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Buckelwal Timmy auf einer Barge während der Rettungsaktion vor seinem Tod und dem anschließenden Millionenstreit um die Kosten.
uckelwal Timmy während der aufwendigen Rettungsaktion. Monate später ist ein Millionenstreit um die Kosten des Einsatzes entbrannt.
uckelwal Timmy während der aufwendigen Rettungsaktion. Monate später ist ein Millionenstreit um die Kosten des Einsatzes entbrannt.
APA-Images / dpa / Stefan Sauer

Drama um Timmy: Taucher fordert jetzt 1,3 Millionen Euro

02.10.2026 um 10:28, Stefanie Hermann
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Nach dem Tod von Buckelwal Timmy eskaliert der Streit um die Rettungskosten. Taucher Fred Babbel fordert von einer Geldgeberin rund 1,3 Millionen Euro.

Monate nach dem Tod von Buckelwal Timmy eskaliert der Streit um die Kosten seiner Rettung. Tauchunternehmer Fred Babbel fordert von Geldgeberin Karin Walter-Mommert rund 1,3 Millionen Euro. Eine entsprechende Klage ist beim Landgericht Schwerin eingegangen. Für Babbel könnte der Timmy-Millionenstreit existenzbedrohend werden.

​1,3 Millionen Euro für Timmys Rettungsversuch

Bei der Forderung geht es um die offene Schlussrechnung für den Rettungsversuch im Frühjahr. Babbel war als technischer Dienstleister an der Aktion beteiligt und stellte unter anderem Schlepper und eine Barge bereit. Mit ihrer Hilfe wurde der geschwächte Buckelwal von der Ostsee Richtung Nordsee gebracht. Laut Medienberichten erhielt Babbel während der Aktion bereits rund 400.000 Euro. Jetzt fordert er weitere rund 1,3 Millionen Euro.

​„Seit Monaten warte ich auf das Geld“

Eine außergerichtliche Lösung im Vorfeld ist gescheitert. Vor der Klage gab es mehrere Schreiben zwischen den beteiligten Anwälten. „Seit Monaten warte ich auf das Geld“, sagt Babbel gegenüber der Ostsee-Zeitung. Nach seinen Angaben warten auch Unternehmen, die er für die Rettungsaktion beauftragt hatte, weiterhin auf ihr Geld. Ohne die ausstehende Zahlung drohe ihm die Insolvenz.

​Walter-Mommert weist Forderung zurück

Geldgeberin Karin Walter-Mommert will die offene Rechnung hingegen nicht bezahlen. Sie wirft Babbel vor, Vorgaben des vereinbarten Bergungs und Rettungskonzepts nicht umgesetzt zu haben. Zudem fordert sie weitere Unterlagen zu den Vorgängen bei Timmys Freilassung. Einen Vergleichsvorschlag lehnt sie laut Bericht ab. Nun muss der Streit vor Gericht geklärt werden.

​Streit erreicht auch die Geldgeber

Parallel dazu gibt es Auseinandersetzungen zwischen Walter-Mommert und MediaMarkt Mitgründer Walter Gunz. Beide traten im Frühjahr als Geldgeber der privaten Rettungsinitiative auf. Über einen Anwalt wurde dem zuständigen Ministerium damals mitgeteilt, dass die Kosten der Rettung übernommen werden sollten. Gunz bestreitet inzwischen über seine Anwälte, von dieser Kostenzusage gewusst oder ihr zugestimmt zu haben. Walter-Mommert fordert wiederum eine sechsstellige Summe von ihm.

​Rettungsaktion kostete mehr als zwei Millionen Euro

Insgesamt soll die Rettungsaktion nach Angaben Walter-Mommerts mehr als zwei Millionen Euro gekostet haben. Gunz steuerte demnach 300.000 Euro bei. Zusätzlich stellte das Land Mecklenburg-Vorpommern den Geldgebern 139.161,50 Euro in Rechnung. Allein 137.859 Euro davon entfielen auf Personalkosten. Weitere 1.302,50 Euro wurden für eine Ferienwohnung verrechnet, die während der Aktion als Einsatzstützpunkt diente. Auch gegen diese Forderung gibt es Einwände.

​Timmy wurde auf einer Barge in die Nordsee gebracht

Der Buckelwal war im März mehrfach in der Ostsee gesichtet worden. Nachdem er zunächst vor Timmendorf strandete, hielt er sich später wochenlang geschwächt im flachen Wasser vor der Insel Poel auf. Ende April startete schließlich der private Rettungsversuch. Timmy wurde auf einer Barge Richtung Nordsee transportiert und am 2. Mai rund 70 Kilometer vor dem dänischen Skagen freigelassen.

​Zwölf Tage später war Timmy tot

Die Überlebenschancen des geschwächten Tieres galten bereits bei der Freilassung als gering. Zwölf Tage später fanden Fischer Timmy tot vor der dänischen Insel Anholt. Damit endete der aufwendige Rettungsversuch. Der Streit über dessen Finanzierung geht dagegen weiter.

​„Habe an das Gute geglaubt“

Für Babbel steht dabei viel auf dem Spiel. „Ich habe bei der Rettung des Wals geholfen, habe an das Gute geglaubt und werde jetzt dafür bestraft“, sagte er der „Ostsee-Zeitung“. Ob Walter-Mommert die geforderten rund 1,3 Millionen Euro bezahlen muss, ist nun Gegenstand des Verfahrens vor dem Landgericht Schwerin.

Quelle: Millionenstreit um Buckelwal Timmy

Ostdeutsche Allgemeine Zeitung

1,3 Millionen Euro: Taucher verklagt Geldgeberin nach Rettung von Buckelwal Timmy

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