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Nahaufnahme eines Auges mit Spiegelung einer partiellen Sonnenfinsternis als Symbol für mögliche Augenschäden durch direkten Blick in die Sonne.
Nach der Sonnenfinsternis können Augenschäden zunächst unbemerkt bleiben. Veränderungen des Sehvermögens können auf eine solare Retinopathie hindeuten.
Nach der Sonnenfinsternis können Augenschäden zunächst unbemerkt bleiben. Veränderungen des Sehvermögens können auf eine solare Retinopathie hindeuten.
KI-generiert / dall.e / Stefanie Hermann

Sonnenfinsternis: So erkennen Sie mögliche Augenschäden

13.08.2026 um 11:52, Stefanie Hermann
min read
Ohne Brille in die Sonnenfinsternis geschaut? So können Sie mögliche Augenschäden erkennen und bei welchen Symptomen Sie zum Augenarzt sollten.

Es geht schneller als man denkt: Wer bei der Sonnenfinsternis am 12. August ohne Schutzbrille direkt in die Sonne geschaut hat, macht sich möglicherweise erst heute Gedanken über die Folgen. Das Tückische an Augenschäden durch die Sonne: Eine Schädigung der Netzhaut verursacht nicht unbedingt Schmerzen. Beschwerden können verzögert auftreten. Bestimmte Veränderungen beim Sehen können jedoch auf eine solare Retinopathie hindeuten. So lassen sich nach der Sonnenfinsternis Augenschäden erkennen.

Sonnenfinsternis ohne Brille gesehen: Was kann im Auge passieren?

Auch während einer partiellen Sonnenfinsternis ist der direkte Blick in die Sonne gefährlich. In Wien sind am Mittwochabend zwar rund 89 Prozent der Sonnenscheibe vom Mond verdeckt gewesen, doch auch die verbleibende Sonnensichel kann die Netzhaut schädigen.

Besonders gefährdet ist die Makula und dort vor allem die Fovea. Dieser kleine Bereich im Zentrum der Netzhaut ist für besonders scharfes Sehen verantwortlich. Eine sogenannte solare Retinopathie kann dort Probleme verursachen, wo wir einen Gegenstand fixieren, Gesichter erkennen oder Buchstaben lesen.

Augenschäden müssen nicht wehtun

Wer ohne Sonnenfinsternisbrille in die Sonne geschaut hat und dabei keine Schmerzen verspürt hat, kann daraus keine Entwarnung ableiten. Die Netzhaut besitzt keine Schmerzrezeptoren. Eine Schädigung kann deshalb zunächst völlig unbemerkt bleiben. Betroffene bemerken Folgen teilweise sofort, häufig aber erst Stunden oder einen Tag später. Auch noch längere Verzögerungen sind möglich.

Sonnenfinsternis Augenschäden erkennen: Das sind Warnzeichen

Nach einem ungeschützten Blick in die Sonne sollte vor allem auf neu auftretende Veränderungen des Sehvermögens geachtet werden. Typische Beschwerden einer solaren Retinopathie betreffen häufig das zentrale Sehen.

Zu den möglichen Warnzeichen zählen verschwommenes oder unscharfes Sehen, ein grauer, dunkler oder blinder Fleck im Zentrum des Gesichtsfeldes, verzerrte oder wellige Linien, anhaltende Nachbilder, Veränderungen der Farbwahrnehmung und eine erhöhte Lichtempfindlichkeit. Auch Buchstaben können beim Lesen plötzlich verzerrt erscheinen oder Gesichter genau in der Mitte des Blickfeldes unscharf beziehungsweise teilweise verdeckt wirken.

Sonnenfinsternis: Augenschäden erkennen

  • Verschwommenes oder unscharfes Sehen
  • Grauer, dunkler oder blinder Fleck im zentralen Sichtfeld
  • Gerade Linien erscheinen verzerrt oder wellig
  • Anhaltende Nachbilder
  • Veränderte Farbwahrnehmung
  • Erhöhte Lichtempfindlichkeit
  • Auffällige Unterschiede zwischen beiden Augen

Wie gefährlich ist eine solare Retinopathie?

Eine solare Retinopathie kann von vorübergehenden Sehstörungen bis zu bleibenden Schäden der Netzhaut reichen. Besonders problematisch ist, dass häufig die Makula und damit der Bereich für das schärfste Sehen betroffen ist. Dadurch können beispielsweise ein dauerhafter Fleck im zentralen Sichtfeld oder Verzerrungen beim Lesen zurückbleiben. Bei vielen Betroffenen verbessert sich das Sehvermögen innerhalb von Wochen oder Monaten wieder, eine vollständige Erholung ist allerdings nicht garantiert. Eine Behandlung, die bereits geschädigte Netzhautzellen zuverlässig wiederherstellt, gibt es derzeit nicht.

Einfacher Selbstcheck kann Veränderungen sichtbar machen

Wer unsicher ist, dem empfiehlt sich der Selbstcheck. Zunächst werden dafür beide Augen getrennt überprüft. Dazu wird jeweils ein Auge abgedeckt und mit dem anderen beispielsweise ein Text oder ein Muster mit geraden Linien betrachtet. Anschließend wird das Auge gewechselt.

Fallen plötzlich Unterschiede zwischen den Augen auf, erscheinen Buchstaben verzerrt oder gerade Linien wellig, sollte das ernst genommen werden. Der Selbstcheck kann Auffälligkeiten sichtbar machen, ersetzt aber keinesfalls eine augenärztliche Untersuchung.

Augen nach der Sonnenfinsternis selbst überprüfen

  1. Ein Auge vollständig abdecken.
  2. Mit dem anderen Auge einen Text oder gerade Linien betrachten.
  3. Auf Flecken, Unschärfe oder verzerrte Linien achten.
  4. Danach das andere Auge auf dieselbe Weise überprüfen.
  5. Bei neu aufgetretenen Auffälligkeiten eine augenärztliche Abklärung veranlassen.

Wichtig: Der Selbstcheck kann Auffälligkeiten sichtbar machen, ersetzt aber keine augenärztliche Untersuchung.

Wann sollte man nach der Sonnenfinsternis zum Augenarzt?

Wenn nach dem ungeschützten Blick in die Sonne eine Veränderung des Sehvermögens festgestellt wird, heißt es: ab zum Augenarzt. Das gilt insbesondere bei einem Fleck im zentralen Gesichtsfeld, verschwommenem oder verzerrtem Sehen, Veränderungen der Farbwahrnehmung oder auffälligen Unterschieden zwischen beiden Augen.

Bei einer deutlichen Verschlechterung des Sehvermögens ist die rasche medizinische Abklärung erforderlich. Auch Beschwerden, die erst Stunden oder Tage nach der Sonnenfinsternis auftreten, sollten ernst genommen werden.

Wann sollte man zum Augenarzt?

Nach einem ungeschützten Blick in die Sonne sollten neu auftretende Sehstörungen zeitnah augenärztlich abgeklärt werden. Dazu zählen insbesondere ein zentraler Fleck im Sichtfeld, verschwommenes oder verzerrtes Sehen sowie Veränderungen der Farbwahrnehmung. Bei einer deutlichen Verschlechterung des Sehvermögens ist eine rasche medizinische Abklärung erforderlich. Beschwerden können auch erst Stunden oder Tage später auftreten.

Was untersucht der Augenarzt?

Bei Verdacht auf eine solare Retinopathie kann der Augenarzt die Netzhaut und insbesondere die Makula untersuchen. Je nach Befund können bildgebende Untersuchungen der Netzhaut eingesetzt werden, um mögliche Veränderungen im Bereich des schärfsten Sehens festzustellen.

Keine Beschwerden nach kurzem Blick: Ist damit alles in Ordnung?

Wer nur kurz ungeschützt zur Sonne geblickt hat und bislang keine Veränderungen bemerkt, kann daraus keine bestimmte „sichere“ Blickdauer ableiten. Eine Anzahl von Sekunden, während der ein direkter Blick garantiert ungefährlich ist, gibt es nach den vorliegenden Informationen nicht.

Entscheidend ist daher, das eigene Sehvermögen in den folgenden Tagen im Auge zu behalten und bei neu auftretenden Auffälligkeiten medizinischen Rat einzuholen.

Können sich Augenschäden wieder zurückbilden?

Die Prognose einer solaren Retinopathie fällt unterschiedlich aus. Bei vielen Betroffenen kann sich das Sehvermögen innerhalb der folgenden Wochen und Monate deutlich verbessern. Eine vollständige Erholung ist allerdings nicht garantiert.

Insbesondere zentrale Flecken im Gesichtsfeld und Verzerrungen können bestehen bleiben. Eine Behandlung, die bereits geschädigte Netzhautzellen zuverlässig wiederherstellt, gibt es nach den vorliegenden medizinischen Informationen derzeit nicht.

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