden Personen – ist das Um und Auf.

Perfektes Styling - wozu?

Keine Frage: Wir alle brauchen Anerkennung und freuen uns über Komplimente. Gerade jetzt im Sommer liegt es auf auch der Hand: Schöne Körper und Urlaubsflirts gehen einfach Hand in Hand. Wenn die Sonne auf die Haut strahlt und wir uns rundum wohl fühlen, leuchten wir von innen heraus. Ob Jung oder Alt, jede/r findet sich selbst in dieser Zeit attraktiver. Perfekt gestylte Haare und ein angesagtes Outfit gehören da einfach dazu. Ein Posting lässt auch andere Menschen an unserer Schönheit teilhaben.

Es stellt sich die Frage, wozu junge Leute das machen: um andere zu beeindrucken? Um sich selbst etwas zu beweisen? Um vermeintlich neue Freunde zu finden? Um potentielle Partner auf sich aufmerksam zu machen? Wahrscheinlich ist es von allem ein bisschen.

Selbstwert stärken – den eigenen Weg finden

Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters – darauf sollten wir unseren Nachwuchs - und uns selbst auch - immer wieder hinweisen! Wir müssen unseren Kindern klarmachen, dass wir sie, unabhängig von ihrem Aussehen und dem Weg, den sie gehen, lieben und schätzen.

Das Selbstwertgefühl zu stärken hilft dann auch, den möglichen Gefahren der Selbstpräsentation – wie zum Beispiel Mobbing und Stalking – gelassen und in der richtigen Form entgegen zu treten. "Einfach zu haben" – diesen Stempel muss sich auch im Zeitalter der sozialen Medien niemand aufdrücken lassen. Außerdem: Best Friends Forever (BFF) findet man sicher auch ohne Instagram und Co.

Die gebürtige Wienerin ist zwar immer gestresst, aber stets gut drauf. Nicht die Arbeit in ihrer eigenen PR-Agentur macht ihr zu schaffen, sondern der Alltag mit Mann und Kindern. Die umtriebige Familien-Managerin findet daher notgedrungen immer wieder Lösungen, um das gemeinsame Leben leichter und schöner zu gestalten.