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Reisewarnung Italien: Eingestürzte Brücke über den Fluss Trigno in Italien nach Überschwemmungen durch Sturmtief Erminio mit starkem Hochwasser und zerstörter Fahrbahn
Reisewarnung Italien: Sturmtief Erminio und Starkregen sorgen für Dauereinsätze.
Reisewarnung Italien: Sturmtief Erminio und Starkregen sorgen für Dauereinsätze.
Vigili del Fuoco

Reisewarnung Italien: Brücke eingestürzt, Evakuierungen nach Sturmtief „Erminio“

06.04.2026 um 07:37, Stefanie Hermann
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Heftige Unwetter in Italien: Sturmtief „Erminio“ sorgt für Starkregen, Überschwemmungen und eingestürzte Brücken. Ein Hotel wurde evakuiert.

Reisewarnung Italien: Sturmtief „Erminio“ hat große Teile Mittel- und Süditaliens fest im Griff. Das Tief liegt seit mehreren Tagen nahezu stationär über der Region und bringt anhaltenden Starkregen.

Heftige Regenfälle, Schneemassen und Sturm führen zur Ausnahmesituation. Teilweise sind Flüsse über die Ufer getreten, ganze Ortschaften waren zeitweise nicht erreichbar.

In mehreren Regionen gilt bereits die höchste Unwetterwarnstufe Rot. Besonders betroffen sind die Abruzzen, Molise und Apulien.

Reisewarnung Italien: Brückeneinsturz

Besonders schwer wiegen die Schäden in der Region Molise, wo die Schäden derzeit auf rund 300 Millionen Euro geschätzt werden. Dort ist eine Brücke über den Fluss Trigno eingestürzt. Die wichtige Verbindung entlang der Staatsstraße 16 ist damit unterbrochen. 

Zum Zeitpunkt des Einsturzes befanden sich Fahrzeuge auf der Brücke. Ein Auto wurde von den Fluten mitgerissen, ein Mann wird weiterhin vermisst. Die Verkehrsverbindungen zwischen den Regionen sind stark eingeschränkt.

Reisewarnung: Evakuierungen und Rettungen in mehreren Regionen

Die Einsatzkräfte sind seit Tagen im Dauereinsatz. Laut Berichten wurden allein in wenigen Tagen mehr als 800 Einsätze durchgeführt. Die Einsätze konzentrieren sich vor allem auf überflutete Straßen, eingeschlossene Personen und Evakuierungen.

In Apulien rettete die Feuerwehr mehr als 50 Autofahrer sowie rund 40 Personen aus abgelegenen Häusern und landwirtschaftlichen Betrieben. In den Abruzzen mussten etwa 300 Menschen ihre Häuser verlassen.

Auch das Militär unterstützt die Einsätze. In einem Skigebiet konnten 13 Personen aus einem eingeschneiten Hotel befreit werden, nachdem Zufahrtsstraßen komplett blockiert waren.

Extremwetter mit ungewöhnlichen Schneemengen im April

Die Wetterlage ist für die Jahreszeit außergewöhnlich. Während in tieferen Lagen Starkregen zu Überschwemmungen führt, fallen in höheren Regionen große Schneemengen. Teilweise erreichen diese mehr als drei Meter. Gleichzeitig erreichen mehrere Staudämme kritische Pegelstände, darunter der Occhito-Staudamm in Apulien.

Die Kombination aus anhaltendem Regen, Schnee und Wind belastet Infrastruktur und Versorgung. Strom- und Wasserausfälle wurden in mehreren Gemeinden gemeldet. Zusätzlich kommt es zu Erdrutschen und Straßensperren.

Auswirkungen auf Reisende und Infrastruktur

Reisewarnung Italien: Für Reisende bedeutet die aktuelle Wettersituation erhebliche Einschränkungen. Straßen sind unpassierbar, Regionen schwer erreichbar und Unterkünfte teilweise betroffen. Auch Bahn- und Straßenverbindungen sind unterbrochen, einzelne Orte zeitweise komplett abgeschnitten.

Behörden empfehlen, nicht notwendige Reisen in die betroffenen Gebiete zu verschieben. Wer bereits vor Ort ist, soll die Hinweise der Einsatzkräfte beachten und Kontakt zu Reiseveranstaltern halten.

Wetterberuhigung erwartet

Über das Osterwochenende war eine leichte Entspannung der Wetterlage bemerkbar. Dennoch bleibt die Situation angespannt, da Schäden an Straßen, Gebäuden und Infrastruktur weiter bestehen.

Die Einsatzkräfte arbeiten weiterhin daran, betroffene Gebiete zu sichern und die Versorgung wiederherzustellen.

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