Nach QimiQ: Nächste Millionenpleite im Food-Sektor
Die wirtschaftlichen Turbulenzen im Lebensmittelsektor fordern ein weiteres Opfer: Nachdem die Pleite des veganen Ersatzproduktes QimiQ bekannt wurde, gibt der AKV am Mittwoch bekannt, dass die Strauss Food Service GmbH beim Landesgericht Ried im Innkreis einen Antrag auf Insolvenz und Eröffnung eines Sanierungsverfahrens eingebracht hat. Das Unternehmen, das auf die Herstellung von Convenience- und Fertigprodukten für den Gastro-Sektor spezialisiert ist, kämpft gegen die drohende Pleite an.
Ursachen der wirtschaftlichen Schieflage
Laut Angaben des Alpenländischen Kreditorenverbandes (AKV) sind die Gründe für die Insolvenz vielfältig. Neben Spätfolgen der Pandemie belasteten vor allem die massiv gestiegenen Kosten infolge des Ukraine-Krieges das Budget. Besonders fatal: Langfristige Lieferverträge verhinderten, dass die Preissteigerungen zeitnah an Kunden weitergegeben werden konnten. Trotz eingeleiteter Restrukturierungsmaßnahmen konnte eine außergerichtliche Einigung mit den Geldgebern nicht erzielt werden.
Finanzielle Lage und Betroffene
Von der aktuellen Situation sind 12 Dienstnehmer sowie rund 60 Gläubiger betroffen. Die Verbindlichkeiten summieren sich auf etwa 1,35 Millionen Euro. Ein Großteil davon entfällt auf Banken und Lieferantenforderungen. Dennoch gibt es einen Hoffnungsschimmer: Da weiterhin aufrechte Geschäftsbeziehungen und Aufträge bestehen, soll der Betrieb vorerst fortgeführt werden.
Der Sanierungsplan: Rettung in Sicht?
Um die endgültige Pleite abzuwenden, bietet die Strauss Food Service GmbH ihren Gläubigern einen Sanierungsplan an. Dieser sieht die gesetzliche Mindestquote von 20 % vor, die innerhalb von 24 Monaten zahlbar sein soll. Ziel dieses Schrittes ist die nachhaltige Sanierung und der langfristige Erhalt des Unternehmens am Standort.