Die mysteriösen Red Bull-Manager

Sie jonglieren mit Milliarden und zeichnen für Tausende Arbeitsplätze weltweit verantwortlich. Trotzdem gelten sie den meisten Menschen als große Unbekannte. Wir stellen drei Führungspersönlichkeiten des Red Bull-Konzerns vor.
Autor: Stefan Kohlmaier, 25.10.2022 um 16:47 Uhr

Die Marke Red Bull ist weltberühmt und es existiert kaum jemand, der ihr Logo - zwei entfesselt aufeinander zu stürmende rote Bullen - nicht schon zumindest einmal wahrgenommen hat: ob auf der Dose ihres Energydrinks, auf einer der unzähligen von ihr gesponserten (Extrem-)Sportveranstaltungen oder über die Publikationen und Formate ihres Medienimperiums. Doch so lautstark die Markenkommunikation seitens des Red Bull-Konzerns auch betrieben wird, so öffentlichkeitsscheu agieren seine Spitzenmanager, die eine beinahe geheimnisvolle Aura umgibt. Außer Dietrich Mateschitz, der zumindest gelegentlich in der (medialen) Öffentlichkeit präsent war, ist die Mehreit der Führungsriege des Milliardenunternehmens den meisten Menschen nämlich gänzlich unbekannt.

Robert Hohensinn – der Mann der ersten Stunde

Der General Manager von Red Bull Österreich steht seit über 30 Jahren in Diensten des Unternehmens und war einer der ersten von Dietrich Mateschitz‘ Weggefährten. Heute obliegen ihm der Bereich der globalen Gastronomie sowie die Organics Produkte Simply Cola, Bitter Lemon, Ginger Ale, Tonic Water und Viva Mate. Hohensinn wird für sein inspirierendes Wesen geschätzt und zeigt sich sozial engagiert. In einem 2021 geführten Interview bezeichnete er die Armut in den Entwicklungsländern als das Problem, das er am liebsten lösen würde.

Franz Watzlawick – der Aufsteiger

Der ehemalige Geschäftsführer von Red Bull Deutschland stieg 2018 zum globalen Vertriebschef auf und verantwortet den Konzernumsatz von 7,8 Milliarden Euro somit maßgeblich. Ferner verkörpert er wie kaum ein Zweiter die Red Bull-Philosophie, wonach auch das Führungspersonal zugunsten der Marke in den Hintergrund zu treten hat. Über sein Privatleben ist kaum etwas bekannt und auch Fotos seiner Person genießen Raritätenstatus.

Walter Bachinger – der Schatzmeister

Finanzchef Walter Bachinger wird trotz seiner tragenden Rolle innerhalb des Red Bull-Kosmos in der Öffentlichkeit ebenfalls kaum wahrgenommen. Dies könnte sich in Zukunft allerdings ändern: Schließlich hält er auch einen Sitz im Stiftungsvorstand der „Kunst und Kultur DM Privatstiftung“, die unter anderem den Fortbestand der zahlreichen Medienprojekte, die eine Herzensangelegenheit des verstorbenen Firmengründers darstellen, gewährleisten soll.