Dramatische Fluten auf Urlaubsinsel: Neue Gewitter drohen
Heftige Unwetter haben auf der griechischen Ferieninsel Rhodos schwere Überschwemmungen ausgelöst. Besonders dramatisch ist die Lage in Archangelos im Osten der Insel. Nach stundenlangem Dauerregen verwandelten sich Straßen dort in reißende Bäche, Fahrzeuge wurden von den Wassermassen fortgerissen und zahlreiche Häuser sowie Geschäfte überflutet. Die Behörden warnen weiterhin vor starkem Regen und Gewittern.
Archangelos besonders schwer getroffen
Rund 17 Stunden lang regnete es von Sonntag auf Montag teilweise ohne Unterbrechung. Besonders große Schäden entstanden in Archangelos an der Ostküste. Dort trat ein Fluss über die Ufer, Wasser strömte aus mehreren Richtungen in den Ort und machte zahlreiche Straßen innerhalb kurzer Zeit unpassierbar.
Nach Angaben griechischer Medien wurden mehr als 60 Fahrzeuge von den Wassermassen mitgerissen oder schwer beschädigt. Teilweise stapelten sich Autos übereinander, andere konnten nur noch mithilfe von Abschlepp- und Bergungsfahrzeugen entfernt werden.
Auch Wohnhäuser und Geschäfte wurden überflutet. Neben Archangelos waren unter anderem Afantou sowie weitere Orte im Süden der Insel von Überschwemmungen betroffen.
Menschen aus Wassermassen gerettet
Feuerwehr, Zivilschutz und freiwillige Helfer waren über Stunden im Einsatz. Bewohner mussten aus gefährlichen Situationen gerettet werden, darunter Menschen, die in ihren Fahrzeugen eingeschlossen waren.
Griechische Berichte schildern außerdem Fälle, in denen sich Einwohner auf Dächer zurückzogen, um sich vor dem steigenden Wasser in Sicherheit zu bringen. Einsatzkräfte pumpten Keller und Gebäude aus und versuchten gleichzeitig, blockierte Straßen wieder freizubekommen.
Wegen der Schäden wurde der Verkehr an mehreren Stellen unterbrochen. Betroffen waren unter anderem Bereiche bei Kolymbia, Kalathos und Archangelos.
Behörden verschicken Notfallwarnungen
Bereits gegen 3.30 Uhr am Montagmorgen erhielten Bewohner und Besucher der Insel über das griechische Warnsystem 112 eine Nachricht. Sie wurden aufgefordert, ihre Fahrten einzuschränken und den Anweisungen der Behörden zu folgen.
Gegen 10.52 Uhr folgte eine weitere Warnung. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits zahlreiche Schäden bekannt, die Wetterlage blieb jedoch weiter angespannt.
Auch die Schulen reagierten. Zunächst fiel der Unterricht in mehreren besonders betroffenen Gebieten aus. Für Dienstag wurde schließlich die Schließung aller Schulen auf Rhodos angekündigt.
Weitere Unwetter auf Rhodos erwartet
Eine rasche Entspannung ist noch nicht garantiert. Für Dienstag, den 3. November, werden auf den Dodekanes-Inseln erneut kräftige Regenfälle und Gewitter erwartet. Örtlich kann auch Hagel auftreten.
Rhodos bleibt damit weiterhin im Fokus der griechischen Zivilschutzbehörden. Bewohner und Urlauber sollen unnötige Fahrten vermeiden und aktuelle Warnmeldungen beachten.