Schweres Unwetter: Frau (58) von Baum erschlagen
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Heftige Unwetter haben in der Nacht auf Donnerstag mehrere Teile Deutschlands getroffen und eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Besonders schwer traf es Rheinland-Pfalz und Hessen, doch auch aus Thüringen, Brandenburg und Bayern wurden Schäden gemeldet. Starkregen und heftige Sturmböen ließen Bäume umstürzen, deckten Dächer ab und sorgten für zahlreiche Einsätze der Feuerwehren.
Unwetter in Rheinland-Pfalz richtet massive Schäden an
Besonders dramatisch war die Lage im Norden von Rheinland-Pfalz. Dort wurden Windböen von bis zu 100 km/h gemeldet. In Höhr-Grenzhausen im Westerwaldkreis wütete der Sturm mit enormer Kraft: Wände und Fassadenteile wurden aus Häusern gerissen, Dächer abgedeckt und zahlreiche Bäume entwurzelt. Umherfliegende Gegenstände sorgten für zusätzliche Gefahr.
Auch in Hessen hinterließ das Unwetter massive Schäden. Allein in Wetzlar wurden rund 60 Häuser beschädigt. Teilweise flogen Dachteile bis zu 100 Meter weit. In Solms wurden Gebäude so schwer getroffen, dass einige Häuser nicht mehr bewohnbar waren. In Laubach krachte ein Baum in einen Gastank eines Wohnhauses. Weil Gas austrat, musste die Umgebung im Radius von 200 Metern geräumt werden.
Auf den Straßen herrschte ebenfalls Chaos. Auf der A61 in Rheinland-Pfalz kippte ein Lastwagen durch die heftigen Sturmböen um. Umgestürzte Bäume sorgten zudem zeitweise für Sperren auf wichtigen Verkehrsverbindungen.
Frau (58) bei Unwetter von Baum erschlagen
Besonders tragisch endete das Unwetter in Rheinland-Pfalz für zwei Spaziergängerinnen bei Waldorf im Kreis Ahrweiler. Wie mehrere deutsche Medien berichten, darunter "Die Tagesschau" und "Die Rheinpfalz", suchten die 58-Jährige und ihre 47 Jahre alte Begleiterin Schutz unter einer überdachten Sitzgruppe an einem Wirtschaftsweg als der Sturm aufzog.
Doch genau dort kam es zur Katastrophe: Ein Baum wurde durch das Unwetter entwurzelt und stürzte auf die beiden Frauen. Für die 58-Jährige kam jede Hilfe zu spät – sie starb noch am Unfallort. Ihre 47-jährige Begleiterin erlitt schwere Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht.
Auch in anderen Bundesländern tobten schwere Unwetter. Im brandenburgischen Fürstenwalde/Spree wurde ein Tornado bestätigt, in Bayern mussten beim Schützenfest in Kronach rund 3.500 Besucher den Außenbereich verlassen. Die Unwetternacht hielt damit Einsatzkräfte in weiten Teilen Deutschlands in Atem.