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Stechmücke auf Haut
Das West-Nil-Virus wird durch heimische Mücken übertragen.
Das West-Nil-Virus wird durch heimische Mücken übertragen.
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Stechmücken-Virus: Infektionen erreichen Höchstand

09.01.2026 um 12:52, Jovana Borojevic
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Das West-Nil-Virus ist in Österreich weiter auf dem Vormarsch. Eine Langzeitstudie der MedUni Wien zeigt für 2024 so viele Erkrankungen wie nie zuvor.

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Das West-Nil-Virus ist seit Jahren in Österreich nachweisbar und wird durch heimische Stechmücken übertragen. Eine Langzeitstudie des Zentrums für Virologie der Medizinischen Universität Wien zeigt, dass sich das Virus seit dem Erstnachweis im Jahr 2009 etabliert hat. Im Jahr 2024 wurden 37 bestätigte Erkrankungen registriert. Ein Teil der Betroffenen entwickelte schwere Verläufe mit neurologischen Komplikationen, die eine stationäre Behandlung erforderlich machten. 

2025 steigende Zahlen

Für das Jahr 2025 wird von Fachleuten mit einer weiteren Zunahme der Erkrankungen gerechnet. Als gesicherte Grundlage gilt jedoch der deutliche Anstieg im Jahr 2024. Besonders das Nordburgenland war erstmals stark betroffen. Forschende weisen zudem auf eine hohe Dunkelziffer hin, da nur etwa jede fünfte infizierte Person Symptome entwickelt und viele Infektionen unentdeckt bleiben. 

Kein Impfstoff

Derzeit steht kein wirksamer Impfstoff gegen das West-Nil-Virus zur Verfügung. Prävention und Kontrolle beruhen daher vor allem auf Überwachung, frühzeitiger Diagnose und der Sensibilisierung des medizinischen Personals. Experten empfehlen, bei Meningitis oder Enzephalitis in den Sommermonaten auch ohne Reiseanamnese eine mögliche Infektion mit dem West-Nil-Virus in Betracht zu ziehen. Eine kontinuierliche Beobachtung der Ausbreitung gilt als zentrale Maßnahme zum Schutz der Bevölkerung.

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