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Sonnenfinsternis vom 2. August 2027: In Südspanien ist der Ansturm bereits so groß, dass manche Unterkünfte mehrere Tausend Euro pro Nacht verlangen.
Am 2. August 2027 dauert die totale Sonnenfinsternis maximal sechs Minuten und 23 Sekunden.
Am 2. August 2027 dauert die totale Sonnenfinsternis maximal sechs Minuten und 23 Sekunden.
muratart/Shutterstock.com

Sonnenfinsternis 2027: Hier explodieren die Hotelpreise

20.08.2026 um 10:50, Yunus Emre Kurt
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Die Sonnenfinsternis 2027 wird zum Jahrhundertereignis. In Spanien sind Hotels bereits ausgebucht, manche Unterkünfte verlangen astronomische Summen.

Die spektakuläre Sonnenfinsternis vom 12. August ist kaum vorbei, da läuft bereits die Planung für das nächste große Himmelsschauspiel. Am 2. August 2027 zieht erneut eine totale Sonnenfinsternis über Teile Europas, Nordafrikas und des Nahen Ostens. Diesmal dauert die vollständige Verdunkelung sogar bis zu sechs Minuten und 23 Sekunden. In Spanien sorgt das Ereignis schon jetzt für einen regelrechten Reiseboom, inklusive teilweise astronomischer Hotelpreise.

Sonnenfinsternis dauert mehr als sechs Minuten

Die totale Sonnenfinsternis am 2. August 2027 wird selbst für erfahrene Eklipsenjäger zu einem außergewöhnlichen Ereignis. Laut NASA beträgt die maximale Dauer der Totalität sechs Minuten und 23 Sekunden. Zum Vergleich: Bei der Sonnenfinsternis im August 2026 waren es maximal zwei Minuten und 18 Sekunden.

Der rund 250 Kilometer breite Pfad der vollständigen Verdunkelung führt von Südspanien über Nordafrika bis auf die Arabische Halbinsel und weiter Richtung Horn von Afrika. Besonders lange ist die Totalität in Ägypten. Rund um Luxor und das Tal der Könige befindet man sich nahe jenem Gebiet, in dem die Sonne am längsten vollständig hinter dem Mond verschwindet.

Spanien erwartet riesigen Besucheransturm

Für europäische Reisende ist vor allem Andalusien interessant. Der Totalitätspfad verläuft über den äußersten Süden Spaniens und erfasst unter anderem Gebiete rund um Cádiz und Tarifa sowie Teile der Provinz Málaga. Auch Gibraltar liegt in der Zone der vollständigen Sonnenfinsternis.

Schon jetzt ist die Nachfrage enorm. Viele Hotels und Ferienunterkünfte rund um die besten Beobachtungsplätze sind für die Nacht vom 1. auf den 2. August 2027 bereits ausgebucht. Besonders gefragt sind Unterkünfte, von denen aus der Totalitätspfad schnell erreichbar ist.

Hotelpreise steigen auf absurde Summen

Die außergewöhnliche Nachfrage sorgt teilweise für extreme Preise. Wie die spanische Zeitung „El País“ berichtet, werden in Andalusien Unterkünfte um mehrere Tausend Euro pro Nacht angeboten. Einzelne Häuser verlangen sogar rund 10.000 Euro für eine Übernachtung.

Auch auf Buchungsplattformen tauchen immer wieder Angebote mit fünfstelligen Preisen auf. Die Sonnenfinsternis hat damit schon knapp ein Jahr vor dem Ereignis einen regelrechten Tourismus-Hype ausgelöst. Gerade nach den Bildern der Finsternis 2026 dürfte die Nachfrage nochmals deutlich gestiegen sein.

Wer das Schauspiel in Spanien erleben möchte, sollte allerdings nicht nur auf den Preis achten. Für eine erfolgreiche Beobachtung ist auch das Wetter entscheidend. Selbst innerhalb des Totalitätspfads kann eine dichte Wolkendecke das Ereignis komplett verdecken.

So viel sieht man davon in Österreich

Für Österreich fällt das Himmelsspektakel deutlich weniger spektakulär aus. Hierzulande befindet sich kein Ort im Totalitätspfad. In Wien werden am 2. August 2027 rund 47 Prozent der Sonnenscheibe bedeckt, in Salzburg sind es knapp 51 Prozent. In Klagenfurt erreicht die Bedeckung rund 54 Prozent.

Wer die Finsternis von Österreich aus verfolgen möchte, benötigt trotzdem unbedingt eine geeignete Sonnenfinsternisbrille. Ohne speziellen Schutz darf niemals direkt in die Sonne geblickt werden, auch dann nicht, wenn ein großer Teil der Sonnenscheibe vom Mond verdeckt ist.

Das nächste Himmelsschauspiel lässt übrigens nicht bis 2027 auf sich warten. Bereits am 28. August 2026 steht eine partielle Mondfinsternis bevor. In Österreich werden dabei mehr als 90 Prozent des Mondes vom Kernschatten der Erde erfasst. Der Höhepunkt fällt allerdings in die frühen Morgenstunden, wenn der Mond bereits tief über dem Horizont steht.

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