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Lieferwagen der Firma Peugeot, welcher von Stellantis produziert wird.
Stellantis-Rückruf wegen Brandgefahr: Stellantis ruft tausende Fahrzeuge zurück.
Stellantis-Rückruf wegen Brandgefahr: Stellantis ruft tausende Fahrzeuge zurück.
Neme Jimenez/iStock.com

Stellantis-Rückruf wegen Brandgefahr: 80.000 Autos betroffen

01.04.2026 um 14:33, Yunus Emre Kurt
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Stellantis Rückruf wegen Brandgefahr: Tausende Autos müssen in die Werkstatt, ein technischer Defekt im Motorraum sorgt für Sicherheitsrisiken.

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Stellantis Rückruf wegen Brandgefahr: Der Autobauer ruft weltweit hunderttausende Fahrzeuge zurück, weil ein technischer Defekt im Motorraum ein Sicherheitsrisiko darstellt. Auch in Deutschland sind zahlreiche Fahrzeuge betroffen. Für Halter bedeutet das: Ein Werkstattbesuch ist notwendig.

Großer Stellantis-Rückruf wegen Brandgefahr

Stellantis startet einen groß angelegten Rückruf für Fahrzeuge mit 1,2-Liter-PureTech-Benziner als Mildhybrid. In Deutschland müssen rund 80.000 Autos wegen Brandgefahr im Motorraum in die Werkstätten, weltweit sind es etwa 700.000 Fahrzeuge. Die Maßnahme betrifft ausgewählte Modelle der Baujahre 2023 bis 2026 mit diesem Motor. Sie erfasst sämtliche in Deutschland vertretenen Konzernmarken, darunter Opel, Peugeot, Citroën, DS Automobiles, Alfa Romeo, Jeep und Fiat.

Technischer Defekt als Auslöser

Auslöser ist ein sicherheitsrelevanter Konstruktionsfehler im Bereich des Abgas- und Hybrid-Systems. Bei einigen Modellen der genannten Baujahre ist der Abstand zwischen einem Rohr des Benzinpartikelfilters und der Polschutzkappe des 48-Volt-Riemen-Startergenerators zu gering. Unter bestimmten Bedingungen können sich die Bauteile berühren. 

Vor allem bei nassen Bedingungen kann Wasser in diesen Bereich eindringen. Ein möglicher Kontakt zwischen den Komponenten kann zu einem Eindringen von Wasser führen. Dadurch kann ein Lichtbogen entstehen, der eine thermische Störung wie eine Überhitzung auslöst. Diese Überhitzung im Motorraum kann im Extremfall zu einem Brand führen. Das Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg veröffentlicht dazu Rückrufe mehrerer Marken des Stellantis-Konzerns.

Welche Marken und Modelle betroffen sein können

Der Rückruf betrifft Verbrennermodelle mit 1,2-Liter-Mildhybrid-Benziner der Modelljahre 2023 bis 2026 aus nahezu allen Volumen- und Premiummarken des Konzerns. Dazu zählen Peugeot, Citroën, DS Automobiles, Opel/Vauxhall, Alfa Romeo, Fiat und Jeep. Nicht alle Fahrzeuge dieser Baureihen sind automatisch betroffen, die Maßnahme kann aber einige Modelle der genannten Baujahre umfassen. Stellantis führt bereits seit Ende des vergangenen Jahres Rückrufe in ähnlicher Größenordnung wegen möglicher Brandgefahr durch. Im Februar kommt ein weiterer Rückruf für einen 1,2-Liter-Motor als Diesel hinzu. Hersteller und Behörden bewerten das aktuelle Problem am 1,2-Liter-PureTech-Mildhybrid als sicherheitsrelevanten Konstruktionsfehler, der im Extremfall zu einem Brand im Motorraum führen kann.

So sollen sich Halter verhalten

Stellantis informiert betroffene Fahrzeughalter nach eigenen Angaben direkt. Ein Deutschland-Sprecher des Konzerns hält fest, der Autobauer wende sich aktiv an die Halter der Verbrennermodelle. Anschließend sollen die Besitzer mit ihrem jeweiligen Händler einen Werkstatttermin vereinbaren, um die Abhilfemaßnahmen durchführen zu lassen. 

In der Vertragswerkstatt tauschen Techniker die Polschutzkappe des Startergenerators gegen eine Variante mit höherer Isolierung aus. Zusätzlich kontrollieren sie den Abstand zwischen dem Benzinpartikelfilterrohr und dem Startergenerator und passen ihn bei Bedarf an. Die Maßnahme dauert rund 30 Minuten und ist für die Kunden kostenlos; die Kosten übernimmt Stellantis.

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