Tragödie: Vater überfährt Tochter (1) auf Campingplatz
Ein Familienurlaub in Frankreich hat unmittelbar nach der Ankunft auf einem Campingplatz ein tragisches Ende genommen. Ein 45-jähriger Mann aus Stuttgart erfasste beim Rangieren seines Autos versehentlich seine erst 18 Monate alte Tochter. Das Mädchen erlitt so schwere Verletzungen, dass die Einsatzkräfte es trotz sofortiger medizinischer Hilfe nicht mehr retten konnten. Die französischen Behörden untersuchen nun den genauen Ablauf des Unglücks.
Unfall kurz nach Ankunft am Campingplatz
Das Unglück ereignete sich am Mittwoch, dem 2. September, gegen 14.15 Uhr in Grostenquin im französischen Département Moselle. Der Ort liegt rund 40 Kilometer südwestlich von Saarbrücken.
Nach Berichten französischer Medien war die Familie aus Stuttgart erst kurz zuvor auf dem Campingplatz angekommen. Die Eltern waren mit ihren vier Kindern unterwegs. Der Unfall geschah im Bereich des Eingangs beziehungsweise nahe der Rezeption.
Der Familienvater wollte dort mit dem Auto ein Rangiermanöver durchführen. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich die Kinder zunächst vom Fahrzeug fern.
Vater übersieht Tochter beim Rangieren
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft von Sarreguemines näherte sich die 18 Monate alte Tochter jedoch plötzlich dem Wagen. Der 45-Jährige bemerkte das Kleinkind bei seinem Manöver offenbar nicht und erfasste es mit dem Fahrzeug.
Wie genau sich das Kind dem Auto näherte und weshalb es vom Vater nicht gesehen wurde, ist Teil der laufenden Ermittlungen. Die Behörden sprechen nach bisherigem Stand von einem tragischen Unfall.
Weitere Familienmitglieder befanden sich zum Zeitpunkt des Geschehens ebenfalls auf dem Campingplatz. Berichten zufolge war das Mädchen mit drei Brüdern unterwegs, darunter ein siebenjähriges Kind sowie vierjährige Zwillinge.
Für das Mädchen kommt jede Hilfe zu spät
Unmittelbar nach dem Unfall wurde ein Notruf abgesetzt. Feuerwehrkräfte aus Morhange und Albestroff rückten zur Unglücksstelle aus. Auch ein medizinisches Team aus Forbach wurde alarmiert.
Die Rettungskräfte versuchten, das Mädchen zu reanimieren. Die Verletzungen der 18 Monate alten Tochter waren jedoch zu schwer. Sie starb noch am Unfallort.
Für die Familie wurde anschließend psychologische Unterstützung organisiert. Nach Angaben französischer Medien kümmerte sich der zuständige Sozialdienst um eine entsprechende Betreuung der Angehörigen.
Staatsanwaltschaft untersucht Unfall
Die französische Polizei leitete nach dem tödlichen Unfall Ermittlungen ein. Beim 45-jährigen Vater wurden Alkohol- und Drogentests durchgeführt. Beide Tests verliefen laut Staatsanwaltschaft negativ.
Damit gibt es nach bisherigem Ermittlungsstand keine Hinweise darauf, dass Alkohol oder Drogen beim Unfall eine Rolle gespielt haben könnten. Der Vater sollte von den Ermittlern zum genauen Ablauf befragt werden.
Die örtliche Polizeieinheit untersucht nun, wie es zu dem folgenschweren Rangierunfall kommen konnte. Weitere Details zum Ermittlungsstand wurden zunächst nicht bekannt gegeben.