Valentino ist tot: Mode-Designer in Rom gestorben
- Vom Lehrling zum Kaiser der Eleganz
- Das „Valentino-Rot“: Eine Farbe wird unsterblich
- Valentino verkaufte Imperium
- Ein Abschied in Rom: Italien trauert
Er war der Inbegriff italienischer Eleganz – jetzt ist Valentino Garavani tot. Der Meister der Couture ist am Montag im Alter von 93 Jahren in seiner Villa in Rom friedlich eingeschlafen. „Er ist friedlich in seiner römischen Residenz eingeschlafen, umgeben von der Zuneigung seiner Angehörigen“, bestätigt die Valentino-Garavani-Stiftung.
Vom Lehrling zum Kaiser der Eleganz
Geboren 1932 im norditalienischen Voghera, begann Valentino seine Karriere in Paris. Bei Jean Dessès und Guy Laroche lernte er das Handwerk, das ihn unsterblich machen sollte. 1960 gründete er in Rom sein eigenes Modehaus und schuf damit den Grundstein für ein Imperium. Fünf Jahre später öffnete er seine erste Boutique. Seine Mode stand für Präzision, für Luxus und für dieses eine Rot, das nie wieder jemand so kreieren konnte.
Das „Valentino-Rot“: Eine Farbe wird unsterblich
Kaum ein Designer hat je eine Farbe so geprägt wie Valentino. Sein berühmtes „Valentino-Rot“ war kein bloßes Pigment, sondern avancierte zu einem Stück Modegeschichte. Es leuchtete auf den Kleidern von Audrey Hepburn, Jackie Kennedy, Sophia Loren und Gwyneth Paltrow. Jede Naht war Perfektion, jeder Entwurf ein Kunstwerk. Die Modewelt nannte ihn ehrfürchtig den „Kaiser des Rot“.
Valentino verkaufte Imperium
Ende der 1990er-Jahre verkaufte Valentino sein Modehaus, blieb aber als Berater und Chefdesigner an Bord. 2008 zog er sich endgültig aus dem Modegeschäft zurück. Nichtsdestotrotz blieb die Marke „Valentino“ an der Spitze der Luxuswelt bestehen. Seine letzte Kollektion wurde zum emotionalen Abschied. In seinen Roben lebte die Idee weiter, dass Mode nie laut, aber immer unverwechselbar sein darf.
Ein Abschied in Rom: Italien trauert
Die Aufbahrung des Modekünstlers findet am Mittwoch und Donnerstag im Sitz des Modehauses nahe der Spanischen Treppe statt. Die Trauerfeier folgt am Freitag in der ehrwürdigen Basilika Santa Maria degli Angeli. Italien trägt Schwarz und in Gedanken leuchtet überall ein Hauch von Valentino-Rot.