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Mindestlohn: Mann mit Geldscheinen in der Hand.
Mindestlohn: Für bestimmte Beschäftigte ist das Gehaltsplus 2027 bereits fix.
Mindestlohn: Für bestimmte Beschäftigte ist das Gehaltsplus 2027 bereits fix.
olgsera/Shutterstock

Neue Mindestlöhne fix: Für diese Jobs gibt es 2027 mehr Geld

03.11.2026 um 08:38, Yunus Emre Kurt
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Für Beschäftigte im Schuhmachergewerbe steigen die Mindestlöhne ab Jänner 2027 auf mehr als 2.000 Euro. Im Handel wird dagegen noch um ein Gehaltsplus gerungen.

Für einen Teil der Beschäftigten in Österreich steht die nächste Gehaltserhöhung bereits fest. Im Schuhmacher- und Orthopädieschuhmachergewerbe steigen die kollektivvertraglichen Mindestlöhne mit 1. Jänner 2027 auf mehr als 2.000 Euro brutto. Während dort bereits eine Einigung erzielt wurde, geht es für Hunderttausende Handelsangestellte erst jetzt in die entscheidenden Verhandlungsrunden.

​Neue Mindestlöhne ab Jänner 2027

Für Beschäftigte im Orthopädieschuhmachergewerbe werden die kollektivvertraglichen Mindestlöhne mit Jahresbeginn um 2,9 Prozent angehoben. Der neue Mindestlohn beträgt damit 2.039,98 Euro brutto pro Monat.

Im Schuhmachergewerbe fällt die Erhöhung mit 2,8 Prozent geringfügig niedriger aus. Dort steigt der kollektivvertragliche Mindestlohn ab 1. Jänner auf 2.008,78 Euro brutto.

Die Einigung wurde bereits in der ersten Verhandlungsrunde erzielt und gilt für zwölf Monate. Damit wurde in beiden Bereichen die angestrebte Marke von mindestens 2.000 Euro erreicht.

​Auch Lehrlinge bekommen mehr

Nicht nur die regulären Mindestlöhne steigen. Auch für Lehrlinge wurde ein Gehaltsplus vereinbart. Die Lehrlingseinkommen werden in jedem Lehrjahr um jeweils 50 Euro angehoben.

Je nach Ausbildungsjahr entspricht das einer Erhöhung zwischen 3,14 und 5,26 Prozent. Im Durchschnitt beträgt das Plus laut Gewerkschaft rund 4,3 Prozent.

Wichtig ist allerdings die Einordnung: Die neuen Beträge gelten ausschließlich für Beschäftigte, die unter die entsprechenden Kollektivverträge im Schuhmacher- und Orthopädieschuhmachergewerbe fallen. Es handelt sich nicht um einen allgemeinen Mindestlohn für alle Arbeitnehmer in Österreich.

​420.000 Handelsangestellte warten auf Abschluss

Deutlich mehr Menschen betrifft derzeit eine andere Lohnrunde. Für rund 420.000 Angestellte sowie etwa 19.000 Lehrlinge im österreichischen Handel wird über die Gehälter für 2027 verhandelt.

Die Gewerkschaft GPA fordert eine Erhöhung um 3,8 Prozent. Zusätzlich stehen Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen auf der Forderungsliste. Dazu zählen ein Zuschlag bereits ab der ersten Mehrarbeitsstunde, eine Zulage für kurzfristiges Einspringen und eine verbindlichere Fünftagewoche.

Auch die sechste Urlaubswoche soll nach den Vorstellungen der Gewerkschaft früher erreichbar sein. Die erste Verhandlungsrunde am 22. Oktober endete nach mehreren Stunden ohne Ergebnis. Am 3. November gehen die Gespräche in die zweite Runde.

Damit ist für die Handelsangestellten noch kein konkretes Gehaltsplus für 2027 beschlossen.

​Warum Österreich keinen einheitlichen Mindestlohn hat

Anders als beispielsweise Deutschland verfügt Österreich über keinen einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn, der für sämtliche Beschäftigten gilt.

Die Mindestentgelte werden hierzulande überwiegend über Kollektivverträge festgelegt. Je nach Branche, Tätigkeit und Einstufung gelten deshalb unterschiedliche Lohn- und Gehaltsuntergrenzen.

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