Rolex Pepsi eingestellt: GMT-Master II verschwindet vom Markt – Preise explodieren
Rolex Pepsi eingestellt: Die legendäre Rolex GMT-Master II mit blau-roter Lünette ist Geschichte. Der Schweizer Luxusuhrenhersteller hat das Kultmodell Anfang April 2026 rund um die Branchenmesse Watches & Wonders aus dem Sortiment genommen – ein Einschnitt für Sammler und Uhrenfans weltweit.
Rolex Pepsi eingestellt: Kultmodell verschwindet
Rolex zieht einen Schlussstrich: Die legendäre Rolex Pepsi ist Geschichte. Der Schweizer Luxusuhrenhersteller hat die GMT-Master II mit blau-roter Lünette Anfang April 2026, rund um die Branchenmesse Watches & Wonders in Genf, aus dem Sortiment genommen.
Auf der offiziellen Website ist das Modell bereits verschwunden. Damit endet eine Ära für eine der bekanntesten Luxusuhren der Welt, die über Jahrzehnte zum Markenzeichen von Rolex geworden ist. Betroffen ist vor allem die Referenz 126710BLRO in Edelstahl sowie Varianten in Weißgold, darunter unterschiedliche Armbänder und Zifferblatt-Versionen.
Kultstatus durch ikonische Farben
Die Rolex Pepsi verdankt ihren Namen der markanten Farbkombination aus Blau und Rot. Die zweifarbige Cerachrom-Lünette erinnert an das Logo des Softdrink-Herstellers und hat sich längst zum Designklassiker entwickelt.
Ursprünglich wurde das Modell bereits 1954 für Piloten der Fluglinie Pan Am entwickelt. Ziel war es, mehrere Zeitzonen anzeigen zu können. Über einen zusätzlichen 24-Stunden-Zeiger und die drehbare Lünette lassen sich zwei Zeitzonen gleichzeitig ablesen. Die Funktion ist bis heute das Herzstück der GMT-Master II.
Die Pepsi-Farbkombination gilt als eines der bekanntesten Designs der Uhrenwelt und ist eng mit der Geschichte der GMT-Master verbunden.
Produktionsprobleme als Auslöser?
Offiziell äußert sich Rolex nicht zu den Gründen für das Aus. Branchenberichte deuten darauf hin, dass die aufwendige Herstellung der blau-roten Keramiklünette eine zentrale Rolle gespielt haben dürfte. Die Produktion der zweifarbigen Keramik gilt als eine der komplexesten in der Uhrenindustrie, da beide Farben in einem einzigen Bauteil präzise gebrannt werden müssen.
Die Kombination gilt als technisch besonders anspruchsvoll und soll immer wieder zu Qualitätsproblemen geführt haben.
Kaum verfügbar: Preise steigen massiv
Schon vor dem Aus war die Rolex GMT-Master II Pepsi praktisch nicht erhältlich. Lange Wartelisten und extrem begrenzte Stückzahlen haben die Uhr zu einem der begehrtesten Modelle am Markt gemacht. Bei Konzessionären galten teils mehrjährige Wartelisten, ein freier Verkauf war faktisch nicht möglich.
Restbestände könnten vereinzelt noch bei autorisierten Händlern verfügbar sein, dürften jedoch rasch vergriffen sein.
Mit der Einstellung verschärft sich die Situation weiter: Experten erwarten, dass die Preise auf dem Zweitmarkt deutlich steigen werden. Die Nachfrage ist zuletzt massiv gestiegen: Laut Marktplattform Chrono24 sind die Suchanfragen innerhalb kurzer Zeit um bis zu 500 Prozent gestiegen, auch die Preise sind entsprechend deutlich gestiegen.
Preise explodieren am Graumarkt
Bereits jetzt zeigt sich die Entwicklung deutlich. Der offizielle Listenpreis der Rolex GMT-Master II Pepsi lag zuletzt bei rund 11.800 US-Dollar (ca. 10.900 Euro) für die Edelstahl-Version mit Oyster-Band, rund 12.000 US-Dollar (ca. 11.100 Euro) mit Jubilee-Band. Modelle in Weißgold kosteten über 50.000 US-Dollar (ca. 46.000 Euro).
Einzelne Modelle werden am Graumarkt bereits für ein Vielfaches des Listenpreises angeboten. Der sogenannte Graumarkt bezeichnet den Handel mit Originaluhren außerhalb des offiziellen Rolex-Vertriebs – oft zu deutlich höheren Preisen. Teilweise werden mehr als 100.000 US-Dollar (ca. 92.000 Euro) für das Kultmodell verlangt.
Branchenkenner warnen vor überzogenen Preisen und spekulativen Angeboten. Sie sprechen von einem klassischen Discontinuation-Effekt: Kurzfristig steigen die Preise stark an, mittelfristig sei jedoch mit einer Beruhigung zu rechnen. Viele Angebote am Graumarkt gelten aktuell als spekulativ überhöht.
Rolex setzt auf andere Modelle
Während die ikonische Farbkombination vorerst verschwindet, setzt Rolex nach dem Aus der Pepsi weiterhin auf alternative Designs der GMT-Master II. Einfarbige oder weniger komplexe Lünetten lassen sich stabiler produzieren und besser verfügbar halten.
Dazu zählen weiterhin folgende Zweifarb-Modelle:
- Schwarz-Blau („Batman“ oder „Batgirl“)
- Schwarz-Grau
- Grün-Schwarz („Sprite“)
Neben der Pepsi hat Rolex im Frühjahr 2026 auch das sogenannte „Cookie Monster“-Modell der Submariner aus Weißgold aus dem Sortiment genommen.
Comeback der Rolex Pepsi möglich?
Trotz des aktuellen Aus bleibt eine Rückkehr der Rolex Pepsi möglich. Rolex ist dafür bekannt, ikonische Modelle nach Jahren wieder neu aufzulegen.
Zwischen 2007 und 2014 war die Pepsi bereits einmal aus dem Sortiment verschwunden. Erst 2014 brachte Rolex das Modell als Weißgold-Version mit Keramiklünette zurück, 2018 folgte die Edelstahl-Variante, 2021 schließlich auch mit Oyster-Band.
Ob und wann es diesmal ein Comeback gibt, bleibt offen – ausgeschlossen ist es bei Rolex jedoch nicht.