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Polizist mit Einsatzgürtel und Schlagstock – Symbolbild zu einem tödlichen Polizeieinsatz in Bologna, bei dem ein 43-jähriger Mann nach einer Festnahme starb.
Nach dem tödlichen Polizeieinsatz in Bologna laufen die Ermittlungen. Bodycam-Aufnahmen und eine Obduktion sollen klären, wie es zum Tod des 43-jährigen Mannes kam. (Symbolbild)
Nach dem tödlichen Polizeieinsatz in Bologna laufen die Ermittlungen. Bodycam-Aufnahmen und eine Obduktion sollen klären, wie es zum Tod des 43-jährigen Mannes kam. (Symbolbild)
unsplash.com

Er schrie um Hilfe: Mann stirbt nach Polizeieinsatz

20.07.2026 um 09:15, Jovana Borojevic & APA, Red
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Ein 43-Jähriger ist nach einem Polizeieinsatz in Bologna gestorben. Videoaufnahmen, schwere Vorwürfe der Familie und laufende Ermittlungen sorgen für Aufsehen.

Ein 43 Jahre alter Mann ist in Bologna in Italien nach einem Polizeieinsatz gestorben. Die Polizei war am Samstag in den Stadtteil Pilastro gerufen worden, nachdem Anrainer gemeldet hatten, der aus Marokko stammende Mann habe sich aggressiv verhalten. Nach Angaben der Behörden schlug er unter anderem gegen einen Streifenwagen. Der Mann starb laut Berichten von Augenzeugen, nachdem sich zwei Polizisten längere Zeit auf ihn gesetzt hatten, während er am Boden lag.

Polizeieinsatz endete tödlich

Die Beamten setzten eigenen Angaben zufolge Pfefferspray ein und fixierten den Mann mit Handschellen beziehungsweise Kabelbindern an den Handgelenken. Kurz darauf habe der Festgehaltene aber einen medizinischen Notfall erlitten und sei trotz des Eingreifens des Rettungsdienstes gestorben. Die Tageszeitung "La Repubblica" veröffentlichte ein Video, auf dem zu sehen ist, wie der Mann mehrfach um Hilfe ruft, ohne dass die beiden Polizisten von ihm ablassen. Später gibt er keine Lebenszeichen mehr von sich.

Video sorgt für Aufsehen

Die Familie des Verstorbenen erhebt schwere Vorwürfe gegen die Polizei. Seine Schwester erklärte, ihr Bruder sei misshandelt worden und forderte Aufklärung. Sie sprach von einem gewaltsamen Vorgehen der Beamten und forderte Gerechtigkeit. Auch ein Augenzeuge erklärte, der Mann habe während des Einsatzes wiederholt um Hilfe gerufen.

Familie erhebt schwere Vorwürfe

In einer ersten Reaktion wies die Polizei die Vorwürfe entschieden zurück. Man sei auf Anforderung und aufgrund von Beschwerden seitens von Nachbarn eingeschritten. Die Polizisten hätten den Mann unter schwierigsten Umständen fixieren müssen. Der 43-Jährige war polizeibekannt und litt nach Angaben von Angehörigen unter gesundheitlichen Problemen. Ob diese letztlich für seinen Tod ausschlaggebend waren, soll nun eine Obduktion klären.

Obduktion und Bodycams im Fokus

Außerdem dürften die Aufnahmen der von den Polizisten getragenen Körperkameras (Bodycams) zur vollständigen Aufklärung des Einsatzes beitragen. Die Ermittlungen dauerten unterdessen an. Der Mann hatte marokkanische Wurzeln, lebte aber seit seiner Kindheit in Italien. Er war verheiratet und Inhaber einer Umzugsfirma. Indes hat sich die Senatorin Ilaria Cucchi von der links-grünen Partei AVS eingeschaltet. Sie forderte eine restlose Aufarbeitung dieser jüngsten Vorfälle in Bologna.

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