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Warnung vor Ghost Pairing: Betrüger verknüpfen fremde WhatsApp-Konten mit ihren eigenen Geräten.
Warnung vor Ghost Pairing: Betrüger verknüpfen fremde WhatsApp-Konten mit ihren eigenen Geräten.
Danishch / Shutterstock.com

Achtung, WhatsApp-Falle: So kapern Kriminelle Profile

27.10.2026 um 10:27, Marcel Toifl
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Neue Abzock-Welle auf WhatsApp: Beim „Ghost Pairing“ kapern Betrüger heimlich Ihr Konto und schnappen sich Ihr Geld. So schützen Sie sich.

Die Polizei warnt aktuell vor einer hochgefährlichen Methode von Cyberkriminellen auf WhatsApp. Mit dem sogenannten Ghost Pairing gelingt es den Tätern, fremde Konten lautlos zu kapern. Bei dieser Masche von Betrug nutzen Abzocker echte Kontakte, um Opfer um dreistellige Geldbeträge zu erleichtern.

​Neue Abzocke über WhatsApp: Das steckt hinter Ghost Pairing

Phishing-Mails und gefälschte Anrufe reichen Kriminellen längst nicht mehr aus. Beim sogenannten „Ghost Pairing“ schalten sich Angreifer heimlich in fremde WhatsApp-Profile ein. Das Gefährliche daran: Die Betrüger benötigen nicht einmal eine PIN, sondern nutzen die Multigeräte-Funktion der App, um ihre eigenen Geräte als heimliche Begleiter („Ghosts“) mit Ihrem Konto zu koppeln.

​So gehen die Kriminellen bei der Account-Übernahme vor

Der Trick der Betrüger ist ebenso simpel wie effektiv. Sie versenden im Vorfeld gefälschte Nachrichten, Phishing-Links oder Präsentations-QR-Codes. Klickt oder scannt ein ahnungsloser Nutzer diese Inhalte, stimmt er unwissentlich der Kopplung eines weiteren Geräts zu. Von diesem Moment an haben die Täter vollen Zugriff auf den Chatverlauf und den Kontaktbaum. In der Folge schreiben die Kriminellen Freunde und Verwandte des Opfers direkt an und bitten unter Vorwänden um schnelle finanzielle Nothilfe. Da die Nachricht von der echten Nummer und dem gewohnten Profilbild stammt, schöpfen Betroffene meist keinen Verdacht.

​Fallbeispiel: Dreistelliger Schaden durch falschen Bekannten

Wie rasch die Falle zustößt, zeigt ein aktueller Fall aus Deutschland: Ein 26-jähriger Mann erhielt über den offiziellen WhatsApp-Account eines guten Bekannten eine dringende Bitte um Geld. Da Nummer und Chat historisch vertraut waren, überwies der Mann hilfsbereit einen dreistelligen Betrag. Erst als eine zweite Geldforderung folgte, griff er zum Telefonhörer – der angebliche Absender wusste von keiner einzigen Nachricht. Der 26-Jährige erstattete umgehend Anzeige bei der Polizei.

​So schützen Sie sich vor der perfiden Betrugsmasche

Die Ermittlungsbehörden raten allen Messenger-Nutzerinnen und -Nutzern zu regelmäßigen Kontrollen des eigenen Profils:

  • Verknüpfte Geräte prüfen: Öffnen Sie in WhatsApp die Einstellungen → Verknüpfte Geräte. Sollte dort ein unbekannter Browser oder PC aufscheinen, trennen Sie die Verbindung sofort per Klick.
  • Keine Links & QR-Codes öffnen: Scannen Sie niemals unaufgefordert zugesandte QR-Codes und klicken Sie nicht auf mysteriöse Bestätigungslinks.
  • Kontrollanruf tätigen: Sollten Freunde oder Verwandte Sie via Textnachricht um Überweisungen bitten, vergewissern Sie sich stets durch einen persönlichen Anruf über die Echtheit des Anliegens.

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