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Nahaufnahme des VW-Logos an der Front eines Volkswagen. Der Autokonzern meldet Milliardenverlust und möglichen weiteren Stellenabbau.
Volkswagen meldet einen Verlust von 5,82 Milliarden Euro im dritten Quartal 2026.
Volkswagen meldet einen Verlust von 5,82 Milliarden Euro im dritten Quartal 2026.
abitaev.art / Shutterstock.com

VW meldet Milliarden-Verlust: 50.000 Jobs in Gefahr

29.10.2026 um 08:29, Stefanie Hermann
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VW meldet 5,82 Milliarden Euro Verlust. Porsche belastet die Bilanz, in China bricht der Absatz ein. Zusätzlich könnten weitere 50.000 Jobs gefährdet sein.

5,82 Milliarden Euro Verlust in nur drei Monaten: VW meldet erneut tiefrote Zahlen. Allein die Porsche-Abschreibung schlägt mit 6,4 Milliarden Euro zu Buche. In China brechen die Verkäufe um 38,5 Prozent ein. Zusätzlich zu den bereits vereinbarten Stellenstreichungen könnten konzernweit weitere 50.000 Jobs gefährdet sein.

​VW schreibt 5,82 Milliarden Euro Verlust

Volkswagen legt seine Quartalszahlen vor und meldet einen Nettoverlust von 5,82 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum betrug das Minus 1,07 Milliarden Euro. Der Umsatz sank um 6,3 Prozent auf rund 75,3 Milliarden Euro.

Weltweit lieferte der Konzern zwischen Juli und September 1,89 Millionen Fahrzeuge aus. Das entspricht einem Rückgang von 14,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

VW-Krise: Die wichtigsten Zahlen

  • 5,82 Milliarden Euro: Nettoverlust im dritten Quartal 2026
  • 6,4 Milliarden Euro: Abschreibung auf den Geschäftswert von Porsche
  • 7,8 Milliarden Euro: Sonderbelastungen im dritten Quartal
  • 38,5 Prozent: Rückgang der Auslieferungen in China
  • 75,3 Milliarden Euro: Konzernumsatz im dritten Quartal, ein Minus von 6,3 Prozent
  • Maximal 1 Prozent: Erwartete operative Umsatzrendite für 2026

​Porsche-Abschreibung belastet VW mit Milliarden

Ein wesentlicher Grund für den Verlust ist eine Abschreibung von 6,4 Milliarden Euro auf den Geschäftswert von Porsche. Insgesamt verbucht VW im dritten Quartal Sonderbelastungen von 7,8 Milliarden Euro.

Hinter der Wertberichtigung stehen gesunkene Gewinnerwartungen für die Sportwagenmarke. Porsche kämpft mit schwacher Nachfrage in China, US-Zöllen und den Kosten für die Neuausrichtung seiner Elektrostrategie. Die Abschreibung belastet das Ergebnis, führt aber nicht unmittelbar zu einem Geldabfluss.

​VW-Absatz in China bricht um 38,5 Prozent ein

In China lieferte Volkswagen im dritten Quartal rund 406.000 Fahrzeuge aus. Das sind 38,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Vor allem heimische Hersteller setzen VW mit günstigeren Elektroautos und neuen Technologien unter Druck.

Weltweit gingen die Auslieferungen in den ersten neun Monaten um neun Prozent zurück. Mit etwas mehr als sechs Millionen Fahrzeugen verkaufte der Konzern rund 600.000 Autos weniger als im Vorjahr.

​Weitere 50.000 Arbeitsplätze könnten wegfallen

Der Sparkurs dürfte sich in Folge deutlich verschärfen. Laut Medienberichten sind konzernweit bereits Einschnitte bei rund 50.000 Arbeitsplätzen bis zum Ende des Jahrzehnts vereinbart. Allein bei der Kernmarke VW sollen in Deutschland bis 2030 mehr als 35.000 Stellen sozialverträglich abgebaut werden.

Unsicherheit besteht unter anderem an den Standorten Emden, Zwickau und Hannover sowie im Audi-Werk Neckarsulm. Dort ist die langfristige Auslastung ein Thema. Konkrete Werksschließungen wurden von Seiten des Konzerns bislang nicht bestätigt.

VW-Stellenabbau: Was ist beschlossen, was droht?

Bereits vereinbarte Einschnitte

Konzernweit betreffen die bereits vereinbarten Sparmaßnahmen laut Medienberichten rund 50.000 Arbeitsplätze bis zum Ende des Jahrzehnts. Darin enthalten sind mehr als 35.000 Stellen bei der Kernmarke VW in Deutschland, die bis 2030 sozialverträglich abgebaut werden sollen.

Zusätzlich gefährdete Arbeitsplätze

Durch weitere Restrukturierungen könnten bis zu 50.000 zusätzliche Jobs auf dem Spiel stehen. Dieser weitere Stellenabbau ist bislang nicht beschlossen.

Betroffene Standorte: Unsicherheit besteht unter anderem in Emden, Zwickau und Hannover sowie im Audi-Werk Neckarsulm. Konkrete Werksschließungen sind nicht bestätigt.

​VW senkt Gewinnprognose auf maximal ein Prozent

Volkswagen erwartet für 2026 nur noch eine operative Umsatzrendite von höchstens einem Prozent. Ursprünglich hatte der Konzern mit vier bis 5,5 Prozent gerechnet. Nach neun Monaten beträgt das operative Ergebnis lediglich 100 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor waren es noch 5,4 Milliarden Euro.

Bis Ende 2028 will Volkswagen seine Kosten um 20 Prozent senken. Für Konzernchef Oliver Blume steigt damit der Druck, den Absatz zu stabilisieren und die geplanten Einsparungen umzusetzen.

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