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Schriftzug auf einem österreichischen Polizeiauto.
Ein russischer Staatsangehöriger lenkte einen Klein-Lkw ohne gültige Lenkberechtigung.
Ein russischer Staatsangehöriger lenkte einen Klein-Lkw ohne gültige Lenkberechtigung.
Karolis Kavolelis / Shutterstock.com

Polizei stoppt Lkw: Führerschein seit 18 Monaten weg

29.10.2026 um 09:12, Yunus Emre Kurt
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Bei einer Schwerverkehrskontrolle in Osttirol flogen gleich zwei Lenker auf: Einer hatte keinen gültigen Führerschein, der andere zeigte eine Fälschung.

Eine Schwerverkehrskontrolle in Osttirol hat gleich mehrere Probleme ans Licht gebracht. In Leisach im Bezirk Lienz stoppte die Polizei am Mittwoch einen Klein-Lkw mit schweren technischen Mängeln. Bei der anschließenden Kontrolle stellte sich heraus, dass der Lenker keine gültige Lenkberechtigung besaß. Als schließlich der Beifahrer die Fahrt übernehmen wollte, flog auch dieser auf, mit einem gefälschten Führerschein.

​Schwerverkehrskontrolle in Leisach

Der Vorfall ereignete sich am Mittwoch, 28. Oktober, an der Kontrollstelle Leisach auf der B100 Drautalstraße. Beamte der Polizeiinspektion Sillian führten dort gemeinsam mit einem Sachverständigen des Landes Tirol Schwerverkehrskontrollen durch.

Dabei nahmen die Einsatzkräfte einen Klein-Lkw genauer unter die Lupe. Am Fahrzeug wurden laut Polizei mehrere schwerwiegende technische Mängel festgestellt. Welche Defekte konkret vorlagen, wurde in der Aussendung nicht näher ausgeführt.

​Lenker seit rund 18 Monaten ohne Führerschein

Bei der Kontrolle der Fahrzeugpapiere und des Lenkers folgte die nächste Auffälligkeit. Der russische Staatsangehörige am Steuer verfügte über keine gültige Lenkberechtigung.

Nach Angaben der Landespolizeidirektion Tirol war ihm der Führerschein bereits vor rund eineinhalb Jahren entzogen worden. Die Beamten untersagten dem Mann daraufhin die Weiterfahrt.

Daraus lässt sich allerdings nicht ableiten, dass der Lenker während der gesamten vergangenen 18 Monate durchgehend ein Fahrzeug gelenkt hat. Bestätigt ist lediglich, dass er zum Zeitpunkt der Kontrolle keine gültige Lenkberechtigung besaß.

​Beifahrer zeigt Totalfälschung

Damit schien zunächst eine einfache Lösung möglich: Der litauische Beifahrer bot an, den Klein-Lkw weiterzufahren. Dafür zeigte er den Polizisten einen litauischen Führerschein.

Die Beamten prüften das Dokument jedoch genauer und stellten fest, dass es sich um eine sogenannte Totalfälschung handelte. Laut Polizei zeigte sich der Mann anschließend geständig.

Somit kam auch der Beifahrer nicht als Ersatzlenker infrage. Die Weiterfahrt mit dem Klein-Lkw war endgültig beendet.

​Weiterfahrt untersagt und Anzeigen angekündigt

Die Polizei kündigte an, nach Abschluss der weiteren Erhebungen Anzeigen an die zuständigen Stellen zu erstatten.

Welche konkreten Verwaltungsstrafen oder strafrechtlichen Konsequenzen den beiden Männern drohen, wurde zunächst nicht bekannt gegeben. Das gilt auch für mögliche Folgen aufgrund der festgestellten technischen Mängel am Fahrzeug.

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