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Thermometer im Schnee um Frost zu signalisieren
Schneeregen und Eisregen sorgen regional für extreme Glätte.
Schneeregen und Eisregen sorgen regional für extreme Glätte.
Leonid Ikan/iStock.com

Glatteis-Alarm: Gefährliche Wetterlage rollt an

09.01.2026 um 08:15, Yunus Emre Kurt
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Schneeregen, gefrierender Regen und Glatteis sorgen ab Freitag für eine heikle Wetterlage. Behörden warnen vor Unfällen und raten zu Zurückhaltung.

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Österreich steht ab Freitag vor einer besonders gefährlichen Wetterlage. In mehreren Regionen werden Schneeregen, Eiskörner und gefrierender Regen erwartet. Der Wetterdienst GeoSphere Austria warnt eindringlich vor Glatteis und den damit verbundenen Risiken im Straßenverkehr sowie auf Geh- und Radwegen.

Mit dem Einfluss einer Störung ziehen am Freitag dichte Wolkenfelder über das Land. Verbreitet muss mit Schneefall oder Schneeregen gerechnet werden. Besonders betroffen sind Oberösterreich und westliches Niederösterreich, wo der Niederschlag zeitweise in Regen übergehen kann, mit der Folge von stellenweise spiegelglatten Straßen.

Westen beruhigt sich, Süden bleibt kritisch

Während im Westen und Norden die Niederschläge im Tagesverlauf allmählich abklingen und sich stellenweise sogar die Sonne zeigt, bleibt die Situation im Bergland und im Süden angespannt. Dort intensiviert sich der Schneefall tagsüber nochmals deutlich.

Im Grazer Becken sowie im Burgenland besteht bis in die Abendstunden erhöhte Glatteisgefahr. Der Wind weht meist schwach bis mäßig aus Südost bis West, was die Niederschläge teilweise ungleichmäßig verteilt. Die Temperaturen bewegen sich in der Früh zwischen minus 10 und plus 1 Grad, tagsüber werden minus 3 bis plus 5 Grad erreicht, in Vorarlberg lokal sogar bis zu 8 Grad.

Behörden schlagen Alarm

Angesichts der prognostizierten Wetterlage warnt insbesondere das Land Steiermark vor akuter Gefahr. Der steirische Katastrophenschutz rechnet ab Freitagvormittag mit gefrierendem Schneeregen, der Verkehrsflächen innerhalb kürzester Zeit extrem rutschig machen kann.

„Besonders betroffen sind Nebenstraßen, Brücken, schattige Fahrbahnabschnitte sowie Geh- und Radwege“, betont Harald Eitner, Leiter der Landeskatastrophenschutzabteilung. Verkehrsteilnehmer werden eindringlich aufgefordert, ihre Geschwindigkeit anzupassen und äußerste Vorsicht walten zu lassen. Nicht dringend notwendige Fahrten sollten nach Möglichkeit verschoben oder auf öffentliche Verkehrsmittel verlegt werden.

Gefahr auch abseits der Straßen

Die Glätte ist jedoch nicht das einzige Problem. Durch den gefrierenden Niederschlag kann es zu Eisbildung an Bäumen kommen. Die zusätzliche Last erhöht das Risiko von Ast- und Wipfelbrüchen erheblich, besonders in Wäldern, Parks und entlang von Straßen.

Der Katastrophenschutz rät daher dringend davon ab, sich in den betroffenen Regionen unter Bäumen aufzuhalten oder Wälder zu betreten. Umstürzende Bäume oder herabfallende Äste können nicht nur Verkehrswege blockieren, sondern auch Stromleitungen beschädigen, was lokale Stromausfälle zur Folge haben kann.

Schnee bringt neue Herausforderungen

Am Freitag sowie in der Nacht auf Samstag werden zudem verbreitet 10 bis 30 Zentimeter Neuschnee erwartet. Die Meteorologen weisen jedoch darauf hin, dass die Prognoseunsicherheit noch relativ hoch ist. Lokal können die Mengen deutlich abweichen.

Blick auf Samstag

Auch am Samstag bleibt die Wetterlage winterlich. Dichte Wolken dominieren den Himmel, vor allem in der Nordhälfte des Landes kommt es erneut zu leichtem Schneefall. Die größten Mengen werden voraussichtlich vom Arlberg bis ins Salzkammergut erwartet. Im Osten schneit es kaum, im Süden kann sich zwischendurch sogar die Sonne zeigen. Der Wind weht an der Alpennordseite mäßig, in höheren Lagen lebhaft aus westlichen Richtungen. Die Temperaturen bleiben frostig: In der Früh minus 10 bis minus 1 Grad, tagsüber minus 1 bis plus 5 Grad.

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