Preis-Wahnsinn: Günstige Lebensmittel schockierend teurer

Der Preisschock bei günstigen Lebens- und Reinigungsmitteln hält an. Laut dem aktuellen AK-Preismonitor sind diese im Jahresvergleich durchschnittlich um 42 Prozent teurer geworden.
Autor: Conny Engl, 04.01.2023 um 15:40 Uhr

Die Teuerungen gehen weiter durch die Decke, egal ob Heizen, Wohnen, Sprit oder Essen – die Menschen müssen tiefer ins Geldbörserl greifen, sagen die AK Konsumentenschützer.

Fettes Plus

Die gigantischste Preissteigerung ist bei Sonnenblumenöl zu sehen: Um fette 167 Prozent kostet das flüssige Gold mehr als noch im September 2021. Auf Platz zwei landet Weizenmehl, das um 111 Prozent teurer wurde, gefolgt von Penne-Nudeln (91 Prozent teurer) und Kristallzucker (81 Prozent teurer). Bei Butter und Cola gab es ein Plus von 77 Prozent, Zahnpasta kostet um 68 Prozent mehr, Klopapier um 54 Prozent und Langkorn Reis um 51 Prozent.

Diskonter günstiger

Der AK Preismonitor ergab außerdem, dass der Warenkorb im Dezember 2022 in den erhobenen Supermärkten (Billa, Billa Plus, Spar und Interspar) um durchnschnittlich fünf Prozent mehr kostete als bei den Diskontern (Hofer, Lidl, Penny). Aktionen wurden berücksichtigt, nicht aber Kundenkarten- oder Mengen-Vorteilspreise.

Diese günstigsten Produkte kosten bei allen sieben geprüften Supermärkten und Diskontern gleich viel: Tomaten, Mineralwasser, Cola, Teebutter, Eier, Reis, Vollmilchschokolade, Penne, passierte Tomaten, Fischstäbchen und Katzenfutter.

Die Arbeiterkammer hat zwischen 12. und 15. Dezember jeweils 40 preiswerteste Lebens- und Reinigungsmittel in sieben Supermärkten und bei Diskontern in Wien erhoben.