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XRP fällt auf ein Drei-Wochen-Tief bei 1,33 Dollar.
XRP fällt auf ein Drei-Wochen-Tief bei 1,33 Dollar. ETF-Abflüsse, hohe Verluste und steigendes Handelsvolumen setzen den XRP-Kurs unter Druck.
XRP fällt auf ein Drei-Wochen-Tief bei 1,33 Dollar. ETF-Abflüsse, hohe Verluste und steigendes Handelsvolumen setzen den XRP-Kurs unter Druck.
APA-Images / dpa / Silas Stein

XRP-Kurs bricht ein: Schwächste Woche seit 2022

24.02.2026 um 11:39, Weekend Redaktion
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XRP fällt auf 1,33 Dollar und markiert ein Drei-Wochen-Tief. ETF-Abflüsse, Großinvestoren und hohe Liquidationen belasten den XRP-Kurs.

XRP erlebt derzeit einen spürbaren Rückschlag: XRP fällt auf ein Drei-Wochen-Tief von rund 1,33 US-Dollar. Damit steht XRP auf Wochensicht klar im Minus und gerät in eine heikle technische Zone. Auffällig ist vor allem die Dynamik im Handel: Das XRP-Handelsvolumen zieht deutlich an und signalisiert, dass sich Käufer und Verkäufer in dieser Preisspanne einen harten Kampf liefern. Für Anleger ist das ein klassisches Warnsignal, denn starke Bewegungen bei hohem Volumen bedeuten oft: Die nächste Richtung wird „entschieden“.

Verkaufsdruck: Zölle, Makro-Sorgen, Großinvestoren

Als Treiber des Abwärtsdrucks gelten vor allem makroökonomische Unsicherheiten, die bei riskanteren Assets häufig sofort durchschlagen. Zusätzlich sorgen politische und wirtschaftliche Faktoren wie steigende Zölle für eine höhere Risikoaversion am Markt. In so einem Umfeld nehmen viele Investoren Gewinne mit und das trifft auch XRP.

Ein weiterer Belastungsfaktor: Großadressen („Whales“) bewegen große Mengen in Richtung Börsen. Solche Transfers werden am Markt oft als mögliches Signal für Verkaufsabsichten interpretiert. Gleichzeitig steigen realisierte Verluste deutlich an, ein Hinweis darauf, dass viele Marktteilnehmer Positionen mit Minus schließen oder in Stop-Loss-Zonen geraten. Kommt dann noch hohe Volatilität dazu, sind Liquidationen im Derivatehandel häufig die Folge: Sie verstärken Abwärtsbewegungen, weil automatisch zusätzliche Verkäufe ausgelöst werden.

ETF-Trend dreht: Warum das belastet

Besonders sensibel reagiert der Markt auf die Entwicklung rund um US-Spot-ETFs: Nach einer längeren Phase mit kontinuierlichen Zuflüssen kommt es zu Abflüssen. Für viele Beobachter ist das ein Stimmungsbarometer, weil ETF-Daten häufig als Proxy für institutionelles Interesse gelten.

Auch wenn die Gesamtbilanz seit Jahresbeginn positiv sein kann, wirkt ein Bruch einer längeren Zufluss-Serie psychologisch. Kurz gesagt: Wenn der Markt das Gefühl bekommt, dass die „großen Käufer“ eine Pause einlegen, steigt die Nervosität und das kann den Verkaufsdruck bei XRP kurzfristig verstärken.

On-Chain-Daten: Nutzung steigt trotz Kursrutsch

Spannend ist jedoch, dass der Kursdruck nicht zwingend mit schwächerer Aktivität im Netzwerk einhergeht. Im Gegenteil: On-Chain-Daten können auf eine steigende Nutzung hindeuten, etwa durch mehr erfolgreiche Transaktionen im Ledger. Das ist für die Bewertung wichtig, weil es zeigt: Preisbewegung und Netzwerkaktivität laufen nicht immer parallel.

Zusätzliche Impulse kommen aus dem Bereich tokenisierter Real-World-Assets (RWA). Wächst dieses Segment, interpretieren es viele als Signal, dass das Ökosystem stärker in reale Anwendungsfälle hineinwächst. Auch Schritte etablierter Akteure – etwa bei Verwahrung, Infrastruktur oder Anleihe-/Token-Lösungen, können die Nutzung stützen, selbst wenn der Kurs kurzfristig schwankt.

Schlüsselzonen & Ausblick für XRP

Technisch rückt nun die Unterstützungszone um 1,30 bis 1,34 US-Dollar in den Mittelpunkt. Dort versuchen Käufer typischerweise, einen Boden zu bilden. Hält diese Zone, kann das eine Basis für eine Stabilisierung oder Gegenbewegung sein. Bricht sie jedoch nachhaltig, rücken tiefere Marken in den Fokus und das Sentiment könnte weiter kippen.

Gleichzeitig gibt es oft zwei mögliche Szenarien: Entweder der Markt „reinigt“ über Liquidationen und Panikverkäufe, bevor wieder Nachfrage einsetzt – oder der Abverkauf zieht sich länger, wenn neue Belastungsfaktoren hinzukommen. Für eine nachhaltige Erholung achten viele Marktbeobachter vor allem auf zwei Signale: die Rückkehr stärkerer ETF-Zuflüsse und eine Fortsetzung der institutionellen Adoption im XRP-Ökosystem.

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