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Windows 11 Update verursacht Probleme bei BIOS-Updates.
Windows 11 Update verursacht Probleme bei BIOS-Updates.
APA / AFP

Windows 11: Update sorgt für massive Probleme

14.04.2026 um 08:37, Yunus Emre Kurt
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Windows 11: ThinkPads haben mit Update Probleme: BIOS-Updates schlagen fehl, eine kleine Partition sorgt für große Schwierigkeiten.

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Windows 11-Update: Auf aktuellen ThinkPads schlagen BIOS-Updates unter neu installiertem Windows 11 reihenweise fehl. Ursache ist offenbar eine zu klein bemessene EFI-Partition, Admins brauchen Workarounds.

BIOS-Updates schlagen auf aktuellen ThinkPads fehl

Besitzer aktueller Lenovo-ThinkPads stehen derzeit vor einem unerwarteten Problem: BIOS-Updates lassen sich unter frisch installiertem Windows 11 häufig nicht durchführen. Betroffen sind mehrere Modelle, darunter das ThinkPad T14 Gen 5 sowie Geräte der P-Serie. Unabhängig von der gewählten Methode scheitert das Update immer wieder. Nutzer berichten von Fehlermeldungen wie „BIOS write error“ oder Problemen beim sogenannten „Memory Training“.

Fehler tritt systemübergreifend auf

Das Problem ist besonders ärgerlich, weil es sich nicht auf eine einzelne Update-Methode beschränkt. Weder über Lenovos eigene Tools noch über manuelle Installationen oder bootfähige Medien gelingt die Aktualisierung der Firmware. Die Ursache liegt dabei nicht direkt an der Hardware, sondern an der Systemkonfiguration von Windows 11.

Zu kleine Partition als Auslöser

Im Zentrum des Problems steht die sogenannte EFI-Systempartition. Diese wird bei einer frischen Installation von Windows 11 standardmäßig mit nur 100 Megabyte angelegt. 

Für den BIOS-Update-Prozess reicht dieser Speicher offenbar nicht aus. Ein großer Teil der Partition ist bereits belegt, sodass für temporäre Dateien zu wenig Platz bleibt. 

Interessant: Systeme, die ursprünglich mit Windows 10 eingerichtet wurden, verfügen oft über eine deutlich größere EFI-Partition von rund 500 Megabyte. Auf diesen Geräten funktionieren die BIOS-Updates problemlos.

Lösung mit technischem Aufwand

Technisch erfordert der Eingriff mehrere Schritte. Zunächst wird der Inhalt der Systempartition C:\ um den gewünschten Speicherplatz reduziert, sodass dahinter freier, nicht zugewiesener Speicher entsteht. Dieser freie Partitionsbereich wird anschließend vor die Systempartition verschoben. Im letzten Schritt lässt sich der so verschobene freie Platz der davor liegenden EFI-Partition zuschlagen, die dadurch auf etwa 500 MB anwächst. 

AOMEI Partition Master Professional unterstützt diese Vorgehensweise direkt unter Windows. Die kostenlose Free-Version deckt die notwendigen Schritte hingegen nicht ab. Als alternative, kostenfreie Lösung bietet sich GParted an. Das Tool startet eine Maschine über DVD oder USB-Stick und erlaubt die beschriebenen Partitionsänderungen außerhalb des laufenden Betriebssystems.

Kritik an Microsoft wächst

In IT-Kreisen sorgt das Problem für Kritik. Die Entscheidung, die EFI-Partition unter Windows 11 so klein anzulegen, wird als unpraktisch bewertet. 

Viele Administratoren setzen bereits seit Jahren auf größere Partitionen, um genau solche Probleme zu vermeiden. In professionellen Umgebungen gelten Größen von mehreren hundert Megabyte längst als Standard.

Für Unternehmen und IT-Abteilungen bedeutet der Fehler zusätzlichen Aufwand. Systeme müssen entweder nachträglich angepasst oder bereits bei der Installation anders konfiguriert werden.

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